Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

error

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: error

Monograph

Identifikator:
1748012967
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-186134
Document type:
Monograph
Title:
Denkschrift über die in der Schweiz, Norwegen, Schweden, Kanada und den Vereinigten Staaten von Nordamerika getroffenen Maßnahmen zur Preisstabilisierung des Getreides sowie über die dabei gemachten Erfahrungen
Place of publication:
Berlin
Year of publication:
1926
Scope:
82 S.
graph. Darst.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Schweiz
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Denkschrift über die in der Schweiz, Norwegen, Schweden, Kanada und den Vereinigten Staaten von Nordamerika getroffenen Maßnahmen zur Preisstabilisierung des Getreides sowie über die dabei gemachten Erfahrungen
  • Title page
  • Contents
  • I. Schweiz
  • II. Norwegen
  • III. Schweden
  • IV. Kanada
  • V. Vereinigte Staaten von Nordamerika
  • VI. Literatur-Verzeichnis

Full text

schreiten mußte. Als im Februar 1925 der eid— 
genössische Abgabepreis seinen Höhepunkt erreicht 
hatte und die Weltmarktpreise zurückgingen, nahmen 
die Getreidebezüge der Mühlen derart 'ab, daß die 
Getreideverwaltung beim Müllerverband Schritte 
tun mußte. 
Die eidgenössische Getreideverwaltung hält in fast 
allen Handelsmühlen ständige Lager don Bundes— 
weizen, aus denen die laufenden Zuteilungen an 
die Müller gemacht werden. Dank dieser Einrich— 
tung ist es den Müllern möglich, wenn sie wollen, 
von der Hand in den Mund zu leben. Die Müller 
berufen sich mit Recht darauf, es liege ganz in 
der Ordnung der Dinge, daß sich Handel und 
Industrie in Zeiten billigen Rohstoffangebots ein— 
zudecken suchen, um, wenn die Rohstoffpreise steigen, 
zuerst ihre eigenen Vorräte wieder aufzubrauchen. 
Im übrigen beweise der Vorgang, daß ohne 
Monopol in Zeiten sinkender Getreidepreise die 
Mehlversorgung des Landes gefährdet werde, und 
das Monopol gerade für solche Zeiten die Ver— 
sorgung sicherflelle. Von den Monopolgegnern 
wird demgegenüber darauf hingewiesen, daß in den 
Ländern mit freier Getreidewirtschaft sinkende Ge— 
treidepreise bisher die Mehlversorgung nicht in sicht⸗ 
barer Weise gefährden, und daß auch in der Schweiz 
in der Vorkriegszeit die Müllerei auch in Baisse— 
zeiten in der Versorgung des Landes niemals ver— 
sagt habe 21). 
Als ein Vorteil der bestehenden Einrichtungen 
wird von deren Befürwortern hervorgehoben, daß 
die Freilieferung des Getreides nach jeder schweizeri— 
schen Bahnstation dem bei freier Wirtschaft un— 
aufhaltbar sich vollziehenden Prozeß der Verlegung 
des Schwergewichts der Mühlenindustrie nach den 
Grenzorten Einhalt tue. Da der. größte Teil des 
Getreidebedarfs aus dem Ausland gedeckt werde, 
so hätten die Mühlen an den Grenzorten billigeres 
BHetreide und infolgedessen billigeres Mehl, als die 
inneren Gebiete der Schweiz. Diese Betriebe würden 
Rurch Einführung des Kraftlastwagenbetriebes zur 
Einsparung hoher Bahnfrachten ihren Vorsprung 
verschärfen. Diese Verhältnisse zusainmen mit einer 
rentablen Mehleinfuhr würde die Bildung großer 
Müllereiwerke an den in Frage kommenden Grenz— 
stellen erleichtern. Eine solche Gestaltung der 
Müllerei sei aber geeignet, in bedeutendem“ Maße 
die Wohlfahrt des Landes zu beeinträchtigen.?⸗) 
Demgegenüber wird geltend gemacht, daß in der 
Vorkriegszeit, in der sich die zu behauptende Vor— 
zugsstellung von Großmühlen an den Grenzorten 
hereits hätte auswirken können, von einer“ Ver— 
legung des Schwergewichts der Müllerei nach den 
Grenzorten noch nichts wahrzunehmen gewesen sei. 
Eine Übersicht über die Verteilung der schweizeri— 
