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Iron and steel (continued) (Vol. 1, nr. 3)

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
1751319059
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-129553
Document type:
Monograph
Title:
Répertoire des administrateurs & commissaires de société, des banques, banquiers et agents de change de France et de Belgique
Place of publication:
Paris [u.a.]
Year of publication:
[1926]
Scope:
1316 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Reglement communal de la Bourse des changed et des fonds publics d'Anvers
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

7 
Arekanüsse 
30 
Aronwurzel 
II' 
Arekanüsse (Betelnüsse, lat. Nuces s. Se 
men Arecae, frz. Noix d’Arec, engl. Arecanut) 
sind die Früchte der Arekapalme (Areca Ca- 
techu), die in vielen Spielarten in Ostindien 
kultiviert wird. Jeder Baum liefert jährlich 
200—8oo Nüsse von der Größe und Härte einer 
Muskatnuß, die einen wichtigen Handelsartikel 
des südlichen Asiens bilden und von Zey- 
lon und der Malabarküste in ganzen Schiffs 
ladungen nach anderen Häfen Indiens und na 
mentlich nach China versandt werden. Neben 
14—180/0 eines aus Laurostearin und Myristin 
bestehenden Fettes, Eiweiß, etwas Gerbsäure 
und rotem Farbstoff enthalten sie mehrere Basen 
(Arekolin, Arekain), von denen nur das dem 
Pelletierin verwandte Arekolin giftig ist. In den 
Ursprungsländern werden die Nüsse mit den 
Blättern des Betelpfeffers und etwas. Kalk ge 
kaut; in der Technik finden sie zum Färbender 
Baumwolle und zur Tintenbereitung, in der Me 
dizin als Bandwurmmittel,-in der Tierheilkunde 
als Laxans Anwendung. 
Argentan (Neusilber, Packfong, Weiß 
kupfer, frz. Maillechort, engl. German silver) 
nennt man eine weiße, glänzende Metallegie 
rung aus 50—66 Teilen Kupfer, 20—30 Teilen 
Nickel und 15—20 Teilen Zink, welche um so 
weißer und silberähnlicher erscheint, je höher 
der Nickelgehalt ist. Das spezifische Gewicht der 
sehr politurfähigen Legierung liegt zwischen 8,4 
und 8,7. Man verkauft das A. gewöhnlich in Form 
von Zainen oder Platten, die großen Fabriken 
von Argentanwaren stellen sich jedoch ihrexr Be 
darf meist selber dar. Die verschiedenen Waren 
werden teils durch Guß, teils aus Argcntan- 
blech durch Treiben, Schmieden oder Prägen 
auf kaltem Wege hergestellt, da die Legierung 
heiße Schmiedung nicht verträgt. Galvanisch 
versilberte Argentanwaren kommen unter den 
Namen Chinasilber oder Perusilber in den 
Handel. 
Arghelblätter (Argeiblätter), die aus Ober 
ägypten und Nubien über Alexandrien in den 
Handel kommenden Blätter einer Asklepiada- 
zee, Cynanchutn Arghel Delile s. Sole 
nostemma Arghel Hayne, sind gräulichgrün, 
steiflederartig, beiderseits dicht behaart und be 
sitzen einen widerlich scharfen Geschmack so 
wie stark abführende Eigenschaften. Sie werden 
zuweilen den Sennesblättern betrügerischer weise 
beigemengt. 
Argonin, ein weißes wasserlösliches Pulver, 
das bei Fällung von Kaseinnatrium mit Silber 
nitrat unter Zusatz von Alkohol entsteht, wird 
als nichtätzendes Mittel gegen Tripper benutzt. 
Aristol (Amidolin, Thymotol, Thymo- 
lum), das hellschokoladenfarbige Pulver von 
Dithymoldijodid, dient als Jodoformersatz bei 
Hautkrankheiten. 
Arnika (Wohlverleih, F'allkraut, Engels 
kraut, St. Luzienkraut, lat. Arnica montana). 
Von dieser bekannten Pflanze (Gattung der 
Kompositen) der mitteleuropäischen Gebirge fin-' 
den besonders die Wurzeln und Blüten, seltener 
