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Meer und Weltwirtschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Meer und Weltwirtschaft

Monograph

Identifikator:
1775784541
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-156344
Document type:
Monograph
Title:
Die baltische Wirtschaft
Place of publication:
[Danzig]
Year of publication:
1928
Scope:
15 Bl.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Polens Eisenhuettenindustrie
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Meer und Weltwirtschaft
  • Title page
    Title page
  • Contents
  • I. Größe und allgemeine Bedeutung der Meere
  • II. Die Eigenproduktion des Meeres
  • III. Weltverkehr und Weltwirtschaft zur See
  • IV. Meer und Menschheit. Weltpolitik und ozeanische Kraftfelder

Full text

Während der tropische Teil des Großen Ozeans reichan Pottfischen ist, be- 
herbergt der Nordteil noch den Grönland wal. Aber auch der Fang dieses ge- 
winnreichsten Wales ist zurückgegangen; kaum 50 Wale werden in günstigen 
Jahren noch erbeutet. Zur besseren Ausnützung der Tiere hat man, wie an der 
norwegischen Küste, auch an den amerikanischen, russischen, koreanischen und 
japanischen Küsten mit Dampf betriebene „Walstationen‘ errichtet, in denen 
nicht bloß Barten und Speck zu Fischbein und Tran, sondern auch Knochen 
und Fleisch zu Leim und Düngemittel verarbeitet werden. 
Robben sind im Süden und Norden des Großen Ozeans verbreitet. Durch 
seinen Pelzrobbenreichtum besitzt der Große Ozean einen großen Vorzug gegen- 
über dem Atlantischen. Aber auch diesen Reichtum sieht der Pazifische Ozean 
schwinden. Früher wurden von Pelzrobben über 100000 Stück auf den 
Markt gebracht, gegenwärtig kaum noch die Hälfte. Der Seebär (Callorhinus 
ursinus) namentlich hat unter der maßlosen Verfolgung der Europäer und 
Japaner zu leiden gehabt, und nur neuere internationale Verein- 
barungen haben ihn vor gänzlicher Ausrottung geschützt. Die besten See- 
bärenfelle, „Sealskins‘‘, kommen von den unter der Oberherrschaft der Ver- 
einigten Staaten stehenden Pribylowinseln im Beringmeer. Auch für die russische 
Krone waren die Pelzrobben, die „Kotiki‘, eine gute Einnahmequelle. Der 
nordpazifische Ozean ist ferner das Fanggebiet der kostbaren Seeotter. Wenige 
Exemplare werden hin und wieder in Kalifornien gefangen. 
Für den Großen Ozean sind noch die Guanoinseln und -klippen bemerkens- 
wert; denn von da aus erfolgt noch, weil die wenigen Guanofundstellen am 
südatlantischen Rand, wie am Kap Kroß, völlig ausgebeutet sind, ein Guano- 
export. Allerdings ist auch der Ertrag sowohl von Fanning, Malden und Star- 
buck wie von den amerikanischen Küsteninseln bei Chile, Peru (Chinchainseln) 
und Mexiko ganz auffällig zurückgegangen. Zuletzt kann man bei den Er- 
zeugnissen der Ozeane auch die Produkte mit einrechnen, die die Seevö gel 
in Bälgen, Federn u. a. m. liefern. 
Veberblicken wir die Seefischereien der Erde, sehen wir, daß sie sich aus- 
schließlich nördlich vom Aequator befinden; südlich davon, an den Küsten 
Afrikas, Südamerikas und Australiens sieht man nur verheißungsvolle Ansätze. 
Die Ozeane gehören mit ihren Erzeugnissen zu den aus- 
schlaggebenden Faktoren der Weltwirtschaft. Ihrer Bedeu- 
tung ist man sich vielfach erst in neuester Zeit bewußt geworden. Nicht bloß 
darin, daß sie direkt Nahrungsmittel liefern, besteht ihre wirtschaftliche Be- 
deutung, sondern auch in der Schaffung von Grundlagen zugroßen 
Industrien. 
Au
	        

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John Pierpont Morgan, Der Weltbankier. Reissner, 1928.
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