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Die Zucker-Industrie auf Cuba

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Bibliographic data

thumbs: Die Zucker-Industrie auf Cuba

Monograph

Identifikator:
1831803313
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-220944
Document type:
Monograph
Title:
Reichstarifvertrag für das deutsche Buchbindereigewerbe und verwandte Berufszweige (VDB-Tarif)
Place of publication:
Leipzig
Year of publication:
1928
Scope:
33 S
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
A. Hauptvertrag
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Zucker-Industrie auf Cuba
  • Title page

Full text

2* 
11 
Die Unrichtigkeit der Zahlen zu 2 und 5 liegt klar zu Tage. Sie macht 
natürlich auch die übrigen verdächtig. Schon oben ist darauf hingewiesen 
worden. Das Jahr 1878 war dasjenige, in welchem durch einen Friedells 
schluß die zehnjährige Insurrection ihre Endschaft erreichte. Daß ill solcher 
Zeit eiil ordnungsmäßiger Census Hütte aufgenommen werden können, ist 
schwer glaublich. Ebenso wenig glaublich erscheint es, daß gerade damals, 
nach zehnjährigem innerem Kriege, die Seelenzahl so wenig geringer ge- 
lvesell seill sollte, als jetzt. Die Zahlen zu berichtigen, fehlt es an anderen 
lind besseren Nachrichten. Jnlmerhin bestätigen auch sie, was oben über 
die ungleiche Vertheilung der Bevölkerung uild über die geringe Seelenzahl 
im Innern benlerkt lvordeil ist. 
Die Insel wurde zwar immer als eine unmittelbare Provinz voll 
Spanien betrachtet und steht insofern unter deln spanischen Coloilialminister 
ill Madrid. Allein in Wahrheit wird sie von einem Generalcapitain regiert, 
welcher seit dem Jahre 1777 schon mit der Selbstständigkeit eilles Vice- 
königs ausgerüstet ist und ziemlich ilnumschränkte Gewalt ausübt. Er 
wird vom Könige auf 3 bis 5 Jahre ernannt, hat den Rang eines General- 
lieutenants der spanischen Armee, uild ist das oberste Haupt der Civil-, 
Militair- uild der kirchlichen Gerichtsbarkeit auf der Insel. In die kirch 
liche Herrschaft über die sehr bigotte, römischkatholische Bevölkeruilg theilen sich 
zwei Erzbischöfe, deren einer seinen Sitz in Havana, der andere in Sail 
Jago de Cilba hat. Der Finanzverwaltung steht ein in Havana wohnender 
Generalintendant vor; die Insel hat ihre Ausgaben, auch diejenigen für 
Heer und Flotte, selbst zu decken nnb die Ueberschüsse an das Mutterland 
abzuliefern. Die gesetzgebende Gewalt steht bei ben Cortes bezw. bei der 
spanischen Regierung in Madrid, für welche Cuba immer nur eine spanische 
Provinz geblieben ist. Früher hatten Abgeordnete von Cuba Sitz und 
Stimme iil der Cortes; nachdem im Jahre 1812 das konstitutionelle System 
auf das spanische Amerika übertragen lvorden war. Die Verfassung von 
1837 aber bestimmte, ungeachtet des Widerspruchs der Vertreter von Cuba, 
iln Art. 80: „die überseeischen Provinzen lverden durch besondere Gesetze 
regiert werden". Diese Gesetze lvurden aber lliemals gegeben, wenn auch 
wiederholt, nnb so auch bei Abänderung der Verfassung int Jahre 1845 
versprochen. Mail fürchtete auch die beideil Inseln ebenso nne die Colonien 
des amerikanischen Continents zu verlieren, lvenn man ihnen Zugeständ- 
nisse lnachte. Für Cuba giebt es sonach nur Königliche Beschlüsse und die 
Anordnungen der spanischen Gewalten, une die Amtsgewalt des General- 
capitains. 
Unter denl Generalcapitain stehen die Gouverneure der sechs Pro- 
vinzen, uild unter dieseil ist für jeden der vorhandeneil 32 Gerichtsbezirke 
ein Gouverneur-Lieutenant eingesetzt. In den Städten hat ein ayuntamiento 
die Functionen eines Gemeinderathes, ist aber mit sehr geringer wirklicher
	        

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Die Deutschen Hypotheken-Aktien-Banken. Aue, 1877.
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