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La Roumanie économique en 1926

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Bibliographic data

fullscreen: La Roumanie économique en 1926

Monograph

Identifikator:
175792096X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-136822
Document type:
Monograph
Title:
La Roumanie économique en 1926
Place of publication:
Bucarest
Publisher:
Impr. de la Cour Royale
Year of publication:
1927
Scope:
95, [28] S.
Ill., Kt., graph. Darst.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. - Généralités
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

152 
Guttapercha 
Guttapercha 
Treubii u. a., die in ganz Ostindien auf Festland 
und Inseln (Borneo, Sumatra, Java) weit ver 
breitet sind. Nachdem früher durch einen wah 
ren Raubbau, bei dem Hunderttausende von 
Bäumen einfach umgeschlagen wurden, Pala- 
quium Gutta vollständig ausgerottet worden war, 
ist man zu einem rationelleren Verfahren, viel 
fach auch zu Neuanpflanzungen übergegangen 
und zapft die Bäume jetzt meist durch Ein 
schnitte und Wegnahme eines Stückes der Rinde 
an. Der ausfließende und in Gefäßen aufgefan 
gene Saft, der eine gewisse Ähnlichkeit mit Kuh 
milch hat, gerinnt alsbald und scheidet, beson 
ders nach Zusatz von Salz, eine klumpige Masse 
ab. die mit den Händen zusammengeknetet und 
dann dem Trocknen überlassen wird. Die Roh 
ware bildet viereckige, rötlichbraune, innen hei 
lere Blöcke von 10—20 kg Gewicht und poröser 
Struktur, die sich nur schwer zerteilen lassen 
und zahlreiche Verunreinigungen von Rinde, 
Holzstückchen, Blättern, Erde und Steinchen um 
schließen. Zur Herstellung der gereinigten G. 
wird sie durch Schneid- oder Reißwalzen unter 
ständigem Zufluß von Wasser in dünne Späne 
zerteilt, darauf durch Verrühren mit viel Wasser 
von den untersinkenden Verunreinigungen be 
freit und schließlich mit heißem Wasser ge 
waschen, mit Walzwerken gepreßt und geknetet, 
zu dünnen Blättern oder Fäden ausgezogen und 
in die verkaufsfertigen Platten, Blätter, Röhren 
und Schnüre ausgewalzt. Bisweilen erfolgt auch 
eine Behandlung mit heißen Alkalien, die aber 
sorgfältig zu entfernen sind, wie überhaupt die 
häufige Wiederholung und gründliche Durch 
führung aller Reinigungsarbeiten von größter 
Bedeutung ist. Die so vorgerichtete G. zeigt 
eine gelbrötliche oder gclblichweiße Farbe, ein 
marmoriertes Aussehen und geschichtete Struk 
tur. Je länger die mechanische Bearbeitung 
durch Kneten und Walzen, besonders bei trocke 
ner Wärme fortgesetzt wurde, um so mehr ver 
liert sich das faserige Gefüge und wird bei 
gleichzeitiger Duhkelfärbung homogener. Bei ge 
wöhnlicher Temperatur lederartig, biegsam, wenig 
elastisch und leicht schneidbar, erweicht G. 
bei 6o° so weit, daß sie sich kneten und in jede 
Form bringen läßt, und wird in siedendem 
Wasser sogar klebrig und fadenziehend, nimmt 
aber nach dem Erkalten ihre frühere Beschaffen 
heit wieder an. Bei 150° tritt unter Entweichen 
eines flüchtigen Öles Zersetzung ein. Das spez. 
Gew. beträgt 0,96—0,99, In chemischer Hip 
sicht besteht sie aus einem Kohlenwasserstoff 
Gutta von der Formel (C 10 Hi 6 )n und verschie 
denen harzartigen Oxydationsprodukten des 
selben, Alban (nach Tschirch in Sphärit-, Kri 
stall-, Isosphärit-AIban und Albanan unterschie 
den) sowie einen gelben Farbstoff Fluavil 
(C 10 Hi 6 O)n. Daneben finden sich Gerbstoffe, 
Zucker und Salze, aber kein ätherisches Öl. 
Gute Lösungsmittel sind Chloroform, Schwefel 
kohlenstoff, Tetrachlorkohlenstoff und Benzin, 
hingegen wird durch Alkohol mir eine wachs 
artige Substanz ausgezogen, Wasser, Alka 
lien und die meisten Säuren, selbst Flußsäure, 
sind ohne Einwirkung. Nur stärkste Salpeter 
säure und Schwefelsäure zerstören G. Durch 
Auflösung in 20 Teilen Benzol und Fällung mit 
dem doppelten Volum Alkohol erhält man die 
rein weiße G. depurata alba, die zur Aus 
füllung hohler Zähne und Anfertigung künst 
licher Gebisse dient und in Ferm dünner Stengel- 
chen unter Wasser aufbewahrt wird. Durch Er 
wärmen mit Schwefel läßt sich G. ganz wie 
Kautschuk vulkanisieren und verliert dadurch 
die Eigenschaft, bei höherer Temperatur zu er 
weichen und von den vorgenannten Lösungs 
mitteln aufgelöst zu werden. Auch können der 
G. durch Zusammenkneten Farbstoffe und Füll 
mittel einverleibt werden. Von den zahlreichen 
Verwendungen spielt die ümkleidung elek 
trischer Kabel, besonders unterseeischer, die 
größte Rolle, weil G. wegen ihrer Undurchdring 
lichkeit für Wasser und Elektrizität geradezu 
unersetzbar ist. In chemischen Laboratorien 
und photographischen Werkstätten werden Wan 
nen, Flaschen für Flußsäure, Röhren und an 
dere Gefäße zur Aufbewahrung ätzender Flüssig 
keiten viel benutzt. Als Nichtleiter der Elektri 
zität, aber durch Reibung selbst elektrisch wer 
dender Körper dient G. zur Plerstellung elektri 
scher Apparate, z. B. a'.s Ersatz der Harzkuchen 
an Elektrophoren. — Guttaperchalösungen 
nimmt man zum Ankleben von Schuhsohlen. — 
Guttapercha in dünn ausgewalzten Blättern, 
Guttaperchapapier (lat. Percha lamellata) dient 
zum Einwickeln vor Feuchtigkeit zu schützender 
Waren (photographischer P atten und Papiere), 
zur Herstellung von Kitten für Lederriemen oder 
zum Kitten von Leder auf Holz oder Metall, 
zum Schienen bei Arm- und Beinbrüchen und 
zum Verbinden bei Prießnitzumschlägen. Auch 
stellt man aus G. Matrizen für galvanopla 
stische Niederschläge her, indem man sie auf 
den zu formenden Gegenstand im erwärmten 
Zustande aufpreßt. — Traumatizin, eine Lö 
sung von weißer G, in Chloroform, wird wie 
Kollodium gegen Schnittwunden angewandt. Da 
G. bei längerem Lagern, namentlich in def 
Kälte, durch Oxydation leicht brüchig wird, zer 
bröckelt und zerfällt, muß sie bei Zimmertempe 
ratur unter Luftabschluß verwahrt werden.
	        

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The Elements of Economic Geology. Methuen, 1928.
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