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Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

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Bibliographic data

fullscreen: Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

Monograph

Identifikator:
1762973367
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-142339
Document type:
Monograph
Title:
Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
Place of publication:
Berlin
Publisher:
E. S. Mittler & Sohn
Year of publication:
1928
Scope:
VIII, 513 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Anlagen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
  • Title page
  • Contents
  • Bericht über die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie
  • Anlagen
  • Index

Full text

Es wäre ein Verbrechen an der deutschen Wirtschaft, besonders an 
der Hüttenindustrie, wollten öffentliche Hand und Privatwirtschaft 
nicht alles aufbieten, um den Rest der deutschen Eisenerzerzeugung zu 
erhalten. Im Siegerland, an Dill und Lahn und im der Oberpfalz hängt 
eine wertvolle Eisenindustrie in Erzeugung und Weiterverarbeitung mit 
ihrem Lebenenerv von dem Bestand des Bergbaus ab. Darüber hinaus 
dienen diese Bergbaubezirke der großen westlichen Hüttenindustrie 
dazu, doch wenigstens in kleinen Teilen vom Ausland unabhängig zu 
sein, und sie können unter Umständen — wie die Kriegejahre be- 
weisen — berufen sein, die deutsche Eisen- und Stahlproduktion über- 
haupt aufrecht zu erhalten. 
Zum zweiten muß festgestellt werden, daß die als Hoffnung und 
Zukunft einer größeren inländischen Eisenerzversorgung in Frage kom- 
menden großen Lagerstätten im Vorland des Harzes, in der Oberpfalz, 
im bayerischen und württembergischen Jura, Erze enthalten, die, jeden- 
falls im Rohzustande, technisch minderwertig und wirtschaftlich kon- 
kurrenzunfähig sind. 
Trotzdem bieten diese Lagerstätten den einzigen Ausblick auf teil- 
weise Befreiung der deutschen Hüttenindustrie von der ausländischen 
Abhängigkeit und Tributpflicht. Es gilt deshalb für Regierung und 
Privatwirtschaft diese Hoffnung zur Tatsache zu gestalten. Die Mög- 
lichkeiten’ eind ohne Zweifel vorhanden, es bedarf. aber seitens aller 
Beteiligten weit größeren Verständnisses im Erkennen dieser Dinge 
ale bisher und eines viel stärkeren Willens zur Erreichung dieses Zieles, 
sines Willens, der allerdings mit Opfern verbunden sein muß, die sich 
aber bestimmt in Zukunft bezahlt machen: 
Es ist eingangs erwähnt, daß die deutschen Hüttenwerke durch die 
Folgen des Versailler Diktats auch im Ausland unendlich viel an wert- 
vollem und zukunftereichem Erzbesitz verloren haben. Auch da gilt es, 
neu aufzubauen und keine Mühen, Enttäuschungen und Opfer zu 
scheuen. Die Durchführung solcher Absichten bedarf gleichfalls der 
verständnisvollen Förderung der Regierung, unter Umständen sogar 
angesichts der großen Obiekte der finanziellen Beihilfe. 
Diese allgemeinen Ausführungen dürften zeigen, daß es sich schon 
lohnt, diese Dinge im allgemeinen zu prüfen und zu erwägen. Diesem 
Zweck sollen die folgenden Ausführungen dienen. 
Versorgung aus eigener Förderung. ; 
1. Siegerland. 
Das Siegerland — Nassauisches Erzrevier — stellt zur Zeit das 
größte deutsche Eisenerzbergbaugebiet dar, in dem über.die Hälfte der 
gesamten deutschen Eisenerzerzeugung gefördert werden kann, An dieser 
Produktion, die zusammen etwa 4 000 000 Tonnen jährlich beträgt, sind 
das Siegerland mit 2 500 000 Tonnen und die nassau-hessischen Reviere 
mit 1500 000 Tonnen beteiligt.
	        

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Die Rohstoffversorgung Der Deutschen Eisenerzeugenden Industrie. E. S. Mittler & Sohn, 1928.
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