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Finanzwissenschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1746729937
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-119900
Document type:
Monograph
Author:
Földes, Béla http://d-nb.info/gnd/119338211
Title:
Finanzwissenschaft
Edition:
2., neubearbeitete Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
G. Fischer
Year of publication:
1927
Scope:
XIV, 683 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Fünftes Buch. Der Staatskredit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Einleitende Lehren
  • Zweites Buch. Die verfassungsmäßige Ordnung des Staatshaushaltes und das Budget
  • Drittes Buch. Die Staatsausgaben
  • Viertes Buch. Die Staatseinnahmen
  • Fünftes Buch. Der Staatskredit
  • Sechstes Buch. Die Verwaltung des Staatshaushaltes
  • Namenverzeichnis

Full text

; 5. Buch. Der Staatskredit. 
primitive Wesen der Staatswirtschaft erklären es, daß auch der 
Staatskredit primitive Formen annahm und zunächst unter drückenden. 
Bedingungen zustande kam. Der Papst Innozenz VIII. war in 
so großer Geldbedrängnis, daß er die päpstliche Tiara verpfänden 
mußte. Einer der oströmischen Kaiser mußte die angebliche Dornen- 
krone des Erlösers verpfänden. Noch im Anfang des 19. Jahr- 
hunderts kann Schweden nur unter der Bedingung eine Schuld 
kontrahieren, daß es die Stadt Wismar verpfändete. Auch im 
Weltkriege treten diese primitiven Formen wieder auf. England 
gibt seinen Verbündeten nur unter der Bedingung Kredite, daß 
dieselben Gold deponieren. In Ungarn kam es häufig vor, daß 
Städte oder Staatseinnahmequellen, ja selbst die Krone des heiligen 
Stefan verpfändet wurde. Die Schulden wurden oft abgeleugnet, 
ja oft wurden die Gläubiger verfolgt und sogar ihres Lebens be- 
raubt. Der ungarische Gesetzartikel 22 vom Jahre 1608 setzt fest, 
daß diejenigen, die auf königliche Güter aus Gewinnsucht Geld 
leihen, ihres Geldes verlustig werden sollen. Nach Taine trat von 
Heinrich IV. bis Lomenie, dem Minister Ludwig XVI. 
sechsundfünfzigmal Repudiation der Staatsschulden ein !). 
Die langsame Entfaltung des eigentlichen Staatskredites beweist 
nichts besser, als dessen primitiver Zustand bis in das 19. Jahr- 
hundert. Kinige interessante Beispiele für den unvollkommenen 
abenteuerlichen Zustand des Staatsschuldenwesens finden wir auch 
in der Finanzgeschichte des österreichischen Staates. Unter den 
verschiedensten Titeln kamen Staatsschulden vor: Tempelsilber- 
schulden, Naturallieferungsschulden; zu einer Zeit gab es 101 ver- 
schiedene Schulden mit 16 verschiedenen Zinsfußen. Unter den 
Darleihern werden unter Ferdinand erwähnt: Horväth (Augs- 
burg), Perenyi, Seredy; in einem eigenhändigen Schreiben 
fordert der Kaiser (1622) die Großen des Reiches auf, an einem 
freiwilligen „Cavalieranlehen“ teilzunehmen. Viele gaben abschlägige- 
Antwort; Montecuculli antwortet nicht einmal, da er eben aus- 
fährt. Herzog Portia öffnet nicht einmal das kaiserliche Schreiben, 
da er ohnedies weiß, was es enthält ?). 
Im 18. Jahrhundert war der Staat oft genötigt, sich an einzelne: 
reiche Staatsbürger zu wenden. Im Jahre:‘1701 gibt jemand dem 
!') Einen interessanten Fall teilt Rogers (Economic interpretation of 
history S. 434) mit, daß in unseren Tagen ein Nachkomme einer florentinischen 
Familie vom englischen Staate die Anerkennung einer Schuld verlangte, die 
Eduard III. von einem seiner Vorfahren aufnahm und nicht beglich. 
?) Thorsch, Materialien zu einer Geschichte der österreichischen Staats- 
schulden vor dem 18. Jahrhundert; Mensi, Zur Geschichte der Finanzen 
Österreichs (Finanzarchiv IV. Bad.). 
568
	        

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Finanzwissenschaft. G. Fischer, 1927.
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