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Die obligatorische Krankenversicherung

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Bibliographic data

fullscreen: Die obligatorische Krankenversicherung

Monograph

Identifikator:
176840707X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-149526
Document type:
Monograph
Title:
Die obligatorische Krankenversicherung
Place of publication:
Genf
Publisher:
Internationales Arbeitsamt
Year of publication:
1927
Scope:
892 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Leistungen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die obligatorische Krankenversicherung
  • Title page
  • Allgemeine Einleitung
  • Erster Teil. Das Anwendungsgebiet
  • Zweiter Teil. Leistungen
  • Dritter Teil. Einnahmequellen und Finanzgebaren
  • Vierter Teil. Die Versicherungsträger
  • Fünfter Teil. Das Streitverfahren, Rechtsverletzungen und Strafen
  • Sechster Teil. Die Krankenversicherung der Ausländer
  • Contents

Full text

LEISTUNGEN 353 
die Verbandstoffe beschränken, die in der Anweisung zur Bereitung 
der Arzneien aufgeführt sind ($ 2, Abs. 2). Die Verschreibung anderer 
Arzneien oder anderer Verbandstoffe als die in dieser Anweisung vor- 
gesehenen, ist nur ausnahmsweise und nur in dem Fall zulässig, wo 
der Arzt dies für unumgänglich erachtet. Zum Beweis, dass er seine 
Wahl nach reiflicher Überlegung getroffen hat, hat er das Wort: 
„NEecesse‘“ hinzuzufügen ($ 3). 
Während der Heilbehandlung darf der Arzt nur die Arzneien und 
Verbandstoffe verschreiben, die er für unumgänglich notwendig 
Srachtet ($ 6, Nr. 1). 
_ Die verschriebenen Arzneimittel müssen nach Form und Art so 
infach und billig wie möglich sein. 
Sind zwei oder mehrere Arzneimittel für die Erzielung des Heiler- 
folges gleichwertig, so ist das billigere Arzneimittel zu verschreiben. 
Das gleiche gilt hinsichtlich der Form der Arzneimittel ($ 6, Abs. 2). 
Auf diese Weise können Tee und Abkochungen, Mittel, die im freien 
Verkehr zugelassen. sind, durch die Kranken oder ihre Hilfe selbst 
bereitet werden, sofern der Arzt dies für angemessen hält ($ 12).“ 
An Stelle der freien ärztlichen Behandlung, der notwendigen Heilmittel 
und des Krankengeldes kann freie Kur und Verpflegung in einem Kranken- 
hause in der letzten Klasse auf Kosten der Krankenkasse gewährt werden. 
Lebt ein Versicherter mit seinem Ehegatten oder mit anderen Familien- 
Sliedern im gemeinsamen Haushalt, so ist die Zustimmung des Erkrankten 
ur Unterbringung im Krankenhaus erforderlich, es sei denn, dass die 
Krankenhauspflege durch die Art der Krankheit selbst notwendig gemacht 
Wird. In allen andern Fällen kann die Krankenkasse die Einweisung in 
das Krankenhaus ohne Zustimmung des erkrankten Versicherten anordnen. 
„Neben freier Kur und Verpflegung in einem Krankenhause hat der 
Fe Krankto auch Anspruch auf kostenfreie Beförderung in das Krankenhaus 
385, Abs; 1 u. 2). 
Hat der im Krankenhause Untergebrachte Angehörige, deren Unterhalt 
Ze bisher aus seinem Arbeitsverdienste bestritten hat, so hat die Kranken- 
Nee Mindestens die Hälfte des Krankengeldes für sie zu gewähren ($8, 
* Sy Abs, 4). 
pP Bei Hauspflege kann dem Versicherten mit seiner Zustimmung geschultes 
Üegepersonal gestellt werden. Die dadurch entstehenden Kosten können 
vom Krankengeld bis zu halben Betrag abgezogen werden ($ 9, Nr. 7). 
n Im Wege der Satzung kann als Mehrleistung die Dauer der freien ärzt- 
ichen Behandlung bis auf 1 % Jahre ausgedehnt werden ($ 9, Nr. 5). 
Für Zwecke, die mit der Krankenversicherung im Zusammenhange 
Lehen, können besondere Fonds gebildet werden. Die Mittel solcher Fonds 
toren insbesondere verwendet werden zur Gewährung freiwilliger Un- 
rstützungen, ferner für besondere Leistungen zum Zweck der Pflege 
vn Kranken und Genesenden sowie zur vorbeugenden Bekämpfung von 
ss lsseuchen (wie Tuberkulose, Alkoholismus, Geschlechtskrankheiten), 
die hliesslich der Förderung von Bestrebungen, die diesen Zwecken 
a ($9 b, Abs. 1 u. 2). . . N 
neh urch die Satzung können die Regelleistungen eingeschränkt werden, 
d besondere kann bestimmt werden, dass für Versicherte, die sich ausserhalb 
Ken Bezirks ihrer Kasse aufhalten, die Krankenpflege durch ein erhöhtes 
das Snkengeld ersetzt wird (8 9 c, Nr. 1); ferner kann vorgeschrieben werden, 
— für gewisse Arzneien und Heilmittel Höchstbeträge zwecks Ersparung 
" Kosten für die Krankenkasse festgesetzt werden ($ 9 c, Abs. 2). 
Durchfiührungsergebnisse 
Die . .. 3 sowie 
die H. UMstehende Tabelle gibt den Aufwand für Sachleistungen © 
tung dieses Aufwands int Verpleich zu den Kosten der gesamten Lei 
ANKEN VERSICHERUNG
	        

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Die Obligatorische Krankenversicherung. Internationales Arbeitsamt, 1927.
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