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Die obligatorische Krankenversicherung

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Bibliographic data

fullscreen: Die obligatorische Krankenversicherung

Monograph

Identifikator:
176840707X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-149526
Document type:
Monograph
Title:
Die obligatorische Krankenversicherung
Place of publication:
Genf
Publisher:
Internationales Arbeitsamt
Year of publication:
1927
Scope:
892 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Leistungen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die obligatorische Krankenversicherung
  • Title page
  • Allgemeine Einleitung
  • Erster Teil. Das Anwendungsgebiet
  • Zweiter Teil. Leistungen
  • Dritter Teil. Einnahmequellen und Finanzgebaren
  • Vierter Teil. Die Versicherungsträger
  • Fünfter Teil. Das Streitverfahren, Rechtsverletzungen und Strafen
  • Sechster Teil. Die Krankenversicherung der Ausländer
  • Contents

Full text

318 ZWEITER TEIL 
nachdem sie die erste Hilfe geleistet haben, jedes weiteren Ein- 
greifens enthalten, bis ein Arzt zur Verfügung steht. Diese Er- 
laubnis bezweckt, aussergewöhnlichen Lagen Rechnung zu tragen, 
in denen das Abwarten des Arztes dem Kranken einen nicht 
wieder gutzumachenden. Schaden zufügen würde. 
Das Eingreifen des ärztlichen Hilfspersonals kann aber auf dem 
Lande, wo der Arzt nicht leicht zu erreichen ist, in noch grösserem 
Umfang erforderlich werden. Dort bildet die Inanspruchnahme 
des Krankenpflegepersonals oft einen wesentlichen und regel- 
mässigen Bestandteil der Einrichtung des ärztlichen Dienstes. 
Dies ist in einer Anzahl von Ländern mit Zwangsversicherung er- 
probt worden. So gestattet z. B. das deutsche Gesetz den Kranken- 
kassen mit räumlich ausgedehntem Bezirke, Krankenpfleger anzu- 
stellen. Indessen können dazu nur staatlich anerkannte Kranken- 
schwestern. zugelassen werden, deren Tätigkeit sich auf Kranken- 
pflege und auf Hilfeleistung bei durch Ärzte ausgeführten oder 
angeordneten Verrichtungen zu beschränken hat. 
Fachärzte 
Hat die von der Versicherung zu gewährende Arzthilfe auch 
fachärztlichen Beistand zu umfassen? In allgemeinerer Form ist 
diese Frage dahin zu stellen, ob der Kranke im Bedarfsfalle die 
Dienste des besten Arztes, den er auffinden kann, in Anspruch 
nehmen darf oder ob er sich mit einem Arzt von durchschnittlicher 
Kenntnis und Erfahrung zufrieden geben muss. Diese Frage ist 
in der Gesetzgebung der einzelnen Länder verschieden beant- 
wortet ; selbst bei Anwendung des gleichen Systems und auf der 
Grundlage allgemeiner Regeln wird sich die Durchführung ver- 
schieden, gestalten, je nachdem es sich um Industriezentren, um 
las flache Land oder um Gebirgsgegenden handelt. 
Im übrigen hat nur eine verschwindende Anzahl von Gesetz- 
zebungen zu dieser Frage klar Stellung genommen. Selbst der 
Begriff „Facharzt“ ist keineswegs hinreichend festgelegt. Er 
ist auch nur selten im Gesetz selbst umschrieben. In den Ländern, 
wo die ärztliche Versorgung durch die Krankenkassen mehr oder 
minder kollektiv eingerichtet ist, insbesondere da, wo der Ver- 
sicherte vor allem sich an die Untersuchungs- und Beratungsstelle 
der Kasse zu wenden hat, sind ihm die Dienste des Facharztes 
leichter zugänglich als dort, wo die Behandlung ausschliesslich 
sinem privat praktizierenden Arzt überlassen ist. 
In einer Gruppe von Systemen erwähnen die Vorschriften über 
die Einrichtung der ärztlichen Behandlung die Dienste von Fach-
	        

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Die Obligatorische Krankenversicherung. Internationales Arbeitsamt, 1927.
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