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Sittlichkeit in Ziffern?

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Bibliographic data

fullscreen: Sittlichkeit in Ziffern?

Monograph

Identifikator:
1779816413
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-167099
Document type:
Monograph
Author:
Michels, Robert http://d-nb.info/gnd/118733737
Title:
Sittlichkeit in Ziffern?
Place of publication:
München [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1928
Scope:
VIII, 229 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Statistische Vorfragen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Sittlichkeit in Ziffern?
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Theoretische Vorfragen
  • Zweiter Teil. Statistische Vorfragen
  • Dritter Teil. Kriterien
  • Teil IV. Akzessorische Fragen der moralstatistischen Kausalitäten
  • Schlußbemerkung
  • Index

Full text

Statistische Vorfragen. 
23 
wie bei den Mädchen der Unbemittelten %, Die Gerichtspraxis 
hat verneint, sagt ein juristischer Sachverständiger, daß der 
Geburteneinschränkung veranlaßt habe, daß dafür aber die unteren Klassen 
;hr Geschäft der Kindererzeugung weiter fortgesetzt hätten und somit die 
Gefahr der Degeneration des Menschengeschlechtes eher noch gewachsen sei. 
Die Neomalthusianer ihrerseits geben die Geburtendifferenz zwischen den 
beiden Klassen zwar zu, meinen aber, daß die höhere Natalität der unteren 
Klassen durch die hohe Mortalität in den ersten Lebensjahren außer- 
ordentlich reduziert würde. So zum Beispiel war in den Jahren 1905 bis 
1909 in London die durchschnittliche Geburtenziffer der reichsten Distrikte 
21,4, der ärmeren Distrikte 33,2 %/g9. Die Sterbeziffer war 12,4% 99 in den 
reichen, 17,400 in den armen Distrikten, so daß die Bevölkerungs- 
vermehrung zwar wohl in den armen Distrikten (15,8% ,0) stärker war als 
in den reichen (9,4999), aber weitaus nicht der Geburtendifferenz entsprach. 
(C. V. Drysdale, Neo-Malthusianism and eugenics, London 1912, Bell, 
p. 16.) 
21 Über die unehelichen Kinder adliger Frauen vgl. die „Neue Genera- 
tion“ (Helene Stöcker), VI (1910), P- 517. Ein Erlaß des Ministers 
des Innern von Dallwitz vom Jahre ı9gx1 beschäftigte sich mit den un- 
ehelichen Kindern adliger Mütter. P. M. bemerkt dazu in einem Artikel: 
Dallwitz reformator („Berliner Tageblatt“, 40. Jahrg., Nr 436, 28. August 
1g1x): „Ist die Regelung dieser Frage wirklich so wichtig? Geschieht 
es in Preußen so häufig, daß unverheiratete adlige Damen uneheliche 
Kinder in die Welt setzen? So fragt man sich nicht nur respektvoll im 
Inlande, sondern weniger respektvoll auch im Auslande, Siehe da, spottet 
man, natürlich jenseits der schwarz-weißen Grenzpfähle, diese adligen Jung- 
frauen! Man hätte es ihnen gar nicht zugetraut, daß sie ausgerechnet in 
Preußen, diesem Lande der frommen Sitte, sich in stärkerem Maße an 
der wachsenden Bevölkerungsziffer beteiligen. Und doch muß es der Fall 
sein, da es in dem Erlaß des Herrn v. Dallwitz heißt, daß diese außer- 
ahelich geborenen Kinder in Unkenntnis der Rechtspflege oft ein Adels- 
zeichen der Mutter unbeanstandet fortführen. Also dergleichen kommt oft 
vor; dann kommt es doch wohl noch öfter vor, daß adlige Mütter un- 
eheliche Kinder der Welt schenken, die gar nicht erst auf die Führung 
des Adelszeichens Anspruch erheben. Ei, ei! Aber gerade wenn dergleichen 
betrübsame Erscheinungen nicht selten sind, muß man die Tatkraft des 
preußischen Ministers des Innern bewundern, wenn er die unehelichen 
Kinder adliger Mütter in die ihnen gebührenden Schranken zurückweist. 
Unehelich und unehrlich, diese beiden Worte haben eine fatale Ähnlich- 
keit. Zwar wird nach bürgerlichem Recht zwischen ehelichen und unehe- 
lichen Kindern nur in ganz bestimmten Fällen unterschieden, aber daß
	        

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John Pierpont Morgan, Der Weltbankier. Reissner, 1928.
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