die Blätter medizinische Anwendung. — Die 
Arnikawurzel (lat. Rhizoma, fälschlich Radix 
Arnicae, frz. Racine d’Arnica, engl. Arnica-root) 
besteht aus dem noch mit den Wurzeln ver 
bundenen Wurzelstock, an dem man beim Ein 
sammeln, zur Verhütung von Verwechslungen 
mit den Wurzeln anderer Kompositen, die unter 
sten am Grunde scheidenartig verwachsenen 
Blätter stehen läßt. Das etwa federkieldicke 
Rhizom, welches nur an einer Seite mit zahl 
reichen, strohhalmdicken, blaßbraunen Neben 
wurzeln besetzt ist, zeigt eine höckerige Ober 
fläche und besitzt einen unangenehm aromati 
schen Geruch sowie scharfen und bitteren Ge 
schmack. Neben too/o Inulin (keine Stärke!), 
scharfschmeckendem Harz, Gummi, Wachs und 
Gerbstoff sind als wirksame Bestandteile der 
Bitterstoff Arnizin und etwa 0,5—1 0/0 eines 
ätherischen Öls vorhanden. Das letztere (Ar- 
nikawurzelöi, Oleum Arnicae) besitzt einen 
rettichartigen Geruch, das spez. Gew. 0,99 
bis 1.00 und besteht neben 200/0 Isobutter- 
säurephlorylester (C 4 H 7 0 2 . C 8 H 9 ) aus dem Di 
methyläther des Thymohydrochinons. Der mit 
Weingeist und Olivenöl aus der Wurzel her- 
gestellte Auszug wird als Arnikahaaröl gegen 
Haarausfall benutzt. — Die Arnikablätter (lat. 
F'olia oder Herba Arnicae, frz. Feuilles d’Arnica, 
engl. Arnica leaves) sind ziemlich steif, fast 
lederartig, länglich ganzrandig und von schwa 
chem Gerüche, aber scharf bitterem Geschmack. 
Die Arnikablüten (lat. Flores Arnicae, frz. 
Fleurs d’Arnica, engl. Arnica flowers) zeigen 
die bekannte F'orm der Kompo'sitenblüten. Der 
zweireihige grüne Hüllkelch, der bisweilen auch 
nebst dem Blütenboden entfernt wird (Flores 
A. cum oder sine calycibus), umschließt die 
zungenförmigen, dreizähnigen und neunnervigen 
Rand- oder Strahlblüten sowie die röhrenförmi 
gen, fünfspaltigen Scheibenblüten, diebeideeine 
ziemlich beständige gold- oder orangegelbe 
Farbe besitzen. Die Blüten schmecken scharf 
beißend, aromatisch und bitterer als Wurzeln 
und Blätter, ihr angenehm aromatischer Geruch 
wird durch ein in Menge von 0,04—0,07 o/ 0 vor 
handenes ätherisches Öl bedingt, welches wegen 
seines Gehaltes an Laurin- und Palmitinsäure 
bei Zimmertemperatur butterartig erstarrt und 
von dem Öl der Wurzeln verschieden ist. (Spez. 
Gew. 0,89—0,91 bei 30° C.) Die Amikablüten, 
welche auch in ziemlich erheblicher Menge nach 
Amerika ausgeführt werden, bilden in F'orm ihres 
alkoholischen Auszuges (Arnikatinktur, lat. 
Tinctura Arnicae, frz.Teinture d’arnica, engl.Tine 
ture of Arnica), ferner eines Extraktes (Extrac- 
tum Arnicae), eines wäßrigen Destillates (Aqua 
florum Arnicae), eines Pflasters usw. ein ver 
breitetes Volksarzneimittel. 
Aromatik, ein bekannter Bitterlikör, der nach 
Hager aus Zitronenschalen (4 Stück), Zimt, 
bitteren Orangen (je 30 g) und Nelken (7 g) 
durch Ausziehen mit 3 kg Spiritus, und Zusatz 
von 4 kg Rotwein, 2 kg Zucker und t kg Wasser 
zu dem Filtrate hergcstellt wird. Andere Re 
zepte geben auch Curagaoschalen (s. d.), Kas- 
karillrinde, Galgant, Kardamom, Kubeben, En 
zian, Zitwerwurzel, Angelika an. 
Aronwurzel (Zehrwurzel, Pfaffenpint- 
würzel, Magenwurzel, Peterkrautwurzel, 
lat. Rhizoma seu Tubcra Ari, frz. Racine d’Aron, 
engl. Wake-robin), ein veralteter Artikel des Dro 
genhandels, besteht aus dem mehligen Wurzel 
stock des in deutschen Laubholzwäldern vorkom 
menden gefleckten Aronstabs, Anim ma-
	        

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