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Die Entwickelung der Fabrikindustrie im lateinischen Amerika

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Bibliographic data

fullscreen: Die Entwickelung der Fabrikindustrie im lateinischen Amerika

Monograph

Identifikator:
176840707X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-149526
Document type:
Monograph
Title:
Die obligatorische Krankenversicherung
Place of publication:
Genf
Publisher:
Internationales Arbeitsamt
Year of publication:
1927
Scope:
892 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Teil. Einnahmequellen und Finanzgebaren
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Entwickelung der Fabrikindustrie im lateinischen Amerika
  • Title page
  • Contents
  • I. Geographische Verhältnisse
  • II. Geschichtliche Verhältnisse
  • III. Ethnologische Verhältnisse
  • IV. Wirtschaftliche Entwicklung
  • V. Finanzwirtschaft
  • VI. Industrie
  • Schluß
  • Anlage. Darstellung einzelner Länder
  • Inhaltsverzeichnis: Darstellung einzelner Länder

Full text

Geographische Verhältnisse. 
und das Wesen der Arbeit dieser Leute einige Anderung 
gebracht. Seit sie wissen, daß für Geld Dinge zu haben sind, 
die ihrem Wohlbefinden zugute kommen, wie einfache Haus- 
haltungs- und Ackergeräte, billige Stoffe für Kleidung, vor 
allem aber das beliebte Feuerwasser, haben sie begonnen, 
Bodenerzeugnisse in mäßigen Grenzen über den eigenen 
Bedarf für den Verkauf herzustellen, um damit die Mittel 
zur Erwerbung der ihnen zusagenden Gegenstände zu ge- 
winnen. Als einen Fortschritt kann man diesen kleinen Um- 
schwung nicht bezeichnen, da von einer inneren Entwickelung 
hierbei nicht die Rede ist, man möchte sogar fast das Gegen- 
teil annehmen, denn die geringe, mühelose Vermehrung der 
Bodenerzeugnisse oder die Gewinnung. von anderen natür- 
lichen Erzeugnissen z. B. von Gummi, durch einfache Zer- 
störung von Bäumen zum Zwecke der Umsetzung des ge- 
wonnenen Saftes in Geld, hat zwar zur Ausdehnung einer 
ganz mühelosen körperlichen Tätigkeit, aber zur Einschränkung 
der kleinen Hausindustrien, wie Weberei, Töpferei usw. ge- 
führt, durch die sich die Eingeborenen früher ihre Kleider- 
stoffe, Hausgeräte usw. selbst. herstellten, während sie heute 
für das fast ohne Anstrengung erworbene Geld erbärmliche 
fertige europäische Einfuhrwaren kaufen, die sie der Mühe 
der Herstellung von Stoffen und deren Verarbeitung zu 
Kleidern überheben. Zu einer über seine persönliche Be- 
dürfnisbefriedigung wesentlich hinausgehenden Tätigkeit ist 
der amerikanische Eingeborene nicht zu bewegen, und damit 
ist die erste große Schwierigkeit für die Gründung einer 
Maschinenindustrie in diesen Gebieten gegeben, nämlich die 
Frage nach dem Arbeitermaterial. 
An dieser Stelle, wo von den durch die geographische 
Lage bedingten klimatischen Verhältnissen die Rede sein soll, 
ist diese Frage nur‘ insofern von Bedeutung, als sie zu der 
Untersuchung überleiten soll, inwieweit es möglich ist, durch 
Heranziehen von Arbeitern aus anderen Klimazonen die für 
die Industrie notwendigen Arbeitskräfte zu gewinnen, und ob 
solche Arbeiter sich akklimatisieren und dauernd eine Lei- 
stungsfähigkeit zeigen können, die ausreicht, um die Industrie 
der tropischen Länder des lateinischen Amerika auf die Höhe 
der Industrien der gemäßigten Klimagebiete zu bringen. Die 
Gefahr, daß die eingewanderten Arbeiter in den Fehler der 
Eingeborenen verfallen und unter dem Eindruck der mühe- 
losen Gewinnung der Mittel für ihren Lebensunterhalt aus 
den reichen natürlichen Bodenerzeugnissen sich dem Nichts- 
tun hingeben werden, ist nicht groß, da die Arbeiter nicht
	        

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Die Entwickelung Der Fabrikindustrie Im Lateinischen Amerika. Gebauer-Schwetschke, 1910.
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