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Die obligatorische Krankenversicherung

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Bibliographic data

fullscreen: Die obligatorische Krankenversicherung

Monograph

Identifikator:
176840707X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-149526
Document type:
Monograph
Title:
Die obligatorische Krankenversicherung
Place of publication:
Genf
Publisher:
Internationales Arbeitsamt
Year of publication:
1927
Scope:
892 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Leistungen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die obligatorische Krankenversicherung
  • Title page
  • Allgemeine Einleitung
  • Erster Teil. Das Anwendungsgebiet
  • Zweiter Teil. Leistungen
  • Dritter Teil. Einnahmequellen und Finanzgebaren
  • Vierter Teil. Die Versicherungsträger
  • Fünfter Teil. Das Streitverfahren, Rechtsverletzungen und Strafen
  • Sechster Teil. Die Krankenversicherung der Ausländer
  • Contents

Full text

358 
ZWEITER TEIL 
RUSSLAND 
Gesetzgebung 
ARBEITSGESETZBUCH VOM 15. NOVEMBER 1922 
Das Arbeitsgesetzbuch sieht folgende Sachleistungen vor: 
arste Hilfe bei plötzlicher Erkrankung; 
ärztliche Beratung in den Untersuchungs- und Beratungsstellen der 
Krankenhäuser, Polykliniken, usw.; 
unentgeltliche klinische Behandlung ; 
häusliche Behandlung ; 
Behandlung der Volksseuchen (durch Untersuchungs- und Beratungs- 
stellen für Tuberkulose, Geschlechtskrankheiten, klimatische und 
diätetische Kuren); 
Fürsorge für Genesende (in Sanatorien und mechano-therapeutischen 
und physio-therapeutischen Anstalten usw.); 
unentgeltliche Lieferung von Arzneien, Heilmitteln, Ersatzgliedern, 
Brillen, Krücken, usw. (Verordnung vom 4. März 1924). 
Voraussetzungen des Anspruchs 
Jeder Vergicherte hat Anspruch auf Sachleistungen mit dem Eintritt 
in eine versicherungspflichtige Beschäftigung und während der ganzen 
Dauer seiner Kassenmitgliedschaft. 
Regelleistungen 
Der Kranke kann sich zur Untersuchung und Beratung, sei es im Re- 
;riebsambulatorium, sei es bei den Untersuchungs- und Beratungsstellen, 
sinfinden. Er erhält hier im gegebenen Fa!le einen Krankenschein sowie 
die notwendigen Arzneien oder die Anweisung zur Aufnahme in ein Kranken- 
haus. Kann ein Versicherter seine Wohnung nicht verlassen, so teilt er 
lies dem Büro für ärztliche Besuche mit. Dieses entsendet noch am gleichen 
Tage einen Arzt, sofern die Meidung bei ihm am Morgen, und am nächsten 
Tag, wenn die Meldung am Nachmittag eingelaufen ist. Der Arzt stellt 
einen Krankenschein aus oder er lässt den Kranken in einem Krankenhause 
unterbrinzen. Für die besonderen Behandlungsarten wie Massagen, Anlegen 
von Verbänden usw. sendet das Büro für ärztliche Besuche einen Kran- 
zenpfleger oder eine Pflegerin ins Haus. 
Die Zahnbehandlung wird in den Zahnabteilungen der Krankenhäuser 
ader in besonderen zahnärztlichen Insıituten vorgenommen. Die Behandlung 
ist nicht immer unentgeltlich, es sei denn, dass sie durch eine besondere 
Kommission verordnet ist. Auf unentgeltliche Lieferung von Zahnersatz 
aaben diejenigen Versicherten Anspruch, denen 12 Zähne fehlen oder deren 
tesundheitszuestand im allgemeinen beeinträchtigt ist. Wurde die Zahn: 
krankheit durch die Berufstätigkeit herbeigeführt — wie dies der Fall 
ist bei Arbeitern in Industrien, die mit Blei und seinen Verbindungen oder 
mit Quecksilber und seinen Verbindungen arbeiten sowie bei Arbeitern 
in gewissen Betrieben der Textil- und der Papierverarbeitungsindustrie, 
ferner hei Arbeitern in Industrien, die mit Chlor und seinen Verbindungen 
oder mit Salpeter- und Schwefelsäure arbeiten, endlich bei Arbeitern in 
Zuckermühlen —, wird Zahnersatz allgemein gewährt. 
Für Behandlung durch Fachärzte muss der Versicherte eine Verordnung 
des Gemeindegesundheitsamts beibringen. Jeder Versicherte, der als 
tuberkulos oder tuberkuloseverdächtig anerkannt ist, hat Anspruch auf 
Behandlung in besonderen Untersuchungs- und Beratungsstellen. 
Die Krankenhauspflege erfolgt ebenfalls auf Grund einer ordnungS- 
mässigen Bescheinigung. Die Unterbringung in ein Krankenhaus erfolgt
	        

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The Fiscal Problem in Missouri. National Industrial Conference Board, Inc., 1930.
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