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Der historische Materialismus

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Bibliographic data

fullscreen: Der historische Materialismus

Monograph

Identifikator:
175994050X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-137069
Document type:
Monograph
Author:
Gorter, Herman http://d-nb.info/gnd/118718207
Title:
Der historische Materialismus
Edition:
3., bedeutend verm. Ausg.
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Buchh. für Arbeiterliteratur
Year of publication:
1928
Scope:
137 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
V. Das gesellschaftliche Sein bestimmt den Geist
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der historische Materialismus
  • Title page
  • I. Die Aufgabe der Schrift
  • II. Was der historische Materialismus nicht ist
  • III. Inhalt der Lehre
  • IV. Unsere Beispiele
  • V. Das gesellschaftliche Sein bestimmt den Geist
  • IV. [i.E. VI.] Schluß

Full text

—— 10 — 
Göttern notwendig, ein Gott genügt. Und da „Gut und 
Böse“ geistige Begkiffe sind, wird dieser Gott dann leicht 
als Gesst vorgestellt. 
In der Warengesellschaft herrscht die geistige Arbeit 
siber die Handarbeit. Die Regelung, die Verwaltung des 
Betriebs und des Staates ist Sache des Kopfarbeiters; der 
Handwerker ist, wenn nicht der Sklave, so doch der Unter— 
Feordnete. Auch das führte dazu, im Geist das Göttliche 
zu sehen, Gott als einen Geist zu betrachten. 
Es kam hinzu, daß in der warenproduzierenden Ge— 
sellschaft jeder Mensch ein Individuum für sich wird, das 
n Konkurrenzkampf mit anderen steht. Jeder Mensch wird 
dort zum allerwichtigsten Objekt für sich selbst und — weil 
er in seinem Geist alles empfindet, überlegt, entscheidet — 
wird sein Geist zum allerwichtigsten Teil dieses Objektes. 
Das mußte die Menschen dieser Gesellschaft auch sehr ge⸗ 
eignet machen, den Geist als göttlich und Gott als einen 
ndividualistischen, für sich selbst bestehenden Geist zu be— 
trachten. 
Auch die Unsicherheit des Loses des Menschen in der 
Warengesellschaft trug dazu bei. Selbst beherrschte man 
sein Leben nicht, doch berlangte und wollte man es. Darum 
erdachte man sich einen Gott, der es täte. 
Die Technik hatte den Menschen schon so weit gebracht, 
daß er nicht mehr einen Stier vergöttlichte, oder eine Kattze, 
einen Ibis, einen Baum oder die menschliche Körperkraft, 
aber noch nicht so weit, daß er das Wesen des Denkens und 
die Begriffe gut“ und „chlecht“ erstehen konnte. Des⸗ 
halb wurde damals dieses Geistig⸗Sittliche, das in jener 
Gesellschaft übermächtig, aber unbegreiflich war, für gött— 
lüch erklärt. Und so ist es in der Warengesellschaft bis zum 
heutigen Tage geblieben. Gott ist ein Geist“, sagt man 
aͤuch jetzt noch, und die sittlichen Begriffe haben auch jetzt 
noch sür die meisten einen übernatürlichen Ursprung. 
Und, wie immer, war dieses Götterbild der herrschen— 
den, der denkenden Klasse eine Waffe in den Händen der 
Herrscher gegen die arbeitenden Klassen. 
Solange die damals bekanute Welt noch nicht ein 
zkonomischeßs und politisches Ganzes, das heißt eine 
große Warengesellschaft war, blieb in ihr natürlich noch 
Raum sur mehrere Götter, auch noch für Naturgötter. Als 
aber erst der Welthandel der Griechen, dann Mexander von 
Mazedomen und schließlich die Roömer um das Mittellän⸗ 
dische Meer ein warenproduzierendes Weltreich schufen,
	        

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