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Denkschrift über die in der Schweiz, Norwegen, Schweden, Kanada und den Vereinigten Staaten von Nordamerika getroffenen Maßnahmen zur Preisstabilisierung des Getreides sowie über die dabei gemachten Erfahrungen

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Bibliographic data

fullscreen: Denkschrift über die in der Schweiz, Norwegen, Schweden, Kanada und den Vereinigten Staaten von Nordamerika getroffenen Maßnahmen zur Preisstabilisierung des Getreides sowie über die dabei gemachten Erfahrungen

Monograph

Identifikator:
1748012967
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-186134
Document type:
Monograph
Title:
Denkschrift über die in der Schweiz, Norwegen, Schweden, Kanada und den Vereinigten Staaten von Nordamerika getroffenen Maßnahmen zur Preisstabilisierung des Getreides sowie über die dabei gemachten Erfahrungen
Place of publication:
Berlin
Year of publication:
1926
Scope:
82 S.
graph. Darst.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
V. Vereinigte Staaten von Nordamerika
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Denkschrift über die in der Schweiz, Norwegen, Schweden, Kanada und den Vereinigten Staaten von Nordamerika getroffenen Maßnahmen zur Preisstabilisierung des Getreides sowie über die dabei gemachten Erfahrungen
  • Title page
  • Contents
  • I. Schweiz
  • II. Norwegen
  • III. Schweden
  • IV. Kanada
  • V. Vereinigte Staaten von Nordamerika
  • VI. Literatur-Verzeichnis

