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Die obligatorische Krankenversicherung

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Bibliographic data

fullscreen: Die obligatorische Krankenversicherung

Monograph

Identifikator:
176840707X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-149526
Document type:
Monograph
Title:
Die obligatorische Krankenversicherung
Place of publication:
Genf
Publisher:
Internationales Arbeitsamt
Year of publication:
1927
Scope:
892 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Vierter Teil. Die Versicherungsträger
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die obligatorische Krankenversicherung
  • Title page
  • Allgemeine Einleitung
  • Erster Teil. Das Anwendungsgebiet
  • Zweiter Teil. Leistungen
  • Dritter Teil. Einnahmequellen und Finanzgebaren
  • Vierter Teil. Die Versicherungsträger
  • Fünfter Teil. Das Streitverfahren, Rechtsverletzungen und Strafen
  • Sechster Teil. Die Krankenversicherung der Ausländer
  • Contents

Full text

DIE VERSICHERUNGSTRÄGER 617 
seite, gegen die Betriebskrankenkassen geltend gemacht, dass 
in ihnen. wenig Raum für Selbstverwaltung ist, zumal der Einfluss 
des Arbeitgebers überwiegt. 
ÖRTLICHE GEFAHRENGEMEINSCHAFTEN 
Auf territorialer Grundlage beruhende Träger umfassen alle 
Versicherungspflichtigen, ohne Rücksicht auf ihren Beruf, 
Das Gesetz kann die territoriale Gliederung als ausschliessliche 
bezeichnen ; diesfalls gehören alle im Sprengel des Versicherungs- 
trägers Beschäftigten diesem zwischenberuflichen Träger an. 
Indes findet man vielfach neben einem territorialen Versiche- 
rungsträger berufliche Versicherungsträger, denen bestimmte 
Versichertengruppen angehören müssen. oder angehören können, 
ferner auf konfessioneller oder politischer Grundlage beruhende 
Träger. 
Das Gesetz kann schliesslich auch in einem bestimmten Gebiet 
zwei Arten von Gebietskrankenkassen schaffen, deren eine für 
landwirtschaftliche Arbeitnehmer und die andere für alle anderen 
Versicherungspflichtigen bestimmt ist. 
Die allgemeinen Gebietskrankenkassen, denen mit Ausnahme 
der bei Landkrankenkassen oder Berufskassen Versicherten alle 
in einem bestimmten Gebiet Beschäftigten angehören, bieten zahl- 
reiche Vorteile infolge des Wagnisausgleiches, der Unabhängigkeit 
des Trägers von Schwankungen des Wirtschaftslebens, der Gestal- 
tung des ärztlichen Dienstes, der Aufsichtsmöglichkeit und der 
Zusammenfassung verschiedener Versicherungszweige. 
Die Gebietskrankenkasse ist grundsätzlich zwischenberuflich, 
Sie fasst Versicherte mit verschiedener Krankheitshäufigkeit 
zusammen. und trifft keine Wagnisauslese. Der Ausgleich der 
Wagnisse wird erleichtert durch ihre Ungleichheit, der Zahl 
und dem Umfang nach. Die Gebietskrankenkasse bleibt von 
Wirtschaftskrisen besser verschont als eine Berufskasse. Ar- 
beitslosigkeit und Betriebseinstellung führen eine wesentliche 
Verminderung der Versichertenzahl nicht herbei. Unter der Vor- 
aussetzung, dass ihr Sprengel ausgedehnt ist, hat die Gebiets- 
krankenkasse selbst bei einer schweren Wirtschaftskrise nicht 
viel zu befürchten, zumal nicht alle Wirtschaftszweige gleichzeitig 
betroffen. sein. können. 
Die Stetigkeit der Mitgliederzahl und die Zusammenfassung 
aller im Kassensprengel Beschäftigten erleichtert die zweckmässige 
Gestaltung der Sachleistungen. Da alle Versicherten im Umkreis
	        

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Die Obligatorische Krankenversicherung. Internationales Arbeitsamt, 1927.
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