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Der historische Materialismus

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Bibliographic data

fullscreen: Der historische Materialismus

Monograph

Identifikator:
175994050X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-137069
Document type:
Monograph
Author:
Gorter, Herman http://d-nb.info/gnd/118718207
Title:
Der historische Materialismus
Edition:
3., bedeutend verm. Ausg.
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Buchh. für Arbeiterliteratur
Year of publication:
1928
Scope:
137 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
V. Das gesellschaftliche Sein bestimmt den Geist
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der historische Materialismus
  • Title page
  • I. Die Aufgabe der Schrift
  • II. Was der historische Materialismus nicht ist
  • III. Inhalt der Lehre
  • IV. Unsere Beispiele
  • V. Das gesellschaftliche Sein bestimmt den Geist
  • IV. [i.E. VI.] Schluß

Full text

89 — 
offen ist. Es ist nicht möglich, zu gleicher Zeit einander 
den Markt, die Stellung, die Arbeit im Konkurrenzkampf 
zu nehmen und zugleich der inneren Stimme zu gehoörchen, 
die uns von der Urzeit her zuflüstert, zu unseren Mit— 
menschen zu stehen, da zwei staͤrker sind als einer. Es ist 
unmöglich, und jede Lehre, die da sagt, so kann und soll es 
sein, führt zur Heuchelei. 
In seiner Analyse der Waren, der Kapitalproduktion 
hat Marx aufgedeckt, wie der Charakter solcher Menschen, 
die unabhängig voneinander ihre Produkte als Waren 
produzieren, notwendig werden muß: feindselig und ent— 
fremdet, nicht mehr im Verhältnis von Menschen zuein— 
ander, sondern wie Dinge, wie Stücke Leinwand, Ballen 
Kaffee, Tonnen Erz, Haufen Geld; so hat Marx das wirk— 
liche Verhältnis der Menschen zueinander aufgezeigt, das 
tatsächliche Verhältnis und nicht jenes, das nur in der 
Phantasie der Dichter oder in den Predigten der Priester 
besteht. 
Zweitens aber hat die Entwicklung der Technik und 
die Arbeitsteilung Menschengruppen erzeugt, deren Mit— 
glieder, obgleich untereinander oft in Konkurernzkampf be— 
griffen, dennoch anderen Gruppen gegenüber diefelben 
Interessen haben, mit anderen Worten, die gesellschaftlichen 
Klassen. Die Grundbesitzer haben den Industriellen, die 
Unternehmer den Arbeitern gegenüber dieselben Inter— 
essen, und umgekehrt. Mögen sie sich auf dem Markté auch 
gegenseitig Abbruch tun, im Kampfe für die Getreidezölle 
haben alle Grundbesitzer, im Kampfe für Schutzzölle auf 
Industrieprodukte alle Industriellen, im Kampfe gegen 
gute Arbeiterschutzgesetze alle Unternehmer dasselbe 
Interesse. 
Der Klassenkampf tötet also auch ein gut Teil der 
Sittlichkeit, denn das sittliche Gebot kaun nicht einer Klasse 
zegenüber gelten, die die unsere zu vernichten oder zu 
schwächen versucht, und jene Klasse kann auch der unseren 
gegenüber keine Selbstaufopferung und Treue empfinden 
Nur innerhalb der Klasse kann auf den Gebielen des 
Klassenkampfes noch von irgend einem sittlichen Gebot die 
Rede sein; der anderen Klasse gegenüber gilt das höchste 
sittliche Gebot ebensowenig wie dem Feinde gegenübet So 
wenig man im Kriege daran denkt, sich für den Feind zu 
opfern, so wenig fällt es jemand ein, dem Mitglied der 
gegnerischen Klasse, als sohch em, beizustehen Gleich— 
wie bei einigen Tieren das sittliche Gebot nur den Mi— 
zliedern derselben Herde gegenüber gilt, gleichwie es bei
	        

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National Banking under the Federal Reserve System. The National City Bank of New York, 1927.
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