Full text

beschränkung durch Zölle nur dadurch aufrecht— 
erhalten, daß die Vereinigten Staaten den Ankauf 
ihrer Erzeugungsüberschüfsse durch Darlehen an die 
Käufer im Ausland finanzieren. Dieses System hat 
seine natürlichen Grenzen in sich selbst und in der 
Tatsache, daß das amerikanische Kapital im eigenen 
Lande mit seinen, wenn auch nicht mehr „unbegrenz— 
ten“, Entwicklungsmöglichkeiten noch auf lange hin— 
aus lohnende Anlagen findet und der Mangel an 
Arbeitskraft dauernd zur Umwandlung von um— 
(aufendem Kapital in stehendes Kapital in der Form 
oon Produktions- und Verkehrsanlagen Anxeiz 
hieten wird.') Trotz aller Fortschritte in der In— 
———— 
mmer im hohen Maße ein agrarisches Land. Das 
in der Landwirtschaft der Vereinigten Staaten in— 
vestierte Kapital wurde für das Jahr 1921 auf 
65 Milliarden Dollars bexechnet gegenüber 44 Mil— 
liarden, die in der Industrie investiert sein sollen. 
Die landwirtschaftliche Bevölkerung macht beinahe 
zin Drittel der Gesamtbevölkerung aus. Sie kauft 
etwa ein Sechstel des Wertes der gesamten inländi— 
schen Erzeugung. Ihre Kaufkraft istdeshalb ein 
eutscheidender Faktor für das Gedeihen von In— 
dustrie und Handel. Die Landwirtschaft liefert fast 
die Hälfte des gesamten Wertes der Ausfuhr. Daß 
— DD—— 
den der Zeitpunkt des Verschwindens bereits er— 
rechnet wird, ändert deshalb nichts an der Bedeu— 
tung der Frage des Weizenpreises für die amerika— 
nische Volkswirtschaft. 
Wie in der Schweiz, Norwegen und Kanada sind 
die Forderungen, die jetzt mit dem Ziele einer Sta— 
bilisierung der Getreidepreise gestellt werden, nur 
zu erklären aus dem Zusammenhang mit den Er— 
sahrungen in den Kriegsjahren. Durch die Not der 
Kriegszeit gezwungen, hatte die Staatsgewalt in 
die Preisbildung für Brotgetreide eingegriffen. Auch 
Wirischaftskreise, die sonst den Gedanken einer Regie— 
rungspreiskontrolle weit von sich gewiesen hätten, 
hatten sich damit befreundet, ja sogar die Regie— 
cungspreiskontrolle als eine Zauberformel kennen— 
— G 
Wetterwolken am Himmel der amerikanischen Volks— 
wirtschaft im Sommer 1917 zu zerstreuen. 
. Die Getreidepreisstabilisierung in den Vereinigten 
Staaten während der Kriegszeit?) 
l. Allgemeine Preisbewegungwährend 
des Krieges 
Die Tatsache, die in den Vereinigten Staaten dazu 
zwang, die Preise für Waren des käglichen Bedarfs 
durch staatlichen Eingriff zu regulieren, war der 
hohe Stand, zu dem die Preise im Spätsommer 
1917 emporgeschnellt waren und die Furcht vor 
einem weiteren Ansteigen. 
Die Preise für Waren des täglichen Bedarfs 
zeigen in den 26 Jahren von 1890 bis zum Kriegs— 
ébruch eine verhältnismäßig ruhige nach auf— 
22 Hirsch, „Das ameritanische Wirtschaftswunder.“ 
ßerlin 1926 S. 183. 
z5) Vol. Garrett, „Government, Control over Prices“. 
ßeröffentlichung des War Trade Boarcdt der Vereiniaten 
Staaben. Washinaton 1920 
värts gerichtete Bewegung. Der verlässigste Maß— 
tab für die Preishöhe in dieser Zeitperiode sind die 
»on dem Bureau of Labor Statistics für „alle 
Waren“ und für wichtige Warengruppen heraus— 
gegebenen Indexzahlen: (iehe nächste Seite). 
Die Zahlen, die den Jahresdurchschnitt angeben, 
»erwischen etwas das Bild, das die Monatsziffern 
iefern. Die größte Schwankung der Indexzahl für 
„alle Waren“ innerhalb dieser Periode war ein 
Absturz von 10 v. H. im Jahre 1894, die größte 
arauf folgende Jahresschwankung die Steigerung 
im 8'v. H., welche im Jahre 1900 und wiederum 
m Jahre 1902 eintrat. Der Durchschnitt aller jähr— 
ichen Aufwärtsbewegungen zwischen 1890 und 1914 
»etrug weniger als 5 v. H., der größte Teil der Ver— 
inderungen war ein Ansteigen. Die Schwankungen 
nnerhalb der Gruppen landwirtschaftlicher Erzeug— 
risse, Brennstoffe und Beleuchtungsmittel, Metalle 
ind Metallerzeugnisse waren etwas heftiger als 
»ie bei der zusammenfassenden Zahl für „alle 
Waren“ 
Der Ausbruch des europäischen Krieges stellt den 
Beginn einer neuen Periode in der Geschichte der 
Weltpreise dar. Die Art, wie die Preise auf den 
erschiedenen Warengebieten in den Vereinigten 
ztaaten auf die Störung der normalen Preis— 
nntwicklung reagierten, weist bemerkenswerte Unter— 
chiede auf. Auf einzelnen Marktgebieten übertrug 
ich die Störung auf den amerikanischen Markt be— 
ceits im August 1914, im ganzen aber zeigten die 
Preise auch in den Vereinigten Staaten zunächst 
zas auch in anderen Ländern erkennbare Be— 
jarrungsvermögen und hielten sich noch ein volles 
Jahr nach Kriegsausbruch ziemlich nahe dem Vor— 
riegsstand. Tatsächlich weist keine Periode von drei 
iufeinanderfolgenden Jahren seit 1890 so geringe 
-chwankungen der Inderzahl für „alle Waren“ auf, 
vie die drei Jahre 1918, 1914, 1915. Die Waren— 
dreise in den einzelnen Warengruppen zeigen sich 
illerdings bereits beweglicher. Da die Bewegungen 
iber in“entgegengesetzter Richtung gingen, gleichen 
ie sich im Gesamtindex gegenseitig aus. Die Preise 
ür chemische Erzeugnisse begannen bereits einen 
Monat nach Kriegsausbruch sich aufwärts zu be— 
vegen, hatten sich nach 123 Jahren verdoppelt und 
»rlitten dann einen Rückschlag. Die Preise für 
Metalle begannen sechs Monate nach Kriegsausbruch 
zu steigen. Die stürmische Auswärtsbewegung setzte 
illerdings erst Ende 1915 ein und erreichte im 
Zommer 1917 Höhen, wie sie noch nie dagewesen 
varen. Auf der anderen Seite setzten die Preise 
ür Brennmaterialien und Beleuchtungsmittel, die 
»ereits Ende 1913 und Anfang 1914 eine leichte 
Bewegung nach abwärts durchgemacht hatten, die 
allende Bewegung in stärkerer Betonung noch ein 
jolles Jahr nach Kriegsbeginn fort, ebenso Gummi, 
ßapier und Pflanzenfaserstoffe. Die Preise für 
ahrungsmittel, Bekleidung und Baumaäterialien 
ind die Indexziffer für „alle Waren“ blieben für 
»en Anreiz, den der Krieg darstellte, bis zum Herbst 
1915 hartnäckig unempfindlich. Unterdessen hatten 
ie Regierungen von England, Frankreich und Ruß— 
and ungeheure Aufträge für Kriegsmaterial in den 
Zereinigten Staaten untergebracht, und damit kamen
	        

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Denkschrift Über Die in Der Schweiz, Norwegen, Schweden, Kanada Und Den Vereinigten Staaten von Nordamerika Getroffenen Maßnahmen Zur Preisstabilisierung Des Getreides Sowie Über Die Dabei Gemachten Erfahrungen. 1926.
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