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Die Berliner Arbeiterbewegung von 1890 bis 1905

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Bibliographic data

fullscreen: Die Berliner Arbeiterbewegung von 1890 bis 1905

Monograph

Identifikator:
1758394757
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-136209
Document type:
Monograph
Author:
Taussig, Frank William http://d-nb.info/gnd/120199459
Title:
International trade
Place of publication:
New York, NY
Publisher:
Macmillan
Year of publication:
1927
Scope:
XXI, 425 Seiten
graph. Darst.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Part I. Theory
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Berliner Arbeiterbewegung von 1890 bis 1905
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Die Entwicklung der inneren Politik Deutschlands seit 1890
  • Zweites Kapitel. Die soziale Entwicklung Berlins von 1890 - 1905
  • Drittes Kapitel. Die Parteiorganisationen unter dem gemeinen Recht
  • Viertes Kapitel. Bemerkenswerte Konferenzen und beschließende Versammlungen der Sozialdemokratie Berlins
  • Fünftes Kapitel. Die bedeutsamsten Demonstrationsversammlungen der Berliner Arbeiterschaft
  • Sechstes Kapitel. Die Wahlen zum Deutschen Reichstag in Berlin und den Vororten
  • Siebentes Kapitel. Die Vertretung der Sozialdemokratie Groß-Berlins in den Kommunalverwaltungen
  • Achtes Kapitel. Die Sozialdemokratie in den Gewerbegerichten und den Kaufmannsgerichten Groß-Berlins
  • Neuntes Kapitel. Die Gewerkschaftsbewegung Berlins
  • Zehntes Kapitel. Die bedeutsamsten gewerkschaftlichen Kämpfe Berlins
  • Elftes Kapitel. Der große Bierboykott von 1894
  • Zwölftes Kapitel. Die gewerkschaftliche Bewegung der Handlungsgehilfen Berlins
  • Dreizehntes Kapitel. Die sozialdemokratische Frauenbewegung Berlins
  • Vierzehntes Kapitel. Die Berliner Arbeiter-Sanitätskommission und der Boykott der Charité
  • Fünfzehntes Kapitel. Die Schöpfungen der Berliner Sozialdemokratie für Bildung und Kunst
  • Sechzehntes Kapitel. Die Entwicklung der sozialdemokratischen Presse Berlins
  • Siebzehtes Kapitel. Die Wahlen zum preußischen Abgeordnetenhaus
  • Achtzehntes Kapitel. Die Entwicklung der Maifeier in Berlin
  • Neunzehntes Kapitel. Die Opfer und die Bilanz des Kampfes

