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Holländische Wirtschaftsgeschichte

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Bibliographic data

fullscreen: Holländische Wirtschaftsgeschichte

Monograph

Identifikator:
1744885710
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-117895
Document type:
Monograph
Author:
Baasch, Ernst http://d-nb.info/gnd/117692018
Title:
Holländische Wirtschaftsgeschichte
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1927
Scope:
VI, 632 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Kapitel. Aufstieg und Niedergang der holländischen Wirtschaft zur Zeit der Republik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Holländische Wirtschaftsgeschichte
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Aufstieg und Niedergang der holländischen Wirtschaft zur Zeit der Republik
  • II. Kapitel. Die Übergangzeit
  • III. Kapitel. Sttillstand und Wiederaufbau unter dem Königreich der Niederlande
  • Index

Full text

—— 83 — 
wieder, und bis 1562 fand ein dauernder Rückgang statt. Infolge 
des Schließens des Stapels von Calais ereignete sich 1533 in Leiden 
ein völliger Zusammenbruch der Tuchfabrikation, die zu großer 
Arbeitslosigkeit und der Abwanderung zahlreicher Arbeiter führte, 
was sich dann besonders fühlbar machte in dem Verluste eines der 
besten Absatzgebiete, der Ostseeländer. Die englische Konkurrenz, 
die weit billiger arbeitete als die mit hohen Lasten beschwerte 
Leidener, verdrängte die letztere mehr und mehr; überdies war die 
Leidener Industrie, an die alten technischen Vorschriften gebunden, 
nicht imstande, sich dem damals stattfindenden Geschmacks- 
wechsel, der in der Richtung der Fabrikation leichter Gewebe 
sich bewegte, anzupassen!). Selbst im einheimischen Verbrauch 
erfolgte ein Rückgang; die jährliche Produktion betrug 1532—1547 
nur noch 16 000 Tücher, 1548—1562 aber 7200. Zwar suchte sich 
die Leidener Industrie für den Rückgang des Ostseeabsatzes zu 
entschädigen durch den Export nach Frankreich und Südeuropa, 
was ihr auch zum Teil gelang. Mit dem Fall von Calais, das 1558 
den Engländern verloren ging, hörten die alten Beziehungen Lei- 
dens mit den englischen Stapel-Kaufleuten auf; man bezog nun 
den Rohstoff aus Brügge von den Merchant Adventurers?). Doch 
ließ sich der Niedergang nicht mehr aufhalten; die schlechten Löhne 
trieben viele Weber aus der Stadt und ins Ausland, wo, wie in 
Paris und Hamburg, eine neue Konkurrenz entstand?). Einen Er- 
satz fand diese dahinschwindende Industrie in der neu uniernomme- 
nen Herstellung von Futterstoffen, die 1562 durch eine obrigkeit- 
liche Verfügung zur Ausübung innerhalb der Stadt freigegeben 
wurde; Baien, Futtertuche, halbleinene gewebte Stoffe durften seit- 
dem hier angefertigt werden. Die alte Tuchindustrie verfiel nun 
völlig, sowohl infolge der an Güte wie Menge verminderten englischen 
Wollzufuhr als auch der Preissteigerung dieses Rohstoffes. Im 
Jahre 1573 wurden nur 1000 Stück hergestellt. Viele Arbeiter 
gingen zur Häutegerberei über und Leiden drohte eine stille Land- 
stadt werden zu sollen. Die alte Tuchmacherei zählte 1602 nur 
) Posthumus;,!|Bronnen, 11, S. XIV: 
2) Ebenda, S. XV; vgl. auch unten in $ 8. 
3) Im Jahre 1573 klagte man in Leiden, daß Kaufleute in Hamburg und 
anderen Orten rote Leidener Tücher mit schlechter Farbe schwärzten und dann als 
Leidener schwarze Tuche verkauften (Posthumus, II, No. 1225). 
C*
	        

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Holländische Wirtschaftsgeschichte. Fischer, 1927.
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