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Finanzwissenschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1746729937
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-119900
Document type:
Monograph
Author:
Földes, Béla http://d-nb.info/gnd/119338211
Title:
Finanzwissenschaft
Edition:
2., neubearbeitete Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
G. Fischer
Year of publication:
1927
Scope:
XIV, 683 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Fünftes Buch. Der Staatskredit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Einleitende Lehren
  • Zweites Buch. Die verfassungsmäßige Ordnung des Staatshaushaltes und das Budget
  • Drittes Buch. Die Staatsausgaben
  • Viertes Buch. Die Staatseinnahmen
  • Fünftes Buch. Der Staatskredit
  • Sechstes Buch. Die Verwaltung des Staatshaushaltes
  • Namenverzeichnis

Full text

I. Abschnitt. Allgemeine Lehren. . 
10. Politik. Sehr wichtig sind die politischen Folgen 
des Staatskreditwesens. Der Staatskredit wird zu einem Faktor 
des politischen Lebens nach innen und nach außen, im Verhält- 
nisse der Regierung zum Volke und im Verhältnisse der Staaten 
zueinander. Der Schutz der Interessen der Gläubiger spielt in die 
wichtigsten politischen Aktionen hinein und verändert deren natur- 
gemäßen Verlauf. Der Staat kann in große Abhängigkeit von den 
Banken kommen *). Es ist keine uninteressante Reminiszenz, daß 
einem ungarischen Finanzminister angeblich ein Bankier, bei dem 
jener ein Anlehen ansuchte, die Bedingung stellte, es solle vor- 
erst in Ungarn die Zivilehe eingeführt werden. Im Verlaufe des 
russisch-japanischen Krieges haben die Gläubiger Rußlands die 
Einmischung der Staaten gefordert, da die Niederlage Rußlands den 
europäischen Geldmarkt großen Gefahren aussetze. Im Jahre 1909 
hat den Ausbruch des Weltkrieges auch der Umstand verhindert, 
daß Frankreich seine 17-Milliarden-Forderungen in Rußland und 
am Balkan gefährdet sah. Eine wichtige Aufgabe des modernen 
Staatskreditwesens ist die finanzielle Kriegsbereitschaft der Staaten ?). 
Besonders tiefgreifend ist die politische Rückwirkung in solchen 
Staaten, deren Kredit auf schwachen Füßen steht und dort, wo ein 
großer Teil der Bevölkerung zu den Staatsgläubigern zählt. So 
wagte es Gambetta nicht, die Staatsschuldenkonversion durch- 
zuführen, denn er befürchtete, daß das französische Volk sich von 
ihm abwenden könnte. Nicht unbeachtet darf auch der Umstand 
bleiben, daß der Staatskredit die Regierung vom Parlament und 
von der öffentlichen Meinung unabhängiger mache und demzufolge 
den Einfluß des Volkes auf die Führung der Staatsangelegenheiten 
schwäche. Besonders nachhaltig macht sich die politische Wirkung 
des Staatskredites in den internationalen Beziehungen geltend. Die 
schwächeren, fremden Kredit benötigenden Staaten geraten in poli- 
tische Abhängigkeit der reichen kreditgewährenden Staaten, werden 
tributpflichtig und müssen oft deren Oberhoheit anerkennen, deren 
Kontrolle sich unterwerfen. Beispiele hierfür die Türkei, Agypten, 
Griechenland, Serbien, Peru, China usw. Im Weltkriege sind alle 
Staaten der Entente zu Schuldnern von England und Amerika, der 
Geldgeber, geworden, England selbst ist von Amerika abhängig 
geworden und mußte manche beschämende Bedingung annehmen. Die 
beschämendsten Bedingungen aber stellte England an seine Bundes- 
genossen. In der Regel mußten sie Faustpfand geben, so Golddepots. 
') Gladstone: „Der Staat soll nicht von der City abhängen!“ 
?) „Die politischen Vorpostengefechte werden auf finanziellem Boden ge- 
schlagen“ (Riesser, Die deutschen Großbanken, Jena 1910, S. 402). 
585
	        

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Finanzwissenschaft. G. Fischer, 1927.
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