Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Durch die Kriegswirtschaft zur Naturalwirtschaft

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Durch die Kriegswirtschaft zur Naturalwirtschaft

Monograph

Identifikator:
176840707X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-149526
Document type:
Monograph
Title:
Die obligatorische Krankenversicherung
Place of publication:
Genf
Publisher:
Internationales Arbeitsamt
Year of publication:
1927
Scope:
892 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Teil. Einnahmequellen und Finanzgebaren
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Durch die Kriegswirtschaft zur Naturalwirtschaft
  • Title page
  • Contents

Full text

141 
wert, als der Grundgedanke dieser Darstellung, eine allge 
meine Grundlage jedweder Naturalrechnung zu erlangen, 
die sich ebenso ungezwungen auf naturalwirtschaftliche, wie auf geldwirt 
schaftliche Vorgänge anwenden läßt, nicht darunter leidet. 
Daß die unmittelbare Erhebung der Lust- und Unlustdaten in genügender 
Vollständigkeit gegenwärtig aussichtslos erscheint, sei es, daß wir dieselben 
zur Feststellung der Sensationenverteilung, sei es, daß wir sie zur Berechnung 
des Gesamtreichtums benötigen, ist genügend hervorgehoben worden. Wir 
vermögen ja noch nicht einmal in eng begrenzten Fällen für experimentelle 
Zwecke Behagen und Schmerz eindeutig zu bezeichnen und zu beschreiben. 
Wohl aber kann man in erheblichem Ausmaß die Bedingungen 
der Lust und Unlust erfassen oder mindestens Anzeiger ihrer Änderungs 
richtung beschreiben. Die Lust- und Unluständerungen hängen im wesentlichen 
von zwei Gruppen von Bedingungen ab ; die eine Gruppe umfaßt die Fähig 
keiten des Individuums, Lust und Unlust zu empfinden, die 
andere Gruppe die „Reize“, welche Lust und Unlust hervor- 
rufen. 
Daß ein Mensch in einer Berufsart mehr zu essen bekommt, als in einer 
anderen, ist leicht feststellbar, schwieriger fällt es dagegen, zu erheben, wie 
weit die Fähigkeiten, Lust und Unlust zu empfinden, durch verschiedene Um 
stände beeinflußt werden. Insbesondere gilt dies, wenn verschiedene Perioden 
und verschiedene geographische Gebiete miteinander verglichen werden sollen. 
Eine Arbeitsleistung, die in einer Gegend bereits erhebliche Unlust erweckt, 
mag in einer anderen kaum empfunden werden. Diese Umstände bereiten der 
Beurteilung des Lebensstandards auf Grund von Haushaltungsrechnungen große 
Schwierigkeiten. Wenn man z. B. feststellen würde, daß eine bestimmte Arbeiter 
kategorie mit ihren Geldeinkommen heute dieselben Güter kaufen kann wie 
vor fünfzig Jahren, würde man sagen können, daß die Sensationengesamtheit 
die gleiche geblieben ist? Selbst wenn man ganz davon absieht, daß die rela 
tive Stellung dieser Arbeitergruppe zu anderen Arbeitergruppen verschoben 
erscheint, dürfte heute die unmittelbare Lust- und Unlustempfindung sich 
erheblich von der damaligen unterscheiden. Eine Lebensweise, die damals als 
angenehm galt, kann heute vielleicht schon als unerträglich empfunden werden, 
oder umgekehrt. Wenn man derlei auch nicht genau erfassen kann, so muß 
man darauf bei der Erläuterung von Daten um so mehr Rücksicht nehmen. 
Im allgemeinen kann man mit einiger Sicherheit sagen, daß in einer be 
stimmten Gegend diejenigen, welchen mehr Brot, mehr Fleisch usw. zur Ver 
fügung steht, sich wohler fühlen als diejenigen, welchen davon weniger zur 
Verfügung steht. Es fehlt freilich wieder jede Berechnungsgrundlage, wenn 
etwa der Brotkonsum bei einer Gruppe größer ist, dafür aber der Fleisch 
konsum geringer. Weder die Berücksichtigung der Qewichtsmengen, noch jene 
der Kalorien, noch andere Hilfsmittel führen uns zu einem brauchbaren Ergebnis. 
Die Kleidernutzung, die Büchernutzung, welche mit dem Konsum von Brot, 
Zucker usw. auf eine Stufe zu stellen wäre, läßt sich nicht in gleicher Weise 
feststellen. Wir müssen uns eben an die Nutzungsquellen halten und erheben, 
wieviel Bücher, Kleider, Wohnraum usw. dem Einzelnen zur Verfügung stehen. 
Es sind dies ja Daten, die umfassendere Haushaltungsbeschreibungen ohnedies 
zu erfassen suchen. In ähnlicher Weise müßte man aber auch den Theater 
besuch, Vergnügungsreisen usw. und als Ursachen der Unlust die Arbeitszeit, 
Krankheiten usw. feststellen. Durch entsprechende Anwendung des Taylor 
systems, das freilich zu ganz anderen Zwecken erdacht wurde, könnte man 
Daten darüber erhalten, wie viele Menschen bis zur Übermüdung arbeiten, wie 
viele unter ihrer Intelligenz beschäftigt sind und derlei mehr. Der Zusammen 
hang zwischen den einzelnen Daten und der Lust und Unlust mag dabei freilich 
nicht immer gleichartig sein. Gerade solche ungemein konkreten Untersuchungen 
leisten, wie wir zu zeigen versuchten, abstraktesten Forderungen Genüge. Bisher 
hat man Haushaltungsrechnungen von dieser Seite her in der Theorie viel zu 
wenig Aufmerksamkeit geschenkt ; vor allen Dingen sie auch zu wenig dazu 
verwendet, um in Verbindung mit anderen Daten sie zur Schaffung einer
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

This page

PDF
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Das Finanzsystem Des Deutschen Reiches in Politischer Und Wirtschaftlicher Beziehung. Poeschel, 1906.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fourth digit in the number series 987654321?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.