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Neueste Zeit (Abt. 3)

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Bibliographic data

fullscreen: Neueste Zeit (Abt. 3)

Monograph

Identifikator:
100638653X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-39121
Document type:
Monograph
Title:
Zollhandbuch für die Ausfuhr nach Rußland 1906-1917
Edition:
Vierte neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Deutsch-Russischer Verein
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 592 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Handels- und Schiffahrtsvertrag vom 10. Februar/29. Januar 1894 einschliesslich der in ihn eingefügten Teile des Schlussprotokolls vom 09. Februar 1897 in der durch den Zusatzvertrag und das Protokoll vom 28. Juli/15. Juli 1904 abgeänderten Gestalt
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neueste Zeit (Abt. 3)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • I. Entstehung und erste Entwicklungsperiode des modernen Bürgertums
  • II. Neue Gesellschaft, neues Seelenleben

Full text

Entstehung und erste Entwicklungsperiode des modernen Bürgertums. 95 
Einigung einzuschlagen, geschah dergleichen im eigentlichen Be— 
ringe der deutschen Reichsgrenzen so gut wie nicht. 
Soweit da die Territorien in Betracht kamen, hatten 
diese im 16. Jahrhundert allerdings den Sieg über die großen 
Städte errungen. Aber sie waren damit noch weit davon 
entfernt, sie verschlungen und ihren Machtbestrebungen ein⸗ 
geordnet zu haben. Dagegen war bei den Fürsten noch hier 
und da einige Bitterkeit aus früheren und teilweise noch an— 
dauernden Kämpfen zwischen Territorien und Städten zurück— 
geblieben. Waren das Verhältnisse, welche eine kräftige terri— 
doriale und regionale Politik zugunsten einer Volkswirtschaft 
gestatten konnten, die den kräftig eingeschlagenen Weg zu einer 
industriellen und kommerziellen Entfaltung weiter verfolgt haben 
würde, wie sie dann zweifelsohne zunächst den Städten zu⸗ 
gute gekommen wäre? Von den Fürsten war eine solche 
Politik nicht zu erwarten: sie unterbanden vielmehr, soweit 
es in ihren besonderen Interessen lag, alle weiträumigen, auf 
große Verkehrsbeziehungen gerichteten Bestrebungen der Städte. 
Zur Veranschaulichung sei in dieser Hinsicht nur an die Ver— 
hältnisse am Rhein erinnert. Hier erlebte man, seitdem mit 
dem Zahre 1519 die Zollhoheit den Territorialherren endgültig 
preisgegeben war, eine beständige Steigerung der Rheinzölle 
bis zu dem Grade, daß der große Verkehr dauernd der Land⸗ 
straße zugetrieben wurde. Da verbanden sich denn freilich die 
rheinischen Fürsten in den Jahren 1557 und 1571 gegen die 
Benutzung der Nebenwege von Straßburg bis Rheinberg am 
Niederrhein; sie wollten sie mit gleichen Zöllen belegen wie die 
Rheinstraße. Infolge davon wie infolge technischer Verbesserungen 
hat sich dann der Flußverkehr wieder ein wenig gehoben, — blieb 
aͤber immer einer furchtbaren Belastung unterworfen, die sich 
sogar von Jahrzehnt zu Jahrzehnt noch gesteigert hat. 
Bestimmungen des westfälischen Friedens beseitigten dann 
allerdings wieder einmal alle während des Krieges reichs⸗ 
verfassungswidrig eingeführten Zölle und sonstigen Belastungen 
des Handels und erklärten die völlige Freiheit und Sicherheit des 
Verkehrs im Reiche wiederhergestellt. Auch sollte jeder neue Kaiser
	        

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Neueste Zeit. Heyfelder, 1906.
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