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Denkschrift über die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der Reichsregierung

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Bibliographic data

fullscreen: Denkschrift über die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der Reichsregierung

Monograph

Identifikator:
1757914552
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-136110
Document type:
Monograph
Title:
Denkschrift über die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der Reichsregierung
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Heymann
Year of publication:
1927
Scope:
48 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Durchführung des Arbeitsbeschaffungsprogramms der Reichsregierung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Denkschrift über die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der Reichsregierung
  • Title page
  • Contents
  • I. Arbeitsmarktkrise 1925/26
  • II. Beratungen im Unterausschuß des Volkswirtschaftlichen Ausschusses des Reichstages
  • III. Ministerialkommission für Arbeitsbeschaffung
  • IV. Durchführung des Arbeitsbeschaffungsprogramms der Reichsregierung
  • V. Finanzierung des Arbeitsbeschaffungsprogramms
  • VI. Wirkung auf den Arbeitsmarkt
  • [Anlagen]

Full text

1— 
Zu diesen Bauten, für die im Haushalt des Reichs— 
verkehrsministeriums Mittel eingestellt sind, tritt noch 
der Ausbau der Lahnkanalisierung — zunächst von der 
Mündung bis Limburg — hinzu, der als öffentliche 
Notstandsarbeit aus den Mitteln der produktiven Er— 
werbslosenfürsorge gefördert wird; auch hier sind die 
Arbeiten bereits im Gange. 
Nachträglich ist dem Reichsverkehrsministerium auch 
noch ein Betrag von 1Million .“ für die Verbesse 
rung der Hochwasserverhältnisse am Neckar in den Ge— 
markungen Stuttgart, Cannstatt und Münster zur Ver— 
fügung gestellt worden. Dieser Teil der Neckarregulie— 
rung war an und für sich entsprechend dem stromauf— 
warls gerichtet en Fortgang der Neckarkanalisierung für 
spätere Jahre in Aussicht genommen. Es haben sich 
aber im Zusammenhaͤnge mit der Verwertung des 
Truppenübungsplatzes Cannstatter Wasen Ta'sachen 
ergeben, die es auch für das Reich erwünscht erscheinen 
lassen, diese Arbeiten schon jetzt durchzuführen, zumal 
vom Lande Württemberg und den beseiligten Gemein— 
den Kostenbeikräge in Aussicht gestellt wurden, auf die 
das Reich bei planmäßiger Ausführung der Arbeiten 
im Rahmen des für den Neckarausbau vorgesehenen 
Arbei sprogramms nicht rechnen konnte. 
Die Frage, inwieweit das Reich im übrigen Bauten 
für den Hochwasserschutz fördern kann und welche Mit— 
del dafür erforderlich sein werden, wird zur Zeit im 
Reichsverkehrsministerium geprüft. Diese Prüfung 
zestaltet sich außerordentlich schwiexig, da — abgesehen 
davon, daß der Schutz der dem Hochwasser ausgesetzten 
Landstriche zur Aufgabe der Länder und nicht des 
Reiches gehört — in den meisten Fällen sehr verschie 
denartige Inseressen in Einklang gebracht werden müs— 
sen, wie sih das bei einem Einzelfall (Regulierung der 
Havelmündung) mit besonderer Deutlichkeit gezeigt 
hat. Hierbei darf noch darauf hingewiesen werden, 
daß in den letzten Jahren zahlreiche Deichbauten von 
großer landeskultureler Bedeutung als öffentliche Not— 
standsarbeiten mit Hilfe der produktiven Erwerbslosen 
ürsorge gefördert worden sind. 
Das Beschaffungsprogramm der Wasserstraßenab— 
teilung des Reichsverkehrsministeriums ist endlich noch 
durch Vorwegnahme einiger Bestellungen erweitert 
worden, die eigentlich für spätere Haushaltsjahre in 
Aus si ht genommen waren. Dabei handelt es sich um 
