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Finanzwissenschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1746729937
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-119900
Document type:
Monograph
Author:
Földes, Béla http://d-nb.info/gnd/119338211
Title:
Finanzwissenschaft
Edition:
2., neubearbeitete Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
G. Fischer
Year of publication:
1927
Scope:
XIV, 683 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Buch. Die Staatseinnahmen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Einleitende Lehren
  • Zweites Buch. Die verfassungsmäßige Ordnung des Staatshaushaltes und das Budget
  • Drittes Buch. Die Staatsausgaben
  • Viertes Buch. Die Staatseinnahmen
  • Fünftes Buch. Der Staatskredit
  • Sechstes Buch. Die Verwaltung des Staatshaushaltes
  • Namenverzeichnis

Full text

B. IV. Abschnitt. Proportionalität und Progression. 303 
sowohl diejenigen, die die Steuer als Gegenleistung für die vom 
Staate gebotenen Vorteile betrachten, als diejenigen, die deren Maß 
in der Leistungsfähigkeit der Staatsbürger erblicken. Neuerdings 
auch diejenigen, die die Progression vom Standpunkte der Grenz- 
nutzentheorie untersuchten (Sax): nachdem der Wert der Güter mit 
deren Menge abnimmt, so fordert das Gleichheit der Opfer, daß 
die Steuer der größeren Einkommen in progressiver Weise zu- 
nehme *). Wagner empfiehlt die Progression auch zu dem Zwecke, 
daß die ungeeigneten Luxussteuern abgeschafft werden sollen. Die 
neuere Zeit gelangt von zwei Seiten zu dem Begriff des progres- 
siven Steuerfußes: einerseits ist derselbe das notwendige Postulat 
der Besteuerung nach der Tragfähigkeit, dann ist derselbe Postulat 
der politischen Richtung der Neuzeit. Wenn Stein mit Besorgnis 
daran erinnert — obwohl auch er für eine mäßige Progression 
ist —, was in Zukunft ein Parlament mit sozialdemokratischer 
Mehrheit beschließen könnte, so kann dagegen darauf hingewiesen 
werden, daß eben die Schonung der unteren Klassen bei den direkten 
Steuern, wo doch auf dem Gebiete der indirekten Steuer es nicht 
an Fällen der Progression nach unten fehlt, die Gefährlichkeit 
jener Majorität zu vermeiden vermag. Übrigens stehen wir schon 
inmitten der von Stein befürchteten Entwicklung, deren Folgen 
bald .zu konstatieren sein werden. 
21. Geschichtliches. Untersuchen wir das historische Auf- 
treten der progressiven Besteuerung, so beobachten wir, daß wir 
derselben schon in frühen Perioden der Geschichte begegnen. Nach 
der Steuergesetzgebung Solons wurde in der ersten Klasse das 
ganze Vermögen besteuert, in der zweiten °/4, in der dritten Sl, 
die vierte war steuerfrei. In Florenz wurden bei der decima scalata 
14 Stufen unterschieden. Im Jahre 1446 betrug der niedrigste 
Steuerfuß 8 Prozent, der höchste 50 Prozent. Guicciardinis 
Angabe gemäß benutzten die Medicäer diesen hohen Steuerfuß, um 
ihre Feinde zugrunde zu richten. In England wurde in den 
Jahren 1435 und 1450 eine Steuer ausgeworfen, welche auf 
der untern Stufe 22%, auf der obern 10 Prozent betrug. In 
Genf wurde im Jahre 1690 ein progressiver Steuerfuß einge- 
führt. Kine sächsische Einkommensteuer vom Jahre 1742 hob 
von den kleinsten Einkommen 1 Prozent ein, von den größten 
8 Prozent. In Österreich wurde im Jahre 1799 eine Einkommen- 
steuer mit 23 Stufen ausgeworfen, welche von 2'/,—20 Prozent 
stiegen. Die zweite Klasse der in Österreich im Jahre 1850 ein- 
') Stamp (a. a. O0. S. 40) sagt, die progressive Besteuerung hat erst mit 
der Grenznutzentheorie ihre reelle, sichere prinzipielle Grundlage erhalten. (?)
	        

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Kaufmanns Herrschgewalt. Verlag von G.A. Gloeckner, 1914.
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