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Finanzwissenschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1746729937
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-119900
Document type:
Monograph
Author:
Földes, Béla http://d-nb.info/gnd/119338211
Title:
Finanzwissenschaft
Edition:
2., neubearbeitete Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
G. Fischer
Year of publication:
1927
Scope:
XIV, 683 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Fünftes Buch. Der Staatskredit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Einleitende Lehren
  • Zweites Buch. Die verfassungsmäßige Ordnung des Staatshaushaltes und das Budget
  • Drittes Buch. Die Staatsausgaben
  • Viertes Buch. Die Staatseinnahmen
  • Fünftes Buch. Der Staatskredit
  • Sechstes Buch. Die Verwaltung des Staatshaushaltes
  • Namenverzeichnis

Full text

I. Abschnitt. Allgemeine Lehren. 
Staatskredites. Im Jahre 1884 waren die Beziehungen zwischen 
Deutschland und Rußland noch so intim, daß die preußische See- 
handlung an der Emission eines russischen Anlehens teilnahm. 
Im Jahre 1887 verjagt Bismarck die in Deutschland plazierten 
russischen Werte, deren Wert auf 2*'/„, Milliarden Rubel geschätzt 
wurde, aus Deutschland. Deutschland verkauft mit ziemlichem 
Verluste die russischen Papiere und Ende der 80er Jahre ist 
Deutschland ziemlich rein von russischen Papieren. Deutschland auf- 
litt bedeutende Verluste an den russischen Papieren und an den an 
deren Stelle angeschafften italienischen Papieren, welche infolge 
der ungünstigen finanziellen Lage Italiens große Kursverluste auf- 
wiesen. Rußland dagegen, welches damals gerade eine gute Ernte 
hatte, verkaufte zu günstigen Preisen seine Papiere, namentlich an 
Frankreich, welches hierbei nach Raffalovich (ein vielleicht 
zweifelhaftes Zeugnis!) einen Gewinn von 500—600 Millionen Francs 
einheimste. Jedenfalls war dies auch ein starker Hebel zur Be- 
festigung der russisch-französischen Freundschaft, die wohl Frank- 
reich ziemlich teuer zu stehen kam. 
Viele Beispiele ließen sich aus der Finanzgeschichte einzelner 
Staaten dafür anführen, welche Folgen eine unsittliche Kreditwirt- 
schaft mit sich führt. Am Anfange des 19. Jahrhunderts kommt 
Österreich nach Emission sogenannter Tilgungsanlehen, dann Zwangs- 
anlehen, worunter wohl am klassischesten das sogenannte Arrosions- 
anlehen (vielleicht besser „zur Ausbeutung der Gläubiger bestimmte 
Anlehen“) zu den abenteuerlichsten Plänen: Konfiskation aller 
Gegenstände aus Edelmetall, Konfiskation der Kirchenschätze und 
Kirchengüter, endlich zu dem Patent vom 20. Februar 1811 trau- 
rigen Angedenkens. An der Tagesordnung ist die Nichteinhaltung 
von Zahlungsterminen, Einstellung der Zinsenzahlung ; Gelder werden 
gegen ihre Bestimmung verwendet. Die Versprechen des Herrschers 
sind nicht mehr wert als leere Worte. Mehrmals wird das Ver- 
sprechen gegeben, daß Papiergeld überhaupt nicht emittiert wird 
oder bloß in beschränkter Quantität. All das steht aber mit den 
Tatsachen in grellem Widerspruch. Anstatt der auf 45 Millionen 
Gulden festgesetzten Antizipationsscheine werden 426 Millionen 
ausgegeben. Bei den Prämienschulden wird die Ziehung auf 10 Jahre 
verschoben. Ahnliches finden wir in anderen Staaten. In Frank- 
reich werden von Privaten zu wohltätigen Zwecken gesammelte 
Gelder zu staatlichen Zwecken verwendet und als der Minister 
Lomenie zurücktritt, war in den Staatskassen nur ein Betrag von 
400000 Franc, dessen Hälfte der scheidende Minister mit sich nahm. 
2. Kosten. Der Staatskredit verursacht dem Staate ansehn- 
589
	        

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Finanzwissenschaft. G. Fischer, 1927.
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