Full text

An die 
Handlungsgehilfen Berlins! 
RoUegen! 
Di, Handlungsgehilfen sind <«» L°g» 
ver FazraldrmoLraire übergrschwenkt! 
Endlich kommt der freisinnigen Volkspartei diese Cr- 
jkerMtniß. Sie sucht daher in letzter Stunde zu retten, was 
iwch zu retten ist, um die wenigen ihr treu gebliebenen üuch 
schon schwankenden Kollegen an ihr /verschlissenes Banner 
zu fesseln. 
Doch wie thut sie das? Unfähig, ein eigenes Flug, 
ökatt zu verfassen, greift sie rn den bekannten Lngensäck der 
„Freisinnigen Zeitung" und druckt den Extrakt derselben 
als Flugblatt. 
Kollegen! Die sozialdemokratische Partei soll sich erst 
vor den Wahlen ‘ drs 8 Uhr-Ladenschlussev erinnert hohen: 
so steht auf der ersten Seite des Machwerks! Ihr, die Ihr 
unser Blatt, „Der Handels-Angestellte", gelesen habt. wißt, 
daß. so lange diese Frage aus der Tagesordnung ist. wir, 
die sozialdemokratischen Handlungsgehilfen, unentwegt für 
diese Forderung eingetreten ' sind und daß sich im gleichen 
Sinne der sozialdemokratische Parteitag zu Gotha 1896 
entschieden hat. — Aber dir Abschreiber des Flugblattes 
Sesne« 1-r alleine die Unwahrheit ihrer Behauptung. 
Denn wie steht auf der zweiten Seite ihres Machwerks? 
„Die Sozialdemokratie macht den Freisinnigen zum Vorwurf, 
daß in der Kommission für das Handelsgesetzbuch ihre An 
träge auf Einführung eines MaximalarbeitStatzeS für 
Handlungsgehilfen mit allen Stimmen gegen die der Sozial 
demokraten abgelehnt worden sei." 
Die foziardemokratifche Partei hat bereits im 
Jahre 1830 bei Vorlage eines Entwurfes, zu eiuem voll- 
ständigen Arbeiterschutzgesrtz die Festlegung der Arbeitszeit 
nLch für das HandekSgrwerbr gefordert und fcitd-m ist 
r.nsrre Presse unausgesetzt dafür eingetreten. 
Die frerstnurse NoU-.oparter dagegen hat sich in 
der von den freisinnigen Kollegen zitirlen Rede Eugen Richters 
Argen den gesetzlichen 8 Uhe-Laderrfchl«tz erklärt, 
trotzdem der Herr alle Mißstände im Handelsgewerbe, die 
nach den entsetzlichen Enthüllungen in der Kommission für 
Ar'oeiterstatistik klar vor Allee Augen lagen, anerkennen 
mußte. Und wie nennt das freisinnige Muchwer! eine solche 
Stellungnahme? „Jeder Unbefangene wird zugeben müssen, 
daß diese Stellung die Jnterrss« der Handlungsgehilfen in 
jeder Beziehung berücksichtigt.- Wer lacht da? — Wir 
wiederholen noch einmal den Vorwurf, daß Mitglieder der 
freisinnigen Volkepartei bei Gelegenheit der Berathung des 
Antrages Gemp auf Verschlechterung der Sonntagsruhe 
im Abgeordnetenhause geschwiegen haben! Zum Eintreten 
für die Interessen der Handelsangestellten bedurfte es bei 
dieser Gelegenheit nur Mannesmuth. der auch diesmal den 
14 Freisinnigen 'wieder fehlte. 
Unerhört ist der Vorwurf, die sozialdemokratische Partei 
habe ihre Anträge bei Berathung des Handelsgesetzbuches 
nicht ernst gemeint! Wie würden die freisinnigen Mannes, 
freien zetern, wenn wir einen solchen Borwurf bei irgend 
einem Antrage der Freisinnigen in die Welt schleuderten! — 
Die Freisinnigen sagen weiter, unsere Angriffe seien nnr aüü 
dem Zusammenhange herausgerissen. Theile von Reden. 
Gut? Lassen wir die Thaten sprechen. 
Dir Irrlstunstzevr, beider Richtungen. HkLurmtett 
gegen die gesetzliche Festlegung der Sonntagsruhe; 
gegen die Einrichtung von kaufmännischen Schiedsgerichten 
analog den Gewerbegerichlen; 
gegett die Sitzgelegenheit für Verkäuferinnen; 
gegrr» Beschränkung der Arbeitszeit für jugendliche Arbeiter 
und Gehilfinnen; 
gsgett MinimalründigungSfrist von 4 Wochen; 
gegen Freigabe von zwei Stunden täglich für Kollegen in 
gekündigter Stellung; 
gegen die Festsetzung einer gesetzlichen Arbeitszeit im HandelS» 
gewerbe, getreu den Worten Eugen Richters: „Die 
freisinnige Vollspartet ist gegen die Einführung eines 
allgemeinen Maximalarbeitstages." (Abc-Buch für 
1893. S. 24.) 
Die Frrlstrmrge». beider Richtungen. fttmwltn 
füv die Konkurrenzklausel; 
und fKe die Knebelparagrapheu 9 uud 10 des Gesetzes gegen 
den unlauteren Wettbewerb. 
Das find Thatsache». rmd Thatsache»« vshtu 
eltte eindringliche Sprache. 
Um diesen Verrath, an unseren vitalsten Interessen zu 
verschleiern, glauben die Abschreiber des Flugblattes, auf 
die Verhältnisse der Handlungsgehilfen im Zukunftsstaare. 
natürlich wie er in ihrem Hirn spukt, hinweisen zu müssen. 
Wie steht es aber in der Gegenwart? 
Ist wirklich jeder Chef Handlungsgehilfe gewesen? 
Kann wirklich jeder Handlungsgehilfe Chef werden? 
, ; [ 173 und 174. Flugblatt zur Reichstagswahl 1898
	        

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Die Berliner Arbeiterbewegung von 1890 Bis 1905. J.H.W. Dietz Nachfolger, 1924.
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