Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik

Monograph

Identifikator:
1762680025
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-144170
Document type:
Monograph
Author:
Bücher, Hermann http://d-nb.info/gnd/13356293X
Title:
Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Selbstverl. des Reichsverbandes der Deutschen Industrie
Year of publication:
1925
Scope:
44 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Grundsätzliche fragen der Steuerreform
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik
  • Title page
  • Contents
  • Grundlagen der Wirtschafts- und Handelspolitik
  • Gegenwärtiger stand der Handelsvertragsverhandlungen
  • Arbeiten des Reichswirtschaftsrates für die Zolltarifrevision
  • Grundsätzliche fragen der Steuerreform

Full text

keit schon früher ausscheidenden Unter: 
offiziere und Mannschaften eine Lebensfrage 
für die Armee ist. Pflichtgetreue, staatser: 
haltend gesinnte Männer werden Sich nur 
dann verpflichten für den Heeresdienst und 
werden nur dann 12 Jahre ihres Lebens 
vaterländischen Interessen opfern, wenn sie 
wissen, daß für ihr späteres Fortkommen 
wirklich nachdrücklich gesorgt wird. 
Von einer guten Unterbringung hängt 
die Stimmung im Heere und die Güte des 
Ersatzes ab. Die Leute tun mißmutig ihren 
Dienst, wenn sie sehen, daß ihre ausge» 
schiedenen Kameraden untätig und stellung: 
los in den Kasernen herumsitzen und daß 
ihnen später das gleiche Los beschieden sein 
wird. Kein junger Mann meldet sich dazu, 
Soldat zu werden, wenn er nicht weiß, daß 
für sein späteres Fortkommen er durch diese 
lange Dienstzeit einen Vorteil bekommt. 
Schon im alten Heere ging das Streben 
der länger dienenden Soldaten dahin, nach 
der Entlassung eine Beamtenstelle zu er: 
halten. Das Reich hat sich aus diesem 
Grund eine Anzahl Beamtenstellen vorbe- 
halten. Diese Zusicherung kann aber das 
Reich jetzt infolge des Personalabbaues und 
des verminderten Verwaltungsapparats 
nicht halten. Infolgedessen stockt die 
Zivilversorgung jetzt vollständig, und es 
werden Jahre vergehen, bis wir wieder in 
normale Verhältnisse kommen, .das heißt, 
bis Einberufungen in Beamtenstellen in 
größerem Umfange eintreten werden. So: 
lange kann aber und will der ältere, gediente 
Soldat, der meistens verheiratet ist, nicht 
warten. Er will arbeiten, er will vorwärts» 
kommen. Meine Herren, Zehntausende von 
Versorgungsanwärtern des alten Heeres, 
darunter eine große Anzahl Kriegsbe» 
schädigter und viele Versorgunsanwärter der 
neuen Wehrmacht, die seit 1921 errichtet ist, 
warten auf Beamtenstellen, für die sie vor: 
gemerkt sind. Jetzt ist ein Teil von ihnen 
teils als Angestellte bei den Behörden, teils 
im freien Erwerbsleben untergekommen. Eine 
große Anzahl von den aus der neuen Wehr: 
macht Ausgeschiedenen haben überhaupt 
kein Unterkommen; und Tausende und Tau- 
sende kommen jedes Jahr neu hinzu. Wenn 
das Reich nun seine Verpflichtungen einhal- 
ten wollte, müßte es eine große Anzahl Be- 
amtenstellen neu schaffen. Dies ist aber 
jetzt, wo_eben dieser Abbau stattgefunden 
hat, aus Ersparnisgründen nicht möglich. Es 
bleibt deshalb nichts anderes übrig, als daß 
wir bis dahin, bis wieder die Versorgung in 
eu geregelte Bahnen kommt, uns um Hilfe 
ımsehen; und wir brauchen Hilfe, die 
ichnell wirkt. Aus diesen Gründen haben 
vir uns an die Wirtschaft gewandt. Die 
pitzenorganisationen der deutschen Wirte 
schaft haben die große Not, in der sich 
ınsere ausgeschiedenen Leute befinden, 
ichtig erkannt und sich bereit erklärt, bei 
ler Unterbringung im freien Erwerbsleben 
tatkräftig mitzuwirken. Die gleiche Bitte 
richte ich an Sie, meine Herren! 
Sie müssen sich stets vor Augen halten, 
daß Sie zum Besten des Vaterlandes han- 
leln, wenn Sie sich unserer Leute annehmen, 
ınd da die Wirtschaft selbst den größten 
Nutzen davon hat, denn nur unter dem 
;chutz einer zuverlässigen und zufriedenen 
Wehrmacht kann sich die Wirtschaft unge: 
stört entwickeln. 
Diesem Gedanken folgend haben wir 
iberall im Reiche Vertrauensmänner ges 
vonnen, die ehrenamtlich sich bereit erklärt 
1aben, uns bei der Unterbringung der Leute 
m freien Beruf zu helfen. Von der Truppe 
‚us sind die Truppenoffiziere, vor allem die 
Commandeure, die Fürsorgeoffiziere und die 
Compagniechefs angewiesen worden, mit 
len Vertrauensleuten zusammenzuarbeiten. 
Auch die Rano hilft tatkräftig mit, denn 
%e hat schon jahrelang Verbindung mit 
ler deutschen Wirtschaft. Die Spitzen: 
>rganisationen der deutschen Wirtschaft 
1aben teils durch Rundschreiben, teils durch 
hre Fachzeitungen und teils mündlich über- 
ıllhin Aufklärung über diese wichtige und 
'chwierige Frage gegeben. Leider sind ihre 
\nregungen aber im Reich nicht überall 
lurchgedrungen. 
Daher kam es, daß wir bei einer Zählung 
m vorigen Herbst feststellen mußten, daß 
3000 Mann aus dem jetzigen neuen Heere 
zein Unterkommen gefunden haben. Der 
derr Chef der Heeresverwaltung, Herr Ges 
ıeral von Seeckt, hat damals im Dezember 
vorigen Jahres die Spitzen der großen Ore 
janisationen zu sich ins _Reichswehr- 
ninisterium gerufen und ihnen in ersten 
Worten diese große Not und große Sorge 
Jargestellt. 
Es ist nun gelungen, daß im Laufe der 
Monate die Zahl der Nicht-Untergekom- 
nenen von 8000 sich auf 3000 herabges 
nindert hat. Dabei möchte ich aber kon: 
;tatieren, daß diese 5000 nun nicht alle 
ıntergekommen sind, sondern daß wir 
ıatürlich nicht mit allen Leuten, die ause 
jeschieden sind, noch in Verbindung stehen 
ınd diese Zahl nicht genau prüfen können. 
immerhin ist ganz sicher, daß trotz des Ah»
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Volkswirtschaftliches Quellenbuch. Verlag von A. W. Zickfeldt, 1913.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fifth month of the year?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.