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Die obligatorische Krankenversicherung

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Bibliographic data

fullscreen: Die obligatorische Krankenversicherung

Monograph

Identifikator:
176840707X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-149526
Document type:
Monograph
Title:
Die obligatorische Krankenversicherung
Place of publication:
Genf
Publisher:
Internationales Arbeitsamt
Year of publication:
1927
Scope:
892 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Leistungen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die obligatorische Krankenversicherung
  • Title page
  • Allgemeine Einleitung
  • Erster Teil. Das Anwendungsgebiet
  • Zweiter Teil. Leistungen
  • Dritter Teil. Einnahmequellen und Finanzgebaren
  • Vierter Teil. Die Versicherungsträger
  • Fünfter Teil. Das Streitverfahren, Rechtsverletzungen und Strafen
  • Sechster Teil. Die Krankenversicherung der Ausländer
  • Contents

Full text

310 ZWEITER TEIL 
Sind keine solchen Familienangehörigen vorhanden, so ist das Sterbe- 
zeld bis zur Höhe der Bestattungskosten zu deren Deckung zu verwenden 
($ 95, III, Nr. 1). 
Trifft der Anspruch auf Sterbegeld aus der Krankenversicherung mit 
lem Anspruch auf Sterbegeld aus der Unfallversicherung zusammen, So 
arlischt der Anspruch aus der Krankenversicherung bis zur Höhe des 
Anspruchs aus der Unfallversicherung ($ 95, III, letzter Absatz). 
Betrag des Sterbegeldes 
Das Sterbegeld beträgt das 30fache des durchschnittlichen Taglohnes 
des Versicherten zur Zeit seines Todes oder seines Ausscheidens aus der 
Versicherung, mindestens aber 150 tschechische Kronen. Durch Statut 
kann das Sterbegeld auf das 45fache des durchschnittlichen Tagesarbeits- 
verdienstes erhöht werden, vorausgesetzt, dass die allgemeinen Vorschriften 
iiber Einführung von Mehrleistungen beobachtet wurden ($ 95, III, Nr. 1 
und $ 105, Abs. 1, Buchst. d) 1. 
Sterbegeld beim Tode eines Familiengliedes 
Voraussetzungen für die Gewährung 
Ein Sterbegeld wird beim Tode eines Familienangehörigen des Ver- 
sicherten. gezahlt, sofern. dieser das Begräbnis ausstattet ($ 95, IIT, Nr. 2). 
Als Familienangehöriger gilt jede Person, die in häuslicher Gemeinschaft 
nit dem Versicherten lebt, mit ihrem Unterhalte vorwiegend auf seinen 
Lohn angewiesen ist und keinen Anspruch auf eine Versicherungsleistung 
zus der eigenen Versicherung hat, nämlich : 
a). die Ehegattin oder der Ehegatte; 
bh) eheliche und uneheliche Kinder, Stief-, Adoptiv- und Pflegekinder 
bis zum vollendeten 17. Lebensjahre; 
ältere Kinder, die Enkel, die Geschwister, Eltern, Grosseltern und 
Schwiegereltern, die mit dem Versicherten wenigstens 6 Monate 
vor Eintritt des Versicherungsfalles in häuslicher Gemeinschaft 
gelebt haben. . 
Die häusliche Gemeinschaft wird auch dann als bestehend angenommen, 
wenn die Ehegattin oder die Kinder aus Erziehungsgründen, aus Gründen 
der Wohnungsnot, aus gesundheitlichen, wirtschaftlichen, kulturellen oder 
ähnlichen, mit ihren persönlichen Beziehungen nicht zusammenhängenden 
Aründen abgesondert wohnen ($ 96). 
Betrag des Sterbegeldes 
Das Sterbegeld beim Tode eines höchstens 2 Jahre alten Familienange- 
aörigen beträgt 60 Kronen, beim Tode eines höchstens 14jährigen 180 Kro- 
nen, und wenn es sich um eine ältere Person handelt, 250 Kronen. Das 
Sterbegeld für einen. Familienangehörigen darf jedoch niemals höher sein 
als das Sterhegeld beim Tod des Versicherten selbst ($ 95, III. Nr. 2). 
Durchführungsergebnisse 
Zahl der entschädigten Sterbefälle 
_ Angaben sind vorhanden über die Zahl der Sterbefälle, für die von den 
Kassen in Böhmen, Mähren und Schlesien einerseits und von den Kassen 
2 der Slowakei und in Karpathorussland anderseits Sterhbegeld gewährt 
worden ist. 
Auf je 1.000 Versicherte haben die Kassen in Böhmen, Mähren und 
Schlesien Sterhegeld gewährt : 
«2.0.0... . dür 8,6 Sterbefälle 
8 WS » 7,7 » 
SA » 7,7 » 
4 a 8 » 6,6 » 
1 B.6 + 
\ Siehe Seite 283.
	        

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Die Obligatorische Krankenversicherung. Internationales Arbeitsamt, 1927.
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