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Das Ich und der Staat

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Bibliographic data

fullscreen: Das Ich und der Staat

Monograph

Identifikator:
1774764512
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-160421
Document type:
Monograph
Author:
Nitsch, Harry http://d-nb.info/gnd/117023272
Title:
Das Hotel- und Gastgewerbe
Place of publication:
Düsseldorf
Publisher:
Floeder
Year of publication:
1928
Scope:
804 Seiten
Ill.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
52. Briefpapier als Werbehelfer
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Ich und der Staat
  • Title page
  • Contents
  • I. Das staatlose Ich
  • II. Das Ich in staatlicher Erziehung
  • III. Zwischen Schulpflicht und Bürgerpflicht
  • IV. Das Ich als Massenteichen
  • V. Überstaatliche Bindungen des Ichs
  • VI. Deutsche Diesseits-Religion

Full text

' IV. Das Jch als Massenteilchen 
Denken ist eben nur eine bestimmte Lebensäußerung des Gesamt- 
organismus, jede Schwankung im Befinden lebenswichtiger Teile 
dieses Organismus wird für das Denken von Bedeutung. 
So denkt auch die Zeitung nicht unabhängig von der Masse, deren 
Denkorgan sie ist. In ihr denkt vielmehr der Gesamtorganismus, 
den sie zur Einheit zusammenhält und leitet, wie das Gehirn den 
menschlichen Körper, und der wieder eingelagert ist in den größeren 
Organismus der Staatsgemeinsschaft. Der Gesamtorganismus der 
Zeitung umfaßt aber, als lebenswichtigen Teil, auch die Leserschaft, 
die Masse der zeitunglessenden Massenteilchen Ich. Und es gehört 
mit zu den unerklärlichen Kennzeichen des Organismus Zeitung, 
daß die Leute, die die Zeitung berufsmäßig „machen““, Stimmungs- 
umschläge und Willenssströmungen, die in der Masse der Leserschaft 
auftreten, spüren, auch dann spüren, wenn das gewöhnliche Stim- 
mungsbarometer, die Zahl der Bezieher, noch keinerlei Änderung 
anzeigt. Sie spüren es vermöge jenes eigentümlichen Taktgefühls, 
das erst den Zeitungsgmann von Gottes Gnaden macht, und das, 
wo von Haus aus keine Anlage dazu vorhanden ist, nicht angelernt 
und anerzogen werden kann. „Journalist wird man nicht, Journalist 
ist man“’, hat ein alter Praktikus des Berufes gesagt. 
Das zeitunglesende Ich kann also darüber beruhigt sein, daß sein 
Wille ~ wofern es eben stetiger Wille und nicht nur ein flüchtiges 
Möchte-Gern ist ~ sich der Zeitung schon mitteilt, selbst wenn es 
nicht gleich grobe Briefe an die Schriftleitung schreibt oder mit 
Abbestellung droht. Das Wie ist, gleich jeder Willensübertragung, 
eine reichlich mystische Angelegenheit, aber ~ es ist. Wenn Willens- 
übertragung nicht auch ohne ausgesprochene Willensäußerung mög- 
lich wäre ~ warum würde ein Ich dem andern ausweichen, das 
ihm auf der Straße gerade entgegenkommt? Natürlich darf das 
Ich nicht erwarten, daß jede Laune, die es in bezug auf seine Zeitung 
ankommt, sich dort schon andern Tages in Gestalt grundlegender 
Änderungen bemerkbar mache. Überhaupt kann der Willensdruck 
der Massenteilchen Ich einen besssernden Einfluß auf die Zeitung 
nur dann ausüben, erstens, wenn das einzelne Ich ungefähr eine 
Vorstellung davon hat, was die Zeitung leisten soll und kann, und 
zweitens, wenn es demgemäß von seiner Zeitung nichts fordert, 
was sie ihrem Wesen entsprechend gar nicht leisten kann. Ob es 
g 2
	        

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Das Retablissement Ost- Und Westpreußens Unter Der Mitwirkung Und Leitung Theodors von Schön. Verlag von Gustav Fischer, 1916.
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