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Führer durch die Wirtschaft der Union der Sozialistischen Sowjet-Republiken

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Bibliographic data

fullscreen: Führer durch die Wirtschaft der Union der Sozialistischen Sowjet-Republiken

Monograph

Identifikator:
1764228618
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-143224
Document type:
Monograph
Title:
Führer durch die Wirtschaft der Union der Sozialistischen Sowjet-Republiken
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Handelsvertret. der UdSSR in Deutschland
Year of publication:
[1926]
Scope:
215 S
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Konzessionen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neuere Zeit (Abt. 2)
  • Title page
  • Contents
  • Neunzehntes Buch
  • Zwanzigstes Buch

Full text

z2 
Neunzehntes Buch. Zweites Kapitel. 
die es ihr gestattete, sich schließlich alle wichtigeren Vertreter der 
ilteren bürgerlichen Bildung zu unterzwingen. 
In der Tat zeigen die dem Adel angeschlossenen bürger— 
lichen Kreise bald alle Vorteile, leider aber auch alle die großen 
Schattenseiten der Erziehung des adligen Weltmanns. Sie 
werden freier und würdevoller, später munterer und eleganter, 
aber auch gemessener und pedantischer und ausgelassener und 
frivoler als diese. Und sie bringen gewiß auf dieser Grund— 
lage einen Pufendorf und Leibniz im 17., einen Hagedorn und 
Gellert im 18. Jahrhundert hervor. Aber im ganzen über— 
wiegen doch die schlimmeren Einflüsse: übertriebene Galanterie, 
Strebertum, Schwulst wiederholen sich jetzt stärker in den 
höfischen Kreisen der Bürgerlichen, ja bald darüber hinaus im 
Bürgertum überhaupt. So weiß man sich nicht zu lassen vor 
Titulaturen: ein simpler Liebhaber redet seinen Schatz wohl 
mit „Hochedelgeborene, großehrenreiche Jungfrau“, „schönste 
and hochtugendseligste Jungfrau“ an, unterschreibt als „meines 
—VVD 
übrigen, soweit die eigene Phantasie den Unsinn nicht hergibt, 
den Inhalt seines Briefes aus galanten Romanen und galanten 
Briefstellern zusammen. Und die Gelehrsamkeit gerät nicht 
minder in Schwulst; der lateinische Stil wird dunkel; das 
Muster bietet nicht mehr Cicero, sondern etwa Tacitus und die 
geschraubte Sprache der afrikanischen Kirchenväter; dazu kommt 
der unsägliche Prunk der Widmungen, in denen sich Schmeichelei 
and Streberei ekelhaft vermischen: ein so prosaisches Ding wie 
das „Steuerbuch“ des Nationalökonomen Kaspar Klock (4 1655) 
ist schon von acht, sein „Schatzbuch“ gar von zwanzig Dichtern 
lateinisch angesungen worden. Verhängnisvoller aber als der 
Schwulst war auch in diesem Zusammenhange noch die Streberei, 
die selbst ein Leibniz mit den schönen Worten umschreibt: 
Hauptmittel, heutzutage vorwärtszukommen, sei der Erwerb 
der Bekanntschaft und der Zuneigung großer Männer; mit 
tausend kriechenden Grußschreiben, Dedikations⸗ und Widmungs⸗ 
briefen, Gratulationsepisteln und devotesten Suppliken und 
Rekommendationen suchte man sich vorwärtszuschieben, obgleich
	        

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Das Hotel- Und Gastgewerbe. Floeder, 1928.
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