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Die obligatorische Krankenversicherung

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Bibliographic data

fullscreen: Die obligatorische Krankenversicherung

Monograph

Identifikator:
176840707X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-149526
Document type:
Monograph
Title:
Die obligatorische Krankenversicherung
Place of publication:
Genf
Publisher:
Internationales Arbeitsamt
Year of publication:
1927
Scope:
892 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Leistungen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die obligatorische Krankenversicherung
  • Title page
  • Allgemeine Einleitung
  • Erster Teil. Das Anwendungsgebiet
  • Zweiter Teil. Leistungen
  • Dritter Teil. Einnahmequellen und Finanzgebaren
  • Vierter Teil. Die Versicherungsträger
  • Fünfter Teil. Das Streitverfahren, Rechtsverletzungen und Strafen
  • Sechster Teil. Die Krankenversicherung der Ausländer
  • Contents

Full text

320 ; ZWEITER TEIL 
wendung er durch die Zulassung zur Praxis als befähigt anerkannt 
worden ist. Seine Tätigkeit beschränkt sich nicht auf geistige 
Aufgaben, wie Diagnose und Rat, sondern umfasst auch gewisse 
körperliche Verrichtungen, welche die Methoden der Heilbehand- 
lung erfordern und für gewöhnlich von der Ärzteschaft verrichtet 
werden. Wenn auch die Behandlung für Rechnung der Kranken- 
kasse geschieht, darf der Arzt hinsichtlich der Art der Behandlung 
keinen Unterschied zwischen dem Versicherten und seinen Privat- 
patienten machen, 
Die Krankenversicherung ist aber eine soziale Einrichtung, die 
zum Nutzen der Allgemeinheit wirkt. Der Versicherte kann daher 
eine Behandlung nicht beanspruchen, die dem Versicherungsträger 
Kosten auferlegt, die in keinem Verhältnis zu der Natur und 
Schwere der Krankheit stehen. Er hat sich vielmehr an. die Be- 
stimmungen, zu halten, die für die Gesamtheit der Versicherten 
getroffen sind. Mag auch der Gesetzgeber noch so sehr darauf 
bedacht sein, den Versicherten die Fortschritte der ärztlichen 
Wissenschaft zugute kommen zu lassen, so kann er doch nicht 
mehr als die notwendige und geeignete Behandlung gewähr- 
leisten. Der Arzt dagegen, der den Versicherten nach bestem 
Wissen und Gewissen zu behandeln hat, muss jede unnütze und 
überflüssige Handlung vermeiden. 
Im allgemeinen hat der Kranke sich im Sprechzimmer des 
Arztes oder an sonstiger Untersuchungsstelle zu den Sprechstunden, 
die von der Krankenkasse oder vom Arzt in Übereinstimmung 
mit ihr festgesetzt sind, einzufinden; nur solche Kranken, die 
ohne Gefahr der Verschlimmerung ihres Zustands sich nicht 
fortbewegen können, haben Anspruch. auf ärztlichen Hausbesuch. 
Abgesehen von diesen, im allgemeinen Interesse liegenden Ein- 
schränkungen muss der kranke Versicherte in der gleichen Weise 
wie der Begüterte behandelt werden. Nach diesen allgemeinen 
Bemerkungen sind noch eine Reihe von Fragen zu beantworten, 
die sich auf die durch den Krankheitszustand der Versicherten 
arforderlichen Eingriffe, insbesondere die chirurgischen Eingriffe, 
die besonderen Heilverfahren und die Zahnpflege beziehen. 
Die kleineren chirurgischen Eingriffe werden nach allen Ver- 
sicherungssystemen durch die Kassenärzte ausgeführt; ihre 
Kosten werden von der Kasse bestritten. Die Regelung hinsichtlich 
der grösseren Eingriffe, die sehr oft den Aufenthalt in einer 
Krankenanstalt erforderlich machen, ist in jedem Land, ja sogar 
oft in jedem Bezirk verschieden, je nachdem die Krankenhaus- 
pflege zu Lasten der Versicherung geht oder nicht, die Kranken-
	        

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Die Obligatorische Krankenversicherung. Internationales Arbeitsamt, 1927.
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