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Das Hotel- und Gastgewerbe

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Bibliographic data

Full text: Die Arbeiterfrage

Monograph

Identifikator:
1751319059
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-129553
Document type:
Monograph
Title:
Répertoire des administrateurs & commissaires de société, des banques, banquiers et agents de change de France et de Belgique
Place of publication:
Paris [u.a.]
Year of publication:
[1926]
Scope:
1316 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Répertoire des administrateurs, commissaires, liquidateurs, curateurs, etc., de sociétés
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Arbeiterfrage
  • Title page
  • A. Erhebungs-Methode
  • B. Das seelische Verhältnis der Arbeiter zu ihrer berufsmäßigen Arbeit und ihren Arbeitsbedingungen
  • C. Die positive Wünsche der Arbeiter in bezug auf die Umgestaltung ihrer ökonomischen Lage
  • D. Die Beziehungen der Arbeiter zu den sozialen Gemeinschaften
  • E. Die Stellung der Arbeiter zu den außenberuflichen Kultur- und Lebensproblemen
  • F. Schluß

Full text

„Bin ich einige Tage ohne Arbeit,“ schreibt ein Weber, „so 
sehne ich mich nach ihrer schönen Regelmäßigkeit zurück.“ 
Solche harmonischen Wechselwirkungen bildeten naturgemäß 
nur Ausnahmen. Ein Berliner Plüschweber: „Ich verrichte immer 
dieselbe Arbeit: Doppelplüsch. Der Widerwille dagegen richtet 
sich in einer Mißstimmung gegen die ganze Umgebung. Die 
Zeit vergeht zu langsam. Eine Stunde Arbeitszeit wird zur Ewig 
keit. Und dann: die Arbeit ist ganz weiß. Alles weiß: die Kette, 
die Poile, der Schuß, alles weiß. Die gewebte Ware auch weiß. 
Das Auge hat keinen Anhaltspunkt. Ein Haß gegen die be 
stehenden Einrichtungen erfüllt die Seele, weil gar kein Mensch 
die Anstrengungen sieht, immer gleich der Maschine auf dem 
Posten sein zu müssen.“ Ein anderer Berliner Weber beschreibt 
in ca. ioo Seiten das Eldorado, wie er seine Fabrik nennt, und 
äußert sich zu dem Kapitel Arbeitsfreude wie folgt: „Zu der 
langen Arbeitszeit und dem niedrigen Verdienst kommt noch die 
den Geist verblödende Eintönigkeit und Gleichmäßigkeit der 
Arbeit selbst. Es ist ewiges Einerlei von früh bis spät. Ob ich 
webe, ob ich die Ketten oder Poilen aufbäume oder ob ich 
Faden um Faden andrehe oder ankere, alles zum Sterben lang 
weilig, eintönig, einschläfernd und ermüdend. Es ist vollständig 
gleichgültig, ob ich diesen oder jenen Artikel webe, ob ich 
auf Konfektionsplüsch-, Stoffe-, Tücher-, Chenille-, Phantasie-, 
Leinwand- oder Kleiderstoffe arbeite, die Arbeit selbst bietet 
keinerlei Abwechslung, die Eintönigkeit und Gleichmäßigkeit des 
Arbeitens ist immer dieselbe. So stehe ich denn an meinen Platz 
gebannt, Stunde um Stunde, und sehe der rastlos arbeitenden 
Maschine zu. Mechanisch wiederholen sich dieselben Handgriffe, 
wenn die eingelegte Spule abgelaufen ist. Das ist die einzige Be 
schäftigung, höchstens daß nochmals hin und wieder ein Faden 
reißt, der geknüpft werden muß. Die Hauptbeschäftigung ist 
Stehen und Beobachten. Öfters erfaßt mich eine Arbeitswut, die 
Unruhe der Maschine überträgt sich dann auf mich. Dann laufe 
ich um den Stuhl herum, und dann möchte ich der Maschine 
helfen, daß sie noch schneller arbeitet. Die Einwirkungen einer 
monotonen, inhaltslosen Beschäftigung, die Langweiligkeit des 
Arbeitsprozesses, die Sorge, zu wenig zu verdienen, alles trägt 
dazu bei, die Arbeit zur Qual und zur Unruhe zu gesltalten. Be 
trachte die Maschine als meinen Feind, wenn sie so gleichmäßig, 
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Die Arbeiterfrage. Verlag Ernst Reinhardt, 1912.
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