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Holländische Wirtschaftsgeschichte

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Bibliographic data

fullscreen: Holländische Wirtschaftsgeschichte

Monograph

Identifikator:
1744885710
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-117895
Document type:
Monograph
Author:
Baasch, Ernst http://d-nb.info/gnd/117692018
Title:
Holländische Wirtschaftsgeschichte
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1927
Scope:
VI, 632 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Kapitel. Aufstieg und Niedergang der holländischen Wirtschaft zur Zeit der Republik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Holländische Wirtschaftsgeschichte
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Aufstieg und Niedergang der holländischen Wirtschaft zur Zeit der Republik
  • II. Kapitel. Die Übergangzeit
  • III. Kapitel. Sttillstand und Wiederaufbau unter dem Königreich der Niederlande
  • Index

Full text

— 63 — 
räumen, auf steigenden Widerspruch. Das zeigte sich besonders 
deutlich in Hamburg. Mit dieser Stadt hatten die Staaten von 
Holland und Westfriesland schon 1609 ein Abkommen getroffen, 
in dem die bisher im Heringshandel und Heringsfang üblichen 
Grundsätze festgelegt und auch von Hamburg anerkannt wurden‘). 
War diese Konvention auch nicht immer ganz genau eingehalten 
worden, so galt sie doch im allgemeinen als Richtschnur. Nun 
machte zuerst der Bergerhering, dann seit Anfang des 18. Jahr- 
hunderts der schottische Hering auf dem Hamburger Markte dem 
holländischen erfolgreich Konkurrenz; und trotz aller Proteste ge- 
lang es dem letzteren, für den sich die Generalstaaten in zahl- 
reichen Vorstellungen beim Senat verwandten, nicht, die alte Allein- 
herrschaft zu behaupten. An dem Festhalten an den z. T. sachlich 
anfechtbaren, z. T. auf Vorurteil beruhenden alten Fang- und 
Packungsbestimmungen und an dem holländischen Stapelanspruch 
ging die Heringspolitik der Niederlande, das zeigte der hamburgische 
Fall unzweideutig, zugrunde. Als erst später dem Collegium der 
Groote Visscherij die Augen aufgingen, und man nun, 1752, die Er- 
laubnis erhielt, Heringe direkt aus der See nach Hamburg zu 
senden, war es zu spät; den hamburgischen Markt mußte der hol- 
ländische Hering jetzt mit dem nordischen und schottischen teilen; 
und da man sogar jene Erlaubnis noch längere Zeit nur auf 3—4 
Schiffe beschränkte, gewann der nichtholländische Hering immer 
mehr an Boden?). 
In merkwürdiger Verkennung der Umstände glaubte man aber 
immer noch durch das Mittel der alten Heringsbestimmungen das 
Monopol festhalten oder doch dem eigenen Hering das Übergewicht 
sichern zu können. Man erneuerte eifrig die Verbote der Ausfuhr 
von Heringstonnen, Netzen, Tonnenbändern usw. und bewirkte da- 
durch zugleich den Niedergang des alten Küpergewerbes; der 
kindliche Glaube, das Ausland müsse mit dahin streben, die Güte 
des holländischen Herings hochzuhalten und daß nur dieser die 
Ansprüche an einen guten Hering erfülle, bestand immer noch in 
l) Baasch, Heringshandel, S. 67 ff.; die Staaten von Holland teilten 
das Abkommen den Staaten von Seeland mit und diese der Stadt Veere mit dem 
Anheimgeben, etwaigen Einspruch anzumelden; solcher scheint nicht erfolgt zu 
sein (Haepke, Nied. Akten, II, S. 387). 
2) Beaujon, S. 88ff;
	        

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Holländische Wirtschaftsgeschichte. Fischer, 1927.
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