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Die deutsche Zigarettenindustrie

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Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Zigarettenindustrie

Monograph

Identifikator:
1765923751
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-146069
Document type:
Monograph
Author:
Casson, Herbert Newton http://d-nb.info/gnd/118814435
Title:
The story of artificial silk
Place of publication:
London
Publisher:
Efficiency Magazine
Year of publication:
[1928]
Scope:
xiii S., S. 17 - 130
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
How artificial silk is made
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Zigarettenindustrie
  • Title page
  • Contents
  • I. Abschnitt. Die Entwicklung der deutschen Zigarettenindustrie bis zur Gegenwart
  • II. Abschnitt. Der Zigarettentabak
  • III. Abschnitt. Die Zigarettenfabrikation
  • IV. Abschnitt. Die Absatzverhältnisse
  • V. Abschnitt. Die Arbeiterverhältnisse
  • Ergebnisse

Full text

40 
eignet erscheinen; denn man kann unter Umständen gutes 
Material verwenden und doch durch falsche Zusammenstellung 
schlecht schmeckende Qualitäten erzeugen. Vor allem muß der 
Fabrikant bei Herstellung der Mischungen dem Geschmacke der 
Gegend Rechnung zu tragen suchen, in der er hauptsächlich auf 
Absatz hofft. Soll das Fabrikat hauptsächlich in den östlichen 
Grenzländern Deutschlands, in denen die slavische Bevölkerung 
überwiegt, verkauft werden, so wird er der Zigarette einen möglichst 
kräftigen Geschmack geben, da ein solcher dort von den Kon 
sumenten allgemein bei den Zigaretten gewünscht wird. Dieselbe 
Geschmacksrichtung findet sich auch an der Westgrenze Deutsch 
lands, namentlich in Elsaß-Lothringen, wo man, wie schon erwähnt, 
noch von früher her an die kräftigen Qualitäten der französischen 
Regie gewöhnt ist. Im ganzen übrigen Deutschland liebt man 
dagegen vornehmlich die milden Qualitäten. 
Bei aller gebührenden Beachtung solcher regionaler Geschmacks 
verschiedenheiten ist es aber immer ein Hauptbestreben des Fabri 
kanten, Mischungen von besonderer Eigenart herzustellen, die dem 
Geschmack möglichst vieler entsprechen und so Gewähr für 
großen Umsatz bieten; denn gelingt es ihm, auf diese Weise 
(und unter Zuhilfenahme besonders starker Reklame) eine Bedarfs 
konzentration auf wenigeSorten herbeizuführen, so erzielt er eine 
wesentliche Vereinheitlichung und damit eine Verbilligung der 
Fabrikation. *) 
Als letztes Bestimmungsmoment bei der Zusammenstellung der 
Mischungen kommt endlich noch, wie angedeutet, der Lager 
bestand an den ausgewählten Tabaken in Betracht, denn es hat 
natürlich für den Zigarettenfabrikanten kein Interesse, eine Marke, 
vielleicht mit Aufwendung großer Mittel für Reklame usw., neu ein 
zuführen, deren Herstellung ihm nach einiger Zeit auch nicht an 
nähernd mehr in ursprünglicher Zusammensetzung möglich sein 
wird, weil die zur Mischung verwendeten Tabakarten zum größten 
Teil ausgegangen sind und auch kein passender Ersatz dafür be- 
1) Über die Zahl der von den einzelnen Fabriken durchschnittlich her- 
gestellten Zigarettensorten genaue Angaben zu machen, ist ziemlich schwer, da man 
hier zwischen Marken unterscheiden muß, die nur (noch) gelegentlich, auf besondere 
Bestellung hin, angefertigt werden, und solchen, die wirklich als „courant“ bezeichnet 
werden können. Die Zahl letzterer beträgt bei größeren Fabriken, die einen weiten 
Absatzkreis haben und deshalb auch die Geschmacksrichtungen einer großen, aus 
den verschiedenartigsten Elementen zusammengesetzten Konsumentenschar berück 
sichtigen müssen, mehr als hundert. Bei kleineren Fabriken ist sie entsprechend 
dem kleineren und örtlich begrenzteren Konsumentenkreis niedriger.
	        

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Die Deutsche Zigarettenindustrie. Verlag der H. Laupp’schen Buchhandlung, 1910.
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