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Die obligatorische Krankenversicherung

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Bibliographic data

fullscreen: Die obligatorische Krankenversicherung

Monograph

Identifikator:
176840707X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-149526
Document type:
Monograph
Title:
Die obligatorische Krankenversicherung
Place of publication:
Genf
Publisher:
Internationales Arbeitsamt
Year of publication:
1927
Scope:
892 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Teil. Das Anwendungsgebiet
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die obligatorische Krankenversicherung
  • Title page
  • Allgemeine Einleitung
  • Erster Teil. Das Anwendungsgebiet
  • Zweiter Teil. Leistungen
  • Dritter Teil. Einnahmequellen und Finanzgebaren
  • Vierter Teil. Die Versicherungsträger
  • Fünfter Teil. Das Streitverfahren, Rechtsverletzungen und Strafen
  • Sechster Teil. Die Krankenversicherung der Ausländer
  • Contents

Full text

151 
In den Kantonen St-Gallen und’ Appenzell (Ausser-Rhoden) 
onthält des Gesetz Sonderbestimmungen für die Kinder, die bei 
ihren Eltern wohnen. 
Diese Verschiedenheiten sind zweifellos in erster Linie auf das 
mehr oder minder starke Durchdringen des Gedankens der Sozial- 
versicherung zurückzuführen. Sie können sich aber auch durch 
die Verschiedenheit der kantonalen Bestimmungen über das 
steuerpflichtige Einkommen und noch mehr durch die Ungleich- 
heit des Reichtums und der Höhe der Lebenshaltung in den 
betreffenden Kantonen erklären. 
DAS ANWENDUNGSGEBIET 
KANTON APPENZELL (INNER-RHODEN) - 
Verordnung vom 29. November 1920 
Folgende Personengruppen unterliegen der Versicherung und sind 
zehalten, sich bei einer öffentlichen Krankenversicherungskasse zu versi- 
ehern, sofern sie nicht bereits bei einer anerkannten Kasse versichert sind : 
L. alle sogenannten „Aufenthalter“‘ ; 
2. alle Personen, die ihren Wohnsitz in dem Kanton haben, wenn gie 
das 14. Lebensjahr zurückgelegt, aber das 60. noch nicht überschritten 
haben und wenn ihr Vermögen, sofern es sich um eine unverheiratete 
Person, eine Witwe, einen Witwer oder eine Witwe ohne Kinder oder um 
ein. Ehepaar handelt, 10.000 Fr. nicht übersteigt oder, wenn ihr Jahres- 
einkommen aus Vermögen und Arbeit, sofern es sich um ein Ehepaar oder 
einen Witwer oder eine Witwe mit Kindern handelt, 2.000 Fr., und wenn 
es sich um eine unverheiratete Person oder um einen Witwer oder um 
ine Witwe ohne Kinder handelt, 1.200 Fr. nicht übersteigt ; 
_ 3. Söhne und Töchter, die ihr 14. Lebensjahr zurückgelegt haben und 
m Di ihrer Eltern leben, sofern diese versicherungspflichtig sind. 
tür seen De Srungsp Th besteht nach Vollendung des 60. Lebensjahres 
Versi weiter, die bereits vor Erreichung dieses Alters der 
tsicherung unterworfen waren (Art. 3). 
Nicht versicherungspflichtig sind folgende Personengruppen : 
@) Insassen von Armenanstalten ; i 
b) dauernd kranke Personen; 
c} die Schüler der Privatinstitute. 
KANTON APPENZELL (AUSSER-RHODEN) 
(Gesetz vom 30. April 1916 und Verordnung vom 30. Mai 1924) 
Die Krankenversicherung ist für alle Personen, die sich im Gebiete 
des Kantons aufhalten, obligatorisch (Art. 1 des Gesetzes). 
Als „‚Aufenthalter‘“ werden bezeichnet alle Personen männlichen oder 
weiblichen Geschlechts, die im Kanton wohnen, das Bürgerrecht in ihrer 
Wohngemeinde nicht besitzen und nach dem Gesetz zur Erwerbung der 
Niederlassung nicht verpflichtet sind (Art. 1 der Verordnung). 
Das Gesetz ermächtigt die Gemeinden, auch noch für andere Personen- 
gruppen die Krankenpflichtversicherung einzuführen (Art. 2). Die Ver- 
ordnung (Art. 2) bezeichnet diese Personen wie folgt: . 
1. Personen beiderlei Geschlechtes, die zu Beginn des Kalenderjahres 
in. ihr 18, Lebensjahr eingetreten sind und weder Vermögenssteuer bc 
Eiukommenssteuer bezahlen, sowie Personen, die in der Steuerliste hi 
einem 2,100 Fr. nicht übersteigenden Vermögens- oder Bine DS rag 
geführt werden. Mit dem Ehemann wird auch die Ehefrau versicherungs- 
pflichtie.
	        

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Die Obligatorische Krankenversicherung. Internationales Arbeitsamt, 1927.
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