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Finanzwissenschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1746729937
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-119900
Document type:
Monograph
Author:
Földes, Béla http://d-nb.info/gnd/119338211
Title:
Finanzwissenschaft
Edition:
2., neubearbeitete Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
G. Fischer
Year of publication:
1927
Scope:
XIV, 683 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Buch. Die Staatsausgaben
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Einleitende Lehren
  • Zweites Buch. Die verfassungsmäßige Ordnung des Staatshaushaltes und das Budget
  • Drittes Buch. Die Staatsausgaben
  • Viertes Buch. Die Staatseinnahmen
  • Fünftes Buch. Der Staatskredit
  • Sechstes Buch. Die Verwaltung des Staatshaushaltes
  • Namenverzeichnis

Full text

XI. Abschnitt. Die persönlichen Ausgaben. n 
Amter kreiert werden um möglichst viel Bürger mit einträglichen 
Stellen zu versehen (Athen). Gewöhnlich sind die Gehälter auf 
den unteren Stellen, deren Zahl groß ist, entsprechender als auf 
den höheren Stellen. So erhielt in der Vorkriegszeit z. B. in der 
Schweiz im reichsten Kanton, in Baselstadt, der höchste Beamte 
ein Gehalt von 8500 Franks, aber in Baselland bloß 4000, in Glarus 
nur 1200, in Uri, Zug bloß 400. Diese Verschiedenheiten, welche 
auf Verschiedenheiten der Staatsformen zurückzuführen sind, er- 
klären die großen Disparitäten, die wir in verschiedenen Perioden 
und verschiedenen Staaten finden. Das Intrigenspiel in der eng- 
lischen Geschichte des XVII. Jahrhunderts hängt namentlich damit 
zusammen, daß die höchsten Würdenträger des Staates exorbitante 
Einkommen bezogen, was natürlich den Neid hervorrief. Marl- 
borough bezog ein Gehalt von 54825, Sunderland 30000 Pfd. 
Sterling '). Im Jahre 1789 hatte der französische Kanzler ein Ge- 
halt von 120000 Livres, der Justizminister 135000 Livres, der 
Staatssekretär 180670 Livres; letzterer erhielt, nachdem er erklärte, 
daß er hiervon nicht leben kann, 226000 Livres. Mazarin erwarb 
während seiner zwanzigjährigen Amtstätigkeit ein Vermögen von 
200 Millionen Livres. Kaunitz, der Kanzler Maria Theresias; 
bezog 78000 Gulden. Bei der königlich ungarischen Hofkammer 
betrug im Jahre 1549 die Bezahlung des Präsidenten 800 Gulden 
— im heutigen Geldwert etwa das Zehnfache —, die der Kämmerer 
300—500 Gulden. 
Von den Staatsämtern, die den Staatsdienst besorgen, sind wohl 
zu unterscheiden die Sinekuren, öffentliche Bestallungen zur arbeits- 
losen Versorgung von Personen. Diese Sinekuren müssen abgeschafft 
werden, denn sie bedeuten eine leichtsinnige und demoralisierende 
Vergeudung der Staatseinkünfte. Keine Staatsform hat sich bisher 
von diesen Sinekuren vollständig zu befreien gewußt, weder die 
Monarchie, noch die Aristokratie, noch die Demokratie. Die größten 
Sinekuren finden wir doch in den Monarchien, namentlich zur Zeit 
des Absolutismus, und alle diese Sinekuren, sowohl im Staat als 
in der Kirche, wurden dem Adel zuteil. „Überall wuchern Müßig- 
gänger zweiten Ranges im Schatten von Müßiggängern ersten 
Ranges“ sagt Taine ?). 
Die bestbezahlten Beamten hatte in der Vorkriegszeit Eng- 
land. Der junge Beamte begann im Ministerium seine Karriere 
ı) Über die Höhe der Beamtengehälter in früheren Perioden viele lehrreiche 
Daten. siehe Roscher, Finanzwissenschaft, 2. Aufl. (Stuttgart 1886), S. 459. 
*) Das vorrevolutionäre Frankreich (Leipzig 1877), S. 86. Daselbst auch 
zahlreiche charakteristische Daten über das Überwuchern von Sinekuren unter 
dem ancien regime. 
127
	        

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Finanzwissenschaft. G. Fischer, 1927.
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