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Die obligatorische Krankenversicherung

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Bibliographic data

fullscreen: Die obligatorische Krankenversicherung

Monograph

Identifikator:
176840707X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-149526
Document type:
Monograph
Title:
Die obligatorische Krankenversicherung
Place of publication:
Genf
Publisher:
Internationales Arbeitsamt
Year of publication:
1927
Scope:
892 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Leistungen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die obligatorische Krankenversicherung
  • Title page
  • Allgemeine Einleitung
  • Erster Teil. Das Anwendungsgebiet
  • Zweiter Teil. Leistungen
  • Dritter Teil. Einnahmequellen und Finanzgebaren
  • Vierter Teil. Die Versicherungsträger
  • Fünfter Teil. Das Streitverfahren, Rechtsverletzungen und Strafen
  • Sechster Teil. Die Krankenversicherung der Ausländer
  • Contents

Full text

LEISTUNGEN 259 
Ersatzleistungen 
Die Krankenkasse kann an Stelle von ärztlicher Behandlung und Kran- 
kengeld Kur und Verpflegung in einem Krankenhaus gewähren. In diesem 
Fall tritt eine Kürzung des Krankengeldes ein. Dieses beträgt : 
20 v. H. des Grundlohns für einen Versicherten ohne Familie, 
40 v. H. des Grundlohns, wenn der Versicherte für mindestens 2 Per- 
sonen. zu sorgen hat, 
60 v. H. des Grundlohns, wenn. der Versicherte für 3 oder mehr Per- 
30Nen zu sorgen hat (Art, 79). 
Kürzung des Krankengeldes 
Hat ein Versicherter während der Krankheit Anspruch auf Fortzahlung 
seines Lohnes, so erhält er kein Krankengeld. Erhält er nur ‚einen Teil 
;eines Lohnes, so wird ihm das Krankengeld bis zur Höhe des Unterschieds 
zwischen dem Bruchteil seines Lohnes und dem regelmässigen Satz des 
Krarikengeldes gewährt (Kaiserliche Verordnung 8 85). 
LITAUEN 
Gesetzgebung 
GESETZ vom 23. Juri 1912 
Gesetzliches Krankengeld 
Der arbeitsunfähige Kranke erhält ein Krankengeld, das mindestens 
jer Hälfte oder höchstens dem Gesamtbetrag seines Verdienstes entspricht. 
Bei der Festsetzung des Krankengeldes ist der Familienstand zu berücksich- 
bigen (Art. 42). Der Satz des Krankengeldes wird alljährlich von der 
+eneralversammlung der Kasse festgesetzt (Art 43). 
Dauer der gesetzlichen Unterstützung 
Das Krankengeld wird vom vierten Krankheitstag ab während 
höchstens 26 Wochen gewährt (Art. 44). 
Ersatzleistungen 
Gewährt die Kasse freie Kur und Pflege in einem Krankenhause, so 
st sie zur Zahlung eines Krankengeldes nicht verpflichtet (Art. 48). 
Wenn nach einem Gutachten der ärztlichen Kontrollkommission ein 
Versicherter als Alkoholiker zu betrachten ist, so kann der Kassenvorstand 
las Krankengeld unmittelbar seiner Familie oder seinem Vormund auszahlen 
'Art. 49}. 
Versagung oder Kürzung der qesetzlichen Unterstützung 
Versicherte haben keinen Anspruch auf Krankenunterstützung, wenn 
sie sich vorsätzlich eine Verletzung zuziehen, die Krankheit durch eine 
strafbare Handlung oder infolge eines von ihnen hervorgernfenen Raufhan- 
Adels herheigeführt haben (Art. 503. 
LUXEMBURG 
Gesetzgebung 
SOZIALVERSICHERUNGSORDNUNG VOM 17. DEZEMBER 1925 
Gesetzliches Krankengeld 
Das Krankengeld beträgt die Hälfte des regelmässigen Arbeitsverdienstes. 
Es wird für jeden Arbeitstag vom dritten Tag nach Eintritt der Krankheit, 
er, wenn die Arbeitsunfähigkeit später eintritt. vom Tage ihres Rintritts 
an gewährt (Art. 8, Abs. 21
	        

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Die Obligatorische Krankenversicherung. Internationales Arbeitsamt, 1927.
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