schen Handelsmühlen im Jahre 191223) zeigt eine 
ziemlich gleichmäßige Verteilung der Händels— 
mühlen über das ganze Land. Eine besondere Kon— 
zentration der Handelsmüllerei ist noch am ersten 
2) 3 6guin. „Zur Getreide- und Monopolfrage“, 
Seite 
22) „Sicherung unserer Brotversorgung“, Brugg 1926, 
Seite 28. 
28) Dr. Béguin, „Zur Getreide- und Monopolfrage“, 
Zürich 1925. Seite 20 
n den Kantonen Bern und Zürich, also zentral— 
jelegenen Gebieten, festzustellen. Zur Erklärung 
vird darauf hingewiesen: Die Greuzmühlen seien 
gegenüber den Inlandmühlen nur insoweit im Vor— 
eil, als sie in der Nähe der Mühle guten Absatz 
ür die Nebenprodukte, Kleie und Futtermehl, 
inden. Das sei bei den Grenzmühlen, insbesondere 
oweit es sich um Großstadtmühlen handele (Genf, 
zasel), nicht der Fall. Müßten alle Mahlprodukte 
rach dem Inland verfrachtet werden, so seien die 
Zrenzmühlen im Nachteil, weil die Bahnfracht für 
vetreide nach den Inlandsbezirken niedriger sei, als 
zie Bahnfracht für Mahlprodukte. Vor dem Mo— 
opol habe sich der Absatz der Mahlprodukte ganz 
zatürlich gemäß den Frachtverhältnissen jeder ein— 
elnen Mühle und unter möglichster Vermeidung 
on Doppelfrachten geregelt. Seit Bestehen der 
freilieferung des Getreides sei in dieser Beziehung 
lles auf den Kopf gestellt worden. Wenn unter 
en bestehenden Verhaͤltnissen die Inlandmühlen in 
»en Grenzbezirken mit ihrem Mehl konkurrieren 
önnten, so bedeute das nur, daß Frachten für Ge— 
reide unwirtschaftlich ausgegeben und der Allge— 
neinheit aufgebürdet würden. Es sei richtig, daß 
»urch das Getreidemonopol und die Freilieferung 
en kleineren Mühlen der Existenzkampf gegen die 
vroßmühlen erleichtert werde; durch die bestehenden 
kinrichtungen würde aber der Müller, der vor dem 
Krieg Handelsmüller und Kaufmann war, zum 
Lohn-⸗ und Kundenmüller herabgemindert. 
1. Die in der Schweiz gemachten Erfahrungen und 
ihre Anwendung auf deuische Verhaͤltniffe. 
Das schweizerische Einfuhrmonopol für Brot— 
jetreide hat es in den letzten Jahren ermöglicht, 
er inländischen Landwirtschaͤft einen verhältnismäßig 
tetigen Abnahmepreis sicherzustellen, der bei freien 
Wirtschaft nicht zu erzielen gewesen wäre. Das 
Monopol hat die örtlichen Preisunterschiede für 
Brotgetreide ausgeglichen, die Haltung eines Vor— 
ates ermöglicht, der den Landesbedarf für min— 
estens drei Monate decken kann, und das Brot— 
zetreide zu einem mäßigen und ziemlich gleich— 
ʒleibenden Preis, der nicht allzuweit über den Preis 
»es Auslandsgetreides auf freiem Markt hinaus— 
sing, zeitweise sogar unter diesem Preis blieb, dem 
berbrauch zugefuͤhrt. Diese günstigen Ergebnisse 
egen die Frage nahe, ob die in der Schweiz ge— 
roffenen Maßnahmen in Deutschland durchführbar 
vären. Zur Beantwortung dieser Frage ist es not— 
vendig, auf erhebliche Unterschiede in der Deckung 
»es Landesbedarfs au Brotgetreide und in der Art 
es Bedarfs in der Schweiz und in Deutschland 
inzuweisen. 
In der Schweiz besteht lediglich für Weizenbrot 
zedarf. Der in verhältnismaäßig geringen Men— 
jen im Lande selbst erzeugte Roggen verschwindet im 
berbrauch als Zusatz zum Weszenmehl. Aus dem 
Iusland wird Roggen nicht eingeführt. Die Schwie— 
vigkeiten, die für die Brotversorgung Deutschlands 
adurch entstehen, daß der Brotbedarf sich aus Be— 
arf für Roggenbrot und Weizenbrot zu— 
ammensetzt, daß das Verhältnis des einen Be⸗ 
arfs zum anderen sich verschiebt und daß das Ver—
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

La Question d’Orient Depuis Ses Origines Jusqu’ À Nos Jours. Librairie Félix Alcan, 1914.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fifth month of the year?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.