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Finanzwissenschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1746729937
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-119900
Document type:
Monograph
Author:
Földes, Béla http://d-nb.info/gnd/119338211
Title:
Finanzwissenschaft
Edition:
2., neubearbeitete Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
G. Fischer
Year of publication:
1927
Scope:
XIV, 683 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Fünftes Buch. Der Staatskredit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Einleitende Lehren
  • Zweites Buch. Die verfassungsmäßige Ordnung des Staatshaushaltes und das Budget
  • Drittes Buch. Die Staatsausgaben
  • Viertes Buch. Die Staatseinnahmen
  • Fünftes Buch. Der Staatskredit
  • Sechstes Buch. Die Verwaltung des Staatshaushaltes
  • Namenverzeichnis

Full text

IV. Abschnitt. Die verschiedenen Arten der Staatsschulden. 615 
mehr und mehr Eingang auch dort, wo das Staatsschuldenbuch 
besteht ?). 
Die über das Zustandekommen bzw. durch den Einzelnen dem 
Staate gegebene Darlehen ausgestellte Urkunde ist der Staats- 
schuldenbrief. Wo Staatsschuldenbriefe nicht ausgestellt werden, 
da erhält der Gläubiger nur eine Bestätigung der geleisteten Ein- 
zahlung. Der Staatsschuldenbrief lautet entweder auf Namen oder 
auf Inhaber. Er besteht aus drei Teilen: dem eigentlichen Staats- 
schuldenbrief (auch Mantel genannt), dem Couponbogen und der 
Couponanweisung (Talon). Der Staatsschuldenbrief enthält die Be- 
dingungen des Darlehens, welche für das Rechtsverhältnis maß- 
gebend sind, der Coupon lautet auf die fällige Zinsenforderung, der 
Talon auf einen neuen Couponbogen, wenn die dem Schuldbrief 
angefügten Coupons bereits insgesamt eingelöst sind und die Schuld 
noch nicht zurückgezahlt ist. 
Eine Betrachtung der historischen Entwicklung der Staats- 
obligationen zeigt, daß im Anfange, als die Anlehen aufgenommen 
wurden und zwar zumeist als Anlehen des Souveräns, bloß ein 
Schuldbrief ausgestellt wurde, in dem natürlich der Gläubiger und 
der Zweck der Schuldaufnahme angegeben wurde. Als es sich 
später um größere Beträge handelte, da traten mehrere Bankiers 
gewissermaßen eine Koterie zusammen und es wurde dem Haupt- 
gläubiger die Generalschuldverschreibung übergeben, den übrigen 
Teilschuldbriefe. Die weitere Entwicklung führte dann dahin, daß die 
Schuldbriefe dem Geldmarkte angeboten wurden, sie wurden infolge- 
dessen in gewissen gleichen Appoints ausgestellt und in der Schuld- 
urkunde wurde weder der Gläubiger noch die causa genannt, der 
Schuldbrief lautete nicht mehr auf Ordre, sondern auf den Inhaber, 
was natürlich die Verkehrsfähigkeit der Papiere außerordentlich 
erhöhte. Die Generalschuldurkunde fiel weg 2). 
8. Prämien-,Lotterieanlehen. Zur Aneiferung des Publi- 
kums und zur Anspornung der Bereitwilligkeit des Kapitals wurden 
verschiedene Modalitäten in Anwendung gebracht, namentlich in 
früherer Zeit, welche die Unentwickeltheit des Geldmarktes und 
des Kreditwesens charakterisierten. Hier kommen namentlich die 
sogenannten Prämienanlehen, Lotterieanlehen in Betracht. 
Bei diesen Anlehen werden die Zinsen zur Auszahlung von Ge- 
winsten verwendet, ganz oder zum Teil; im ersten Fall genießen 
) In älterer Zeit gab man der Buchschuld den Vorzug, die die Folge 
dessen war, daß die Staatsschuld eine Zwangsschuld war (Sieveking, S. 168). 
®) Siehe Siebert, Über Entstehung und Entwicklung des öffentlichen 
Kredits im Großherzogtum Baden (Schanz. Finanzarchiv. 1918 D.
	        

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Finanzwissenschaft. G. Fischer, 1927.
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