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Die obligatorische Krankenversicherung

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Bibliographic data

fullscreen: Die obligatorische Krankenversicherung

Monograph

Identifikator:
176840707X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-149526
Document type:
Monograph
Title:
Die obligatorische Krankenversicherung
Place of publication:
Genf
Publisher:
Internationales Arbeitsamt
Year of publication:
1927
Scope:
892 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Leistungen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die obligatorische Krankenversicherung
  • Title page
  • Allgemeine Einleitung
  • Erster Teil. Das Anwendungsgebiet
  • Zweiter Teil. Leistungen
  • Dritter Teil. Einnahmequellen und Finanzgebaren
  • Vierter Teil. Die Versicherungsträger
  • Fünfter Teil. Das Streitverfahren, Rechtsverletzungen und Strafen
  • Sechster Teil. Die Krankenversicherung der Ausländer
  • Contents

Full text

232 
ZWEITER TEIL 
nung getragen wird. Das neue deutsche Knappschaftsgesetz hat 
Familienzuschüsse eingeführt. Sie betragen 10 v. H. des Kranken- 
geldes, wobei der Gesamtbetrag der Unterstützung nicht höher als 
der Grundlohn sein kann. Das bulgarische Gesetz, das ebenfalls 
Familienzuschüsse gewährt, bemisst sie mit 1 Lewa für den Tag 
und für jedes vom Versicherten versorgte Kind, gleichviel wie 
hoch sich der Lohn des Versicherten beläuft. 
Die Höhe des Krankengeldes hängt im übrigen davon ab, ob 
Krankengeld für jeden Tag der Arbeitsunfähigkeit oder nur für 
Wochen- oder Arbeitstage gewährt wird. Die erste Lösung gilt 
insbesondere in Deutschland, Grossbritannien, Österreich, Polen, 
Portugal, im Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen 
und in Ungarn, während zum Beispiel in Bulgarien, Estland, 
Litauen, Luxemburg und Norwegen das Krankengeld nur für 
Werktage gewährt wird. Das tschechoslowakische Gesetz enthält 
eine mittlere Lösung; es gewährt Krankengeld für alle Tage der 
Woche, aber nur dann, wenn die Arbeitsunfähigkeit mehr als 
14 Tage dauert. 
Schliesslich ist noch hervorzuheben, dass in mehreren Ländern 
gewisse Gruppen von Lehrlingen kein Krankengeld erhalten. 
Dies ist der Fall bei den ohne Entgelt beschäftigten Lehrlingen 
in Deutschland, Frankreich (Elsass-Lothringen), Lettland, Luxem- 
burg, Norwegen und Polen und bei den nicht in bar entlohnten 
Lehrlingen in Grossbritannien. und im Irischen Freistaat. In 
gewissen. andern Staaten dagegen, so im Königreich der Serben, 
Kroaten und Slowenen und in der Tschechoslowakei gehören die 
nicht gegen, Entgelt beschäftigten Lehrlinge der niedrigsten Lohn- 
klasse an und erhalten ein entsprechendes Krankengeld. In 
Österreich, wo die Gewerbeordnung übrigens jedem Lehrling, der 
das erste Drittel seiner Lehrzeit zurückgelegt hat, einen Mindest- 
entgelt gewährleistet, gehören die Lehrlinge im ersten Lehrjahr 
der untersten Lohnklasse an. Sie rücken vom Beginn des zweiten 
beziehungsweise dritten Lehrjahrs um je eine Klasse auf. 
$ 2. — Die Bezugsdauer des Krankengeldes 
Das Krankengeld ist für den Versicherten bestimmt, der vor- 
übergehend arbeitsunfähig ist. Der Anspruch auf Krankengeld 
besteht solange, als die Arbeitsunfähigkeit fortdauert, jedoch 
nicht über die gesetzliche Bezugsdauer hinaus. 
Die Bezugsdauer ist so bemessen, um der überwiegenden Zahl
	        

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Die Obligatorische Krankenversicherung. Internationales Arbeitsamt, 1927.
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