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Deutsche Wirtschafts- und Finanzpolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsche Wirtschafts- und Finanzpolitik

Monograph

Identifikator:
1761960571
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-144401
Document type:
Monograph
Title:
Deutsche Wirtschafts- und Finanzpolitik
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Selbstverl. des Reichsverb. der Dt. Industrie
Year of publication:
1925
Scope:
67 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Begründung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Wirtschafts- und Finanzpolitik
  • Title page
  • Contents
  • Vorschläge
  • Begründung

Full text

zeigt die Neigung, aus Anlaß eines 
üder weniger Einzelfälle allgemein 
die Industriekartelle zu verurteilen. 
Generell läßt sich überhaupt nicht 
feststellen, ob die Kartelle gut oder 
schlecht sind. Es kommt in jedem 
Einzelfall auf die Maßnahmen der 
Kartelleitung und die Handhabung 
dieser Maßnahmen durch die Kar- 
tellmitglieder an. Gesunde Kartelle 
werden sich nicht. dazu verleiten 
lassen, um vorübergehender Vorteile 
willen ihre Stellung zu mißbrauchen. 
Im Bewußtsein ihrer Verantwortung 
sollen die Kartelle auf diejenigen 
Maßnahmen verzichten, die nicht 
den Erfordernissen der Gesamtwirt- 
schaft und des Gemeinwohls ent- 
sprechen. Die Praxis lehrt, daß Kar- 
telle mit einer gesunden und verant: 
wortlichen Kartelltätigkeit alle Kri: 
sen auf die Dauer am besten über- 
stehen. Durch ihre Arbeit fördern 
sie nicht allein die angeschlossene 
Industrie, sondern werden auch von 
dem betroffenen Abnehmer weit: 
gehend anerkannt. 
Die Industriekartelle sind fast 
ausnahmslos Kinder der Not. Sie 
entstehen, wenn durch Überproduk- 
on oder geringe Aufnahmefähig- 
keit des Marktes Schwierigkeiten 
vorliegen. Ihre Aufgabe ist 
es, Erzeugung und Absatz 
zu ordnen und zu verhin- 
dern, daßdurchSchleuder: 
preise Wertenichtnurdem 
Verkäufer, sondern auch 
der gesamten Wirtschaft 
verlorengehen. 
Die durch die Kartelle erreichte 
Ordnung darf aber nicht in Erstar: 
rung und Rückständigkeit ausarten. 
Technik und Organisation der In: 
dustrie müssen sich dauernd den Er- 
fordernissen der Gegenwart an: 
passen. Der Versuch, technischen 
oder wirtschaftlichen Rückstand 
durch Kartellmaßnahmen zuschützen, 
muß als ein Mißbrauch des Kartell: 
jedankens bezeichnet werden. Ruhe 
ınd Sicherheit in der Preis: und 
Äarktgestaltung durch die Kartelle 
‘ollen wirtschaftliche Kräfte frei: 
nachen und auf die Hebung der 
’roduktivität lenken. 
Es ist ein Trugschluß, anzunehmen, 
laß bei einer Auflösung solcher 
Sartelle die Preise sich dauernd er: 
1äßigen. Gewiß würde zunächst ein 
vilder Preiskampf einsetzen, der 
‚ber schließlich nach Vernichtung 
ron erheblichen Teilen der Pro- 
luktionsmittel und nach großer Ars 
‚eitslosigkeit zu neuen Zusammen: 
chlüssen — wahrscheinlich in 
esterer Form als früher — führen 
aüßte. | ; 
Wollen die Kartelle das volkswirt: 
chaftlich gesunde Ziel der Ordnung 
n Erzeugung und Absatz erreichen, 
:o müssen sie eine vernünftige 
”reispolitik betreiben. Jede 
ibertriebene Preispolitik wird sich 
n erster Linie an den Kartellmit- 
jliedern rächen, denn sie führt 
"wangsläufig zur Bildung von 
\ußenseitern und damit schließlich 
1ır Zerstörung des Kartells. 
Wenn auch eine Anpassung der 
Sartellpreise an die Wirtschaftslage 
rforderlich ist, so dürfen die Kars 
alle dabei nicht ihre Hauptaufgabe 
ergessen, für Stetigkeit in der Preis- 
ınd Wirtschaftsgestaltung zu sor- 
jen. In ihrer Preispolitik sollen die 
Sartelle nicht extreme Fälle berück: 
‚ichtigen. Bei der Preisfeststellung 
lürfen nicht die Kosten leistungs: 
ichwacher Mitglieder oder unwirt: 
;chaftlicher Betriebe maßgebend 
‚ein. 
Grundlage einer gesunden Preis- 
olitik sind ferner Festpreise. 
Die sogenannten Kon ditionen: 
‚artelle erstreben die Herbei- 
ührung einer gesunden Ordnung auf 
lem Gebiete der Zahlungs: und Ver: 
caufsbedingungen. Nur dann, wenn 
ler Erzeuger darauf rechnen kann,
	        

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Der Wald Und Seine Arbeiter. Vorstand des Deutschen Landarbeiter-Verbandes, 1920.
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