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Die wirtschaftliche Konzentration

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftliche Konzentration

Monograph

Identifikator:
1779735448
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-164166
Document type:
Monograph
Author:
Gruntzel, Josef http://d-nb.info/gnd/121546470
Title:
Die wirtschaftliche Konzentration
Place of publication:
Wien
Publisher:
Springer
Year of publication:
1928
Scope:
78 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
20. Die internationale Organisation
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. — Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. — Handel
  • Dritter Teil. — Industrie
  • Vierter Teil. — Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. — Verkehrswesen
  • Sechster Teil. — Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Autorenverzeichnis
  • Index

Full text

38 Zweiter Teil. Handel. I. Die Volkswirtschaft. 
Metallgeld vorhanden, ist dasselbe doch nur bei eineni kleinen Teil der Tauschgeschäfte 
Tauschobjekt. 
In diesem Zustand werden nur wenige Tauschgeschäfte vorgenommen. Zwischen 
den Privatwirtschaften besteht noch kein regelmäßiger Tauschverkehr. Die Produktion 
in ihnen ist noch eine isolierte. Städte und Stadtwirtschaften existieren noch nicht. 
Der Staat erfüllt seine, aber nur geringen, Leistungen zum Teil direkt durch unent 
geltliche Zwangsarbeitsleistungen seiner Angehörigen. Soweit er materielle Mittel 
gebraucht, eine Staatswirtschast existiert, beschafft er sich dieselben aus eigenem Ver 
mögen (Grundbesitz) oder durch, den Staatsangehörigen auferlegte, Naturallieferungen. 
Seine Beamten erhalten die Entschädigung für ihre Arbeitsleistungen in unmittelbaren 
Gebrauchsgütern (Domänenwirtschaft, Naturalabgaben, ein Lehnsnexus in den mannig 
fachsten Formen und Abstufungen). 
Die Naturalwirtschaft ist ein charakteristisches Merkmal von Ackerbauvölkern bis 
zu ihrem Libergange zur Stufe eines Gewerbe- und Handelsvolkes. Sofern bei Jäger-, 
Fischer- und Hirtenvölkern Tauschgeschäfte vereinzelt vorkommen, sind es auch Natural 
tauschgeschäfte. 
2. Die Geld wirtschaft setzt die öffentlich-rechtliche Institution des Metall 
geldes in gemünzten Stücken voraus, dessen sich die Bevölkerung als allgemeinen Tausch 
mittels und Preismaßes und als gesetzlichen Zahlungsmittels bedient. Sie bezeichnet 
den Wirtschastszustand, der diese Institution hat, und in dem bei Tauschgeschäften in 
der Regel dies Geldgut als Tauschmittel und Preismaß zur Anwendung kommt. 
Naturaltauschgeschäfte kommen zwar auch noch vor, aber sie treten gegenüber den Geld 
tauschgeschäften völlig in den Hintergrund. Die produktive Bevölkerung gliedert sich 
in zahlreiche Erwerbs- und Berufsklaffen. Land- und Forstwirtschaft, ^Bergbau, 
Fischerei, Gewerbe, Handel, das Transport- und Versicherungswesen und persönliche 
Dienstleistungen sind selbständige Erwerbs- und Berufszweige. Die Produttion ist 
wesentlich eine Produktion von Tauschgütern (materiellen Gütern, Arbeitsleistungen), 
die gegen Geld ausgetauscht werden. Das Geld selbst wird als Gegenstand der Geld 
leihe eine Einkommensquelle. 
Die Geldwirtschaft beginnt historisch mit der Entstehung der Städte und in ihnen 
und verbreitet sich dann auch in der Landbevölkerung. Wie im Verkehr der Privat 
wirtschaften kommt sie auch in den öffentlichen Wirtschaften zum Durchbruch. In den 
Staatswirtschaften tritt allmählich an die Stelle der reinen Doinänenwirtschaft und der 
Naturallieferungen ein Steuersystem von Geldsteuern und die Bezahlung der Beamten 
in Geld. Einnahmen und Ausgaben der Gemeinden und Staaten werden Geld-Einnahmen 
und -Ausgaben. 
Die Geldwirtschaft entwickelt sich in verschiedenen Abstufungen mit der Ausbildung 
der Arbeitsteilung und der gesellschaftlichen Produttion bei Gewerbe- und Handels- 
Völkern und charakterisiert deren Volkswirtschaft. 
3. Die Kredit wirtschaft ist der Zustand der Volkswirtschaft, in welchem ein 
großer Teil der Tauschgeschäfte als Kreditgeschäfte abgeschlossen wird und zahlreiche 
Kreditpapiere als Geldsurrogate dienen, die, sofern sie Geldversprechen sicherer Schuldner 
sind, durch die Existenz von Banken tatsächlich Kauf- und Zahlkraft haben wie das 
Metallgeld. 
Die Tauschgeschäfte sind ebenfalls noch entweder Geld- oder Naturaltauschgeschäfte, 
in der Regel erstere. And das Geld ist noch wie bei der Geldwirtschaft allgemeines 
Preismaß, allgemeines Tauschmittel und gesetzliches Zahlungsmittel. Aber, wie gesagt, 
viele Geldtauschgeschäfte sind Kreditgeschäfte, und das Geld wird, als Tausch- und 
Zahlmittel, tatsächlich vielfach durch Kreditpapiere ersetzt. Insbesondere werden viele 
Waren auf Kredit verkauft und zahlreiche Geldleihgeschäfte gemacht. Kreditvermittler 
befördern das Zustandekommen solcher Geschäfte. Der Warenabsatz und die Produttion
	        

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Die Deutsche Mark von 1914-1924. Schuster, 1925.
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