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Finanzwissenschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1746729937
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-119900
Document type:
Monograph
Author:
Földes, Béla http://d-nb.info/gnd/119338211
Title:
Finanzwissenschaft
Edition:
2., neubearbeitete Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
G. Fischer
Year of publication:
1927
Scope:
XIV, 683 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Buch. Die Staatseinnahmen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Einleitende Lehren
  • Zweites Buch. Die verfassungsmäßige Ordnung des Staatshaushaltes und das Budget
  • Drittes Buch. Die Staatsausgaben
  • Viertes Buch. Die Staatseinnahmen
  • Fünftes Buch. Der Staatskredit
  • Sechstes Buch. Die Verwaltung des Staatshaushaltes
  • Namenverzeichnis

Full text

F. I. Abschnitt. Allgemeine Lehren. & 
Karl I. im Jahre 1641 eine allgemeine Steuer auf die Ausgaben 
eingeführt; jeder, der jährlich 100 Pfund verzehrt, zahlte 5 Pfund; 
der geringste Betrag war ein Schilling, bei einer Jahresausgabe 
von 5 Pfund !). Nach Bastable ist die direkte Verzehrungssteuer 
die ältere Form der Besteuerung, da seiner Ansicht nach die Ver- 
zehrungssteuer sich hauptsächlich aus Rudimenten von Geschenken 
und Vermögenssteuern entwickelte. Auch das Bestreben zur HEin- 
schränkung der Konsumtion und des Luxus führte früher zu solchen 
direkten Verzehrungssteuern. Nach der richtigen Bemerkung 
Bastable’s haben die direkten Verzehrungssteuern die Fehler sowohl 
der direkten als der indirekten Steuer: sie besitzen die Unpopularität 
und Starrheit der direkten Steuern ohne deren Bestimmtheit und 
Proportionalität. 
Was nun die speziellen Verzehrungssteuern betrifft, die allein 
praktische Bedeutung haben, so kommen dieselben namentlich in 
folgenden Formen vor: 1. Besteuerung einzelner Verzehrungsgegen- 
stände; 2. Besteuerung einzelner Gebrauchsgegenstände. Von diesen 
Steuern haben jene die größte Wichtigkeit, welche auf wichtigere 
Verbrauchsgegenstände auferlegt werden. Die üblichen Formen der 
Besteuerung sind hierbei folgende: a) Produktionssteuern, 
auch Produktions - Verzehrungssteuern genannt. Der betreffende 
Gegenstand wird im Stadium der Produktion besteuert. Der Vor- 
teil dieser Besteuerungsform zeigt sich namentlich dort, wo die Pro- 
duktion an nicht vielen Stellen konzentriert ist, gegenüber der Be- 
steuerung von eventuell zahllosen Konsumenten. Die Besteuerung 
der Produktion kann wieder auf verschiedene Weise erfolgen. Vor- 
erst nach der Menge des Rohstoffes, nach Menge und Qualität des 
Rohstoffes, oder nach einem speziellen Momente der Produktion 
(Anbaufläche, Zahl und Größe der Fabriksräume, Hohlraum der 
bei der Fabrikation gebrauchten Gefäße, Menge der Hilfsstoffe usw.), 
oder endlich nach der Menge und dem Werte des Produktes. Die 
Schwierigkeit der Kontrolle wird manchmal in der Weise umgangen, 
daß die Steuer in einer bestimmten Summe abgelöst wird (Pau- 
schalierung). Die Pauschalierung geschieht hinwieder entweder mit 
einzelnen Produzenten oder mit Gruppen derselben, mit ganzen Ge- 
meinden. 
b) Verkehrssteuern. Bei diesen werden die betreffenden 
Gegenstände bei jenen Personen besteuert, die dieselben in Verkehr 
') Eine Gesamtverbrauchsteuer in der Form einer verbesserten Einkommen- 
steuer (Beschränkung auf die bloß zum Verbrauch verwendeten Teile des Ein- 
kommens) ‚empfiehlt Zeiler (Einkommensabgaben, gesellschaftlicher Ausgleich 
und Gesamtverbrauchsteuer, Zweibrücken 1918). 
Földes, Finanzwissenschaft. 2. Aufl. 
481 
81
	        

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Finanzwissenschaft. G. Fischer, 1927.
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