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Das Flammenzeichen vom Palais Egmont

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Bibliographic data

fullscreen: Das Flammenzeichen vom Palais Egmont

Monograph

Identifikator:
174667959X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-119339
Document type:
Monograph
Title:
Das Flammenzeichen vom Palais Egmont
Edition:
1. Auflage
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Neuer Deutscher Verlag
Year of publication:
1927
Scope:
284 Seiten
Illustrationen
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
XIV. Die Taktik des proletarischen Klassenkampfes zur Unterstützung des kolonialen Freiheitskampfes
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Flammenzeichen vom Palais Egmont
  • Title page
  • I. Eröffnung des Kongresses
  • II. Der Freiheitskampf des chinesischen Volkes
  • III. Der britische Imperialismus in Indien, Persien und Mesopotamien
  • IV. Der nordamerikanische Imperialismus und die von ihm bedrohten Völker
  • V. Der Freiheitskampf Ägyptens und der arabischen Völker
  • VI. Der Kampf Afrikas um seine Befreiung
  • VII. Der Freiheitskampf der Neger
  • VIII. Der Kampf um Indonesiens Unabhängigkeit
  • IX. Der Freiheitskampf des indochinesischen Volkes
  • X. Der Kampf des koreanischen Volkes gegen Japan
  • XI. Der italienische Faschismus
  • XII. Der Kolonialhunger des neuen deutschen Imperialismus
  • XIII. Die Verbindung der nationalrevolutionären Bewegung mit dem proletarischen Klassenkampf
  • XIV. Die Taktik des proletarischen Klassenkampfes zur Unterstützung des kolonialen Freiheitskampfes
  • XV. Der Freiheitskampf der unterdrückten Völker und die Gewerkschaften
  • XVI. Die "Kulturmission" der abendländischen Völker
  • XVII. Die Gründung der Liga gegen Imperialismus und für nationale Unabhängigkeit
  • XVIII. Organisatorisches
  • Inhaltsverzeichnis

Full text

194 Der prolet. Klassenkampf zur Unterstützung des kolonialen Freiheitskampfes. 
Textilwaren herzustellen, die früher durch Großbritannien, Holland und 
andere Länder produziert wurden. Dadurch, daß die Unternehmer die Textil- 
waren in diesen Ländern herstellen, machen sie einen viel größeren Profit, 
als wenn sie sie in ihrem eigenen Lande fabrizieren ließen, da der Preis der 
Waren — je nachdem Textil- oder Metallwaren — nicht dem Herstellungs- 
preis dieser kolonialen Länder angepaßt wird, obgleich die Arbeit dort so 
billig ist, daß sie oft nur 1/,, dessen beträgt, was in dem Mutterlande bezahlt 
wird. Der Preis wird oft durch alle Arten von Tarifen, Zöllen usw. gesteigert, 
und wenn heute in Großbritannien die Lancashire-Textilarbeiter auf Almosen 
angewiesen sind, wenn es keine Arbeit in den Dundee-Jutefabriken gibt oder 
die Arbeiter nur halbe Schicht arbeiten, so kommt dies dadurch, daß die 
britischen Unternehmer in den Kolonien die billigere Eingeborenenarbeit, 
die sich gegen die Arbeiter ihres eigenen Landes wendet, ausbeuten, auf 
diesem Wege größere Profite erzielen und andererseits die Arbeiter in ihrem 
Lande dazu bringen, Lohnkürzungen, verlängerte Arbeitszeit usw. anzu- 
nehmen. Die Arbeiter Europas werden jedoch nicht nur auf diese Art 
und Weise betrogen, sondern ihre Regierungen besteuern sie noch außerdem 
für Armeen, Marine, Polizei und andere Administrationskräfte, die von den 
imperlalistischen Regierungen in die Kolonien geschickt werden, um die 
Textilarbeiter und Bergarbeiter zu unterdrücken, und sie zu längerer Arbeits- 
zeit bei niedrigerem Lohn zu zwingen. 
Man versucht, gegen diese Ausbeutung und gegen die Besteuerung, die der 
Aufrechterhaltung unserer eigenen Sklaverei dient, zu revoltieren. Unser 
Geld wird gebraucht, um die kolonialen Völker zu unterwerfen, aber außer- 
dem senden wir Mitglieder unserer eigenen Klasse als Soldaten, Polizisten, 
Regierungsspitzel in diese kolonialen Länder, um deren Unterdrückung noch 
zu verstärken. Sie haben für ihre eigenen Ausbeuter und gegen unsere 
Brüder und Arbeitsbrüder in den kolonialen Ländern zu kämpfen, Solange 
wir nicht in der Lage sind, den Arbeitern Europas klarzumachen, ‚wie 
die wirkliche Lage ist und wie die imperialistischen Länder diese kolonialen 
Länder unterdrücken und uns dadurch in unserm eigenen Lande zu Sklaven 
machen, gibt es keine Möglichkeit, diese vereinte internationale Front der 
Arbeiter der ganzen Welt herzustellen, und wenn ich so sagen darf, auch 
keine große Möglichkeit für die Arbeiter Europas und der weißen Länder, 
den Kapitalismus zu bekämpfen und ihre eigene Freiheit zu erzwingen. 
Die Lage ist heute so, daß die europäischen imperialistischen Länder 
versuchen, eine geeinte Front der europäischen Nationen herzustellen. Schon 
im Jahre 1921 hielt der japanische Botschafter in London eine Rede auf 
einer Zusammenkunft, in der er sagte: 
„Es ist bedauerlich, daß wir im gegenwärtigen Moment innere Kämpfe 
in China haben. Wenn ich ‚wir‘ sage, so meine ich England, Amerika, 
Frankreich und Japan, diese vier Großmächte, die so eng miteinander
	        

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Das Flammenzeichen Vom Palais Egmont. Neuer Deutscher Verlag, 1927.
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