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Moratorien und andere Sonderregelungen des Zahlungsverkehrs im Auslande

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Bibliographic data

Object: 10 Jahre Wiederaufbau

Monograph

Identifikator:
1779735448
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-164166
Document type:
Monograph
Author:
Gruntzel, Josef http://d-nb.info/gnd/121546470
Title:
Die wirtschaftliche Konzentration
Place of publication:
Wien
Publisher:
Springer
Year of publication:
1928
Scope:
78 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
20. Die internationale Organisation
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Technik des wirtschaftlichen Verkehrs
  • Title page
  • Contents
  • Einführung
  • I. Mass- und Wertfeststellung im Warenverkehr
  • II. Die Instrumente des kaufmännischen Kreditverkehrs
  • III. Der kaufmännische Nachrichten- und Güterverkehr
  • IV. Die Währungen and Devisennotierungen
  • V. Die Subjekte des wirtschaftlichen Verkehrs
  • VI. Das Warengeschäft
  • VII. Die Organisation des Überseegeschäftes
  • VIII. Das Bankgeschäft
  • IX. Marktorganisationen
  • Sachregister

Full text

256 DIE TECHNIK DES WIRTSCHAFTLICHEN VERKEHRS 
auktionen und freiwillige Auktionen; Bedeutung für den Handel 
haben nur die letzteren. Sie sind das beste Mittel, große Waren- 
mengen rasch zum Marktpreise zu verkaufen und werden daher 
namentlich in den großen Stapelplätzen des Handels, besonders in 
Hafenplätzen, zu bestimmten Zeiten veranstaltet, um die ange- 
sammelten Warenvorräte im großen an Händler und Konsumenten 
loszuschlagen. 
Große und bedeutende Auktionen finden statt in London für 
Kaffee, Tee, Gewürze, Kautschuk, Wolle, Rauchwaren, Häute, 
Talg u. a., in Amsterdam und Rotterdam für Kaffee, Kakao, Tee, 
Zinn, Chinarinde, in Havre und Antwerpen, auch Budapest für Wolle, 
in Triest für Südfrüchte, in Montreal (Kanada) für Pelze usf. 
Die Auktionen werden teils von Maklern, besonders von den 
großen Brokerfirmen. (selling brokers) in England, teils von Handels- 
gesellschaften (in Holland von den Kulturbanken) abgehalten. Die 
zur Auktion angemeldeten Waren werden schon einige Zeit vorher 
in Partien von ungefähr zehn Kollos geordnet, die sogenannten 
Lose (in Holland Kavelinge), und von sachverständigen Maklern 
taxiert, das heißt nach dem Marktpreise bewertet; die Lose mit den 
Taxen gelangen in eigenen Auktionslisten zur Veröffentlichung. Die 
Makler, Agenten und Kommissionäre des Platzes übermitteln diese 
Listen, auf Wunsch auch kleine Durchschnittsproben an ihre Kom- 
mittenten und Geschäftsfreunde und erhalten von diesen die Limite 
für die Auktion. Diese findet in Holland in Anwesenheit des soge- 
nannten Deurwarder (Hwissier) statt, der von der Behörde delegiert 
ist. Die Auktionsteilnehmer sind neben Selbstkäufern größtenteils 
Kommissionäre und Makler (buying brokers), die von ihren Kom- 
mittenten Orders erhalten haben; fast durchwegs sind Ortsfremde 
von der Teilnahme ausgeschlossen, vielfach werden auch Bietungen 
nur von Maklern entgegengenommen. Die Lose werden zur Taxe 
ausgerufen und dem Meistbietenden zugeschlagen. Die Preise ver- 
stehen sich ab Magazin. Der Ersteher hat ein Deposit von 20 bis 
25% des Wertes sofort bar zu erlegen; an Spesen erwachsen ihm 
die Brokerage des buying broker, dann das sogenannte Losgeld 
(lot money) für den Auktionator, zuweilen auch Taxen an die 
Gemeinde oder den Staat (in Holland die sogenannte Registratie 
von 1%); hingegen geht die Brokerage des Verkaufmaklers zu Lasten 
des Eigners der Ware. Der Abruf der Ware muß in Holland inner- 
halb 14 Tagen erfolgen, in England wird, wenn nötig, auch eine 
längere Frist gewährt. Ist der Käufer mit der Übernahme im Verzug, 
So erfolgt der Verkauf der Ware und der säumige Käufer ist zum 
Schadenersatz verpflichtet (s. Prompt S. 183). 
Die meisten Auktionen werden vierteljährlich abgehalten; der 
Verlauf dieser großen Auktionen beeinflußt die Preisverhältnisse
	        

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Die Technik Des Wirtschaftlichen Verkehrs. Manz, 1927.
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