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Finanzwissenschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1746729937
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-119900
Document type:
Monograph
Author:
Földes, Béla http://d-nb.info/gnd/119338211
Title:
Finanzwissenschaft
Edition:
2., neubearbeitete Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
G. Fischer
Year of publication:
1927
Scope:
XIV, 683 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Buch. Die Staatseinnahmen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Einleitende Lehren
  • Zweites Buch. Die verfassungsmäßige Ordnung des Staatshaushaltes und das Budget
  • Drittes Buch. Die Staatsausgaben
  • Viertes Buch. Die Staatseinnahmen
  • Fünftes Buch. Der Staatskredit
  • Sechstes Buch. Die Verwaltung des Staatshaushaltes
  • Namenverzeichnis

Full text

F. IV. Abschnitt. Die Besteuerung der geistigen und anderen Getränke. 499 
beim Austritt aus der Fabrik. In England findet die Besteuerung 
auf Grund der Bierwürze und der Menge des verbrauchten Malzes 
statt. Österreich und Ungarn hat die Steuer nach der Bierwürze. 
Die Vereinigten Staaten von Nordamerika haben die Fabrikaten- 
steuer, auf den Faßspund ist die vom Staate hergestellte Steuer- 
marke zu kleben. Auf dieser Marke ist der Name des Fabrikanten 
und das Datum der Absendung zu verzeichnen. Ohne diese Marke 
dürfen die Fässer die Fabrik nicht verlassen. Die Produktion steht 
unter strenger Kontrolle. 
Das Ergebnis der Biersteuer betrug in Deutschland (1925) 
258,2 Millionen Reichsmark, per Kopf 4,13 Reichsmark; in Deutsch- 
Österreich (1925) 25 Millionen Schilling, per Kopf der Bevölke- 
rung 3,85 Schilling, in Ungarn (1926/27) 4,4 Millionen Pengö, Kopf- 
quote 0,53 Pengö. 
4. Branntweinsteuer. In der Reihe der geistigen Ge- 
tränke nimmt der Branntwein (Alkohol) eine hervorragende 
Stelle ein. Er hat eine große Verbreitung. Als Getränk nament- 
lich der ärmsten Klassen bringt er nur geringe Steuerfähigkeit zum 
Ausdruck, nur sein hoher Alkoholgehalt empfiehlt seine Besteuerung. 
Auch hier macht sich als günstiges Moment geltend, daß die 
Qualitätsunterschiede sehr gering sind. Doch kommen auch wich- 
tige volkswirtschaftliche Interessen in Betracht. Bei der Zube- 
reitung der alkoholhaltigen Getränke stehen in erster Reihe die- 
jenigen Stoffe, die den Alkohol fertig enthalten, wie z. B. der Wein. 
Zumeist handelt es sich aber um solche Stoffe, die Zucker oder 
Stärke enthalten. Die zuckerhaltigen Stoffe werden durch Gärung 
in Alkohol verwandelt, die stärkemehlhaltigen erst in Zucker und 
dann in Alkohol. Diese Umwandlung geschieht mittels Malz, nach- 
dem die Diastase die Stärke in Zucker verwandelt. Der Zucker 
wird in Gärung versetzt und verdunstet. Bei der fabriksmäßigen 
Produktion werden zumeist stärkemehlhaltige Stoffe benutzt. Da 
diese auch andere. Stoffe enthalten, muß hier noch in den Raf- 
finerien ein Reinigungsprozeß vorgenommen werden. Nach der 
Destillation bleiben die fremden Bestandteile des rohen Alkohols 
in den Destillationsapparaten und bilden die Schlempe. Die 
Spiritusfabrikation besteht demnach aus drei Phasen: die Ein- 
maischung, die geistige Gärung und die Destillation. 
Die Besteuerungsart zeigt beim Alkohol gewisse Eigentümlich- 
keiten. Nachdem die Zahl der Stoffe, aus denen Alkohol gewonnen 
werden kann, außerordentlich groß ist, so kann, ohne Gefährdung 
des Fiskus und andererseits ohne unerträgliche Vexation der Land- 
wirte, die Besteuerung nach dem Rohstoffe nicht durchgeführt werden. 
390*
	        

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Finanzwissenschaft. G. Fischer, 1927.
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