die Beschaffung neuer und den Ersatßz abgängiger Ge— 
räte im Gesamtwert von 3585 000 . 
Uber die grundsätzliche Frage, welche Wirkungen ein 
ausgedehn er Bau von Kanälen auf den Betrieb der 
Reichsbaͤhn hat, und wie die manchmal widerstrebenden 
Interessen der Reichsbahn und der Kanalinteressenten 
mit den größten wirtschaftlichen Nutzen für die All— 
gemeinheit gegeneinander abgegrenzt werden können, 
schweben zur Zeit Verhandlungen zwischen dem Reichs 
verkehrsministerium und der ReichsbahnGesellschaft, 
deren Ergebnis dann den Reichstag beschäftigen wird. 
Uber die gleiche grundsaätzliche Frage sind auch zwischen 
Reich und Preußen Erörterungen im Gange. 
Wohnungsbau 
Das Ziel, das die Reichsregierung sich bei ihren 
Maßnahmen zur Förderung des Wohnungsbaues gesetzt 
hatte, ist im großen und ganzen erreicht worden. Die 
Stockung des Wohnungsbaues, die in den ersten 
Monaten des Baujahres 1926 allgemein zu beobachten 
var, machte in der zweiten Hälfte des Jahres einer zu— 
iehmenden Belebung Platz; dementsprechend ging auch 
die Erwerbslosigkeit unter den Bauhandwerkern und 
Bauhilfsarbeitern in den meisten Bezirken ziemlich er 
eblich zurück. 
Das bestätigen nachfolgende Zahlen der verfüigbaren 
Arbeitsuchenden im Baugewerbe (nach der Statistik der 
Arbeitsnachweise): 
— — 
Arbeitsuchende 
gelernte 
Bauarbeiker Bauhilfsarbeiter 
Monat 
— E— 
Juu.. 
ugut 
Septenmblbe 
Rktober .. — 
1926 
89 492 107222 
84 961 —— 
2211 8740 
820 96667 
In den Summen, die das Reich aus den bereit— 
jestellten Jonds für Wohnungsbauten verausgabt hat, 
oinmt dies allerdings nicht voll zum Ausdruck. Es 
Twies sich für Lander und Gemeinden als möglich, die 
Zwischenkredite bei der großen Flüssigkeit des Geld— 
marktes zu billigen Bedingungen sich selbst zu be— 
Haffen. Die vom Reich bereitgestellten Mittel dienten 
abel als Ruͤckhalt für den Fall einer Versteifung des 
heldmarktes. 
Von dem 200 Millionen Kredit auf Grund des Ge— 
etzes vom 26. März 1926 sind von den Ländern bisher 
olgende Betraͤge abgerufen worden: 
für 2. Hypotheken von Preußen 60 000 000 , 
für 1.Hypotheken von sämt— 
lichen Laͤndern (außer Lübeck) 
insgesam 45 35891000 
Mit dem Abruf der restlichen Mittel zu Beginn des 
Zaujahres ist mit Sicherheit zu rechnen —— 
Von dem Kassenkredit in Höhe von 50 Millionen M 
Vorschüsse auf die Hauszinssteuer) sind von den Län— 
ern bisher — 
abgerufenn 27966 000 
angefordert insgesamt (ein— 
schließlich der bereits abge— 
Afenen 27 966 000 y 49675 000 
Bau von Landarbeiterwohnungen 
Wegen der Sonderaktion füür den Bau von Land— 
Ebelerwohnungen wurden alsbald nach den Beschlüssen 
Reichsregierung Verhandlungen mit den betetligten 
Aandern, in erster Linie mit Preußen, aufgenommen. 
ZDiefe exrgaben die Bereitwilligkeit der Länder, bei der 
Durchführung dieser Aktion mitzuwirken und aus 
genen Mitteln Beihilfen in gleicher Höhe zu gewähren 
vie das Reich, so daß für diesen Zweck insgesamt ein 
Zetrag von 60 Millionen M zur Verfügung stand 
Im einen verstärkten Anreiz für den Bau von Land 
Abeiterwohnungen zu geben, wurde vereinbart, als 
Beihilfe für solche Wohnungen, deren Erstellung un— 
nittelbar den Ersatz ausländischer Arbeiter zur Folge 
hat, unverzinsliche Darlehen in Höhe von etwa zwei 
Dritteln der Baukosten zu gewähren; dies ist etwa 
doppelt so viel, als bei der bisherigen Aktion zur För— 
derung von Landarbeiterwohnungen im Rahmen 
»ex vroduktiven Erwerbslosenfürsorge gewährk vurde
	        

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Le Crisi Industriali. Federazione italiana delle Biblioteche popolari, 1914.
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