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Entwicklung der Reklame vom Altertum bis zur Gegenwart

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Bibliographic data

fullscreen: Entwicklung der Reklame vom Altertum bis zur Gegenwart

Monograph

Identifikator:
1767108885
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-147081
Document type:
Monograph
Author:
Paneth, Erwin
Title:
Entwicklung der Reklame vom Altertum bis zur Gegenwart
Place of publication:
München [u.a.]
Publisher:
Oldenbourg
Year of publication:
1926
Scope:
XIV, 245 Seiten
Illustrationen, graphische Darstellungen
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
C. Die Personenreklame
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Entwicklung der Reklame vom Altertum bis zur Gegenwart
  • Title page
  • Contents
  • A. Geschäftliche Reklame
  • B. Reklame für Länder und Gemeinden
  • C. Die Personenreklame
  • D. Die Wahlreklame
  • E. Die Ideenreklame
  • Index

Full text

SENSATIONEN ALS REKLAME 
215 
ausmacht, die ich ihr zu bezahlen habe, und der Ertrag der Konzerte 
für charitative Aufgaben, die sie in Großbritannien gab, war zehnmal 
so hoch wie die finanziellen Verpflichtungen, die ich einging.‘‘. 
Die Tatsache, daß Barnum seine ganze Hoffnung auf den 
glücklichen Erfolg dieser Reklamemethode setzte, wird auch 
durch folgendes, zwischen ihm und Jenny Lind stattgehabte 
Gespräch bewiesen: 
Jenny Lind: ‚‚,Wie können Sie es denn wagen, so viel Geld mit 
mir zu riskieren, da Sie mich doch nie haben singen hören?‘ Ich: 
„Ihr Ruf genügt mir.‘ Im übrigen gestand ich, daß ich auch auf ihre 
Charaktereigenschaften und auf den öffentlichen Eindruck ihrer Mild- 
herzigkeit baute. Ohne diesen Aktivposten hätte ich nicht daran 
gehen mögen, die schwedische Nachtigall nach den Vereinigten Staaten 
zu bringen. Ich war überzeugt davon, daß Ungezählte ihre Konzerte 
vor allem deshalb besuchen würden, weil sie die Persönlichkeit zu 
Gesicht zu bekommen wünschten, der der Ruhm grenzenloser Güte 
vorausging. 
c) Die sensationelle Reklame. 
Die Bedeutung der Sensation für die Personenreklame 
ist unabschätzbar. Sie bringt den Betreffenden in das Zen- 
trum des öffentlichen Interesses, in den Mittelpunkt des Ge- 
spräches und damit zu einer Berühmtheit, die, da das Publikum 
sich nie die Mühe nimmt, die Quellen und Ursachen der Be- 
rühmtheit zu unterscheiden, letzten Endes auf ihre Kunst über- 
tragen wird. Über die Art, durch Sensation Reklame zu er- 
regen, gibt der ‚„‚,Leitfaden der Reklame (Karl Gerolds Sohn, 
Wien, 1887)‘ folgenden Rat: 
„Die russische Fürstin, die dem Helden und Liebhaber von Stadt 
zu Stadt nachreist, sich schließlich vergiftet oder von ihrem Gatten 
nach Sibirien gebracht wird, das unschuldige Mädchen, das die Liebe 
des Tenors nicht erlangen konnte und sich in ein Kloster zurückzieht, 
der Brasilianer, welcher der Soubrette oder der Tragödin seine Millionen 
zu Füßen legt, von ihr aber abgewiesen wird und in seiner Heimat 
eine reich dotierte milde Stiftung unter ihrem angebeteten Namen 
gründet, der Gastspielantrag nach Amerika, der Streit mit dem Direktor, 
das aus einer allgemeinen Sammlung hervorgegangene, von den Bürgern 
einer Stadt überreichte Ehrengeschenk, das Gerücht, daß man Ur- 
sache eines Duells sei, der gestohlene Schmuck, das versuchte Attentat, 
die geplante Entführung, die in Aussicht stehende Erbschaft, die Ver- 
lobungsanzeige und der Widerruf derselben, die Alimentationsklage, 
wiederholte heimliche Mutterfreuden, schmeichelhafte fürstliche Aus- 
sprachen, das Dilettieren in allen möglichen Künsten usw. sind wirk- 
same Mittel. um Sensation zu erregen und damit für sich Reklame zu
	        

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Entwicklung Der Reklame Vom Altertum Bis Zur Gegenwart. Oldenbourg, 1926.
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