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Die Industrialisierung der deutschen Landwirtschaft, eine neue Phase kapitalistischer Monopolherrschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Die Industrialisierung der deutschen Landwirtschaft, eine neue Phase kapitalistischer Monopolherrschaft

Monograph

Identifikator:
1761920847
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-153170
Document type:
Monograph
Author:
Hoernle, Edwin http://d-nb.info/gnd/118705660
Title:
Die Industrialisierung der deutschen Landwirtschaft, eine neue Phase kapitalistischer Monopolherrschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Internationaler Arbeiter-Verl.
Year of publication:
[1928]
Scope:
74 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
VI. Agrarkapitalist und Bauer in der neuen Phase
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Industrialisierung der deutschen Landwirtschaft, eine neue Phase kapitalistischer Monopolherrschaft
  • Title page
  • I. Landbundoffensive und Bauernschaft
  • II. Das Bündnis des Agrar- und Finanzkapitals
  • III. Das Hilfsprogramm des Bürgerblocks
  • IV. Der innere Prozeß der Rationalisierung
  • V. Die Standardisierung
  • VI. Agrarkapitalist und Bauer in der neuen Phase
  • VII. Rationalisierung und Landarbeiterschaft
  • VIII. Schlußfolgerungen
  • Nachtrag
  • Contents

Full text

Millionen Hektar mit Klee, Für die Obstanlagen als Hauptnutzung 
auf Aeckern, Wiesen und Viehweiden ergibt sich einschließlich der 
3883 Hektar württembergische Baumäcker gegenüber dem letzten 
Vorkriegsjahr mit 48 752 Hektar eine wesentliche Vergrößerung 
der bebauten Flächen auf 85 138 Hektar, 
Ziemlich klar erkennt man hier die Zunahme des Anbaues von 
Futterpflanzen, Futtergetreide, Wiesengräsern und Sonderkulturen 
auf Kosten des Brotgetreidebaues. 
Wie in der Viehwirtschaft, zeigt sich die großbetriebliche 
Ueberlegenheit auf allen anderen Gebieten, So wurde z, B. auf der 
Hauptversammlung des Vereins deutscher Ingenieure am 10, 5, 25 
folgender interessante Bericht über das vom Oberamtmann Schurig 
bewirtschaftete Rittergut Markee bei Nauen (Provinz Brandenburg) 
gegeben: 
„Bei Verwendung von „Svalöfs-Panzerweizen” betrug in Markee die 
Aussaat nur 56 kg/ha (Durchschnitt Provinz Brandenburg 165 kg/ha, 
Ernteertrag 4,32 t/ha in Markee (Durchschnitt Brandenburg 2 t/ha), Der 
Ernteertrag war also weit über 100 v, H, höher als der durch- 
schnittliche Ernteertrag der Provinz Brandenburg, des besten 
deutschen Getreidegebietes im Jahre 1924, Die Aussaatmenge betrug in 
Markee nur 33 v. H. der durchschnittlichen Aussaatmenge in der Pro- 
vinz Brandenburg“. 
Neben einer wissenschaftlichen Düngung werden diese Erfolge 
nn Markee hauptsächlich auf die Methoden der Aussaat mittels 
Dünnsaat-Drillmaschine zurückgeführt. Eine wesentliche Neuerung 
auf diesem Gebiet. ist auch die Einführung der Binzelsäe- 
Maschine, die jedes Korn einzeln in gleichen Abständen in den 
Boden steckt, Während der Kleinbetrieb, dem die Anwendung 
dieser Maschine verschlossen ist, im Durchschnitt bei Getreide das 
Zehnfache der ausgesäten Mengen erntet, wurden infolge Anwen- 
dung dieser Maschine schon 113fache Erträge geerntet, 
Wie rückständig heute schon der bäuerliche Kieinbetrieb in der 
Getreidewirtschaft gegenüber dem Großbetrieb ist, beweist auch 
die Erntestatistik, Trotz schlechter Bodenbeschaffenheit sind 
die Erträge an Roggen, Weizen, Gerste und Hafer auf den Hektar 
gerechnet in den Provinzen Brandenburg und Hannover 
um rund 25 bis 40 Prozent höher als im Freistaate Bayern, Der 
Verein deutscher Ingenieure führt das in der Hauptsache auf die 
überwiegende Anwendung von Drillmaschinen in den beiden preu- 
Bischen Provinzen, wo Großbesitz und Großbauerntum vorherrschen, 
zurück. Dazu kommen natürlich bessere Bodenbearbeitung, Düngung 
vermehrte Anwendung von Hackmaschinen. Ein starkes Hemmungs- 
moment im Kleinbetrieb ist die Zerrissenheit und weite Streuung der 
Ackerstücke, die in schmalen Streifen über die Markung verteilt 
sind und oft noch Flurzwang nötig machen, (Hierzu vgl. Nachtrag S. 73.) 
An der Mechanisierung und Standardisierung der Landwirtschaft 
kann der kleine Bauer nur ganz beschränkten Anteil nehmen. Nicht 
nur deshalb, weil ihm das Kapital fehlt, Der Umfang seiner Wirt- 
schaft ist zu klein, um eine rationelle Verwertung des Maschinen- 
kapitals zu erlauben. Kleine Maschinen für. den Kleinbetrieb
	        

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Die Industrialisierung Der Deutschen Landwirtschaft, Eine Neue Phase Kapitalistischer Monopolherrschaft. Internationaler Arbeiter-Verl., 1928.
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