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Urzeit und Mittelalter (Abt. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Urzeit und Mittelalter (Abt. 1)

Multivolume work

Identifikator:
1780159447
Document type:
Multivolume work
Author:
Marx, Karl http://d-nb.info/gnd/118578537
Title:
Das Kapital
Place of publication:
Berlin
Publisher:
J. H. W. Dietz Nachf., G. m. b. H.
Year of publication:
1926-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1780159595
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-188277
Document type:
Volume
Author:
Marx, Karl http://d-nb.info/gnd/118578537
Title:
Der Produktionsprozeß des Kapitals
Volume count:
1.1928
Place of publication:
Berlin
Publisher:
J. H. W. Dietz Nachf., G. m. b. H.
Year of publication:
1928
Scope:
XLVIII, 768 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Siebter Abschnitt. Der Akkumulationsprozeß des Kapitals
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)
  • Title page
  • Contents
  • Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Güterumlaufes und der Einkommensverteilung
  • Viertes Buch. Die Entwickelung des volkswirtschaftlichen lebens im ganzen
  • Index

Full text

525) Das ältere Naturalgeld und die Entstehung des Münzgeldes. 67 
Silber mit einem Zeichen versehen, indem das Verlangen entsteht, das Zeichen müfse 
publica fides genießen, also von einer öffentlichen Autorität, dem Fürsten oder Gemeinde— 
beamten herruͤhren, entsteht in langsamer Umbildung der Formen und Zeichen das 
eigentliche Geld, die Münze; es ist da vorhanden, wo diese Zeichen bestimmte Metall— 
stücke ausschließlich oder ganz überwiegend zum Tausch- und Zahlmittel stempeln, ihnen 
die direkte Verwendung als Schmuckstück und Geräte nehmen. Und wir setzen in unferen 
heutigen Vorstellungen und Benennungen auch die alten großen Metallstücke von ein und 
nehreren Pfunden, obwohl sie einen öffentlichen Stempel haben, als Barren dem Münz— 
geld gegenüber, verstehen unter letzterem nur die kleineren, handlicheren, zum Tausch— 
mittel passenderen Metallstücke. Überall haben diese zuletzt die Form abgeplatteter 
Cylinder angenommen, die mit Zeichen auf beiden Seiten oder auf einer versehen, am 
besten der Cirkulation dienen, in Beuteln oder Rollen verwahrt werden konnten, am 
wenigsten der Abnutzung unterworfen waren. 
Die Sage berichtet, Münzen seien zuerst in den griechisch-kleinasiatischen Städten 
und Lydien geprägt worden; wir wissen, daß in Agypten erst mit den griechischen 
Herrschern das eigentliche Münzen beginnt, während hier, wie sonst in Asien, längst 
ein nicht unerheblicher Marktverkehr und Handel bestand; auch in Mexiko und Peru traf 
man einen solchen ohne Münze in unserem Sinne. Das ist wohl erklärlich, wenn wir 
bedenken, daß wahrscheinlich ein sehr langsamer Umbildungsprozeß erst aus einer Reihe 
von sich gleichstehenden, mit typischen Wertvorstellungen versehenen, durch Maß und 
Gewicht zähl- und meßbar gemachten Gütern nach und nach die Metalle emporhob 
und von den anderen schied, und daß auch die Umbildung von rohen Metallstücken 
und Geräten zu festen Gewichtsstücken und zu geprägter, mit öffentlichen Zeichen ver— 
sehener Münze wahrscheinlich sehr lange Zeitraͤume erforderte. Haben doch die Germanen 
seit Cãäsars Tagen römische Geldstücke in großer Menge besessen, aber bis ins 7. und 
3. Jahrhundert im Westen, bis ins 12. und 13. im Osten, ja teilweise noch länger 
neben dem Metallgeld in solch bevorzugten anderen Gütern gerechnet, ihre Werte gedacht 
und so gezahlt, ganz davon zu schweigen, daß ein erheblicher, vielleicht der größere Teil 
ihrer wirtschaftlichen Transaktionen in der Form von Natuͤralabgaben und Viensten sich 
bis ins 19. Jahthundert vollzog. 
Die Frage also, wann und wo der Geldverkehr und die Geldwirtschaft in einem 
dande oder bei einem Volke begonnen habe, ist nicht mit einer Jahreszahl, nicht einmal 
mit einem Jahrhundert zu beantworten. Nur das wissen wir zur Zeit ungefähr, 
wann einzelne Völker fremde Münze erhielten, wann sie begannen, eigene zu schlagen, 
wann sie die öffentliche Gewalt damit in bestimmter Weise betrauten, die private Her— 
stellung von Munzen verboten, wann sie die verschiedenen Stadien einer geordneten 
Münzverwaltung zurücklegten und endlich zu einem gut geordneten Geldwesen gelangten. 
Wir können so zugleich verfolgen, wie die ganze innere Ausbildung des 
virtschaftlichen Wertbewußtseins sowie der höheren Arbeitsteilung und des großen Ver— 
kehrs diesen Stadien der Geldentwickelung parallel ging. Die Epochen des Geld⸗ und 
Münzwesens wurden in gewissem Sinne? zugleich die Cpochen der volkswirtschaftlichen 
Entwickelung überhaupt. Es ist ein komplizierter Prozeß, wobei die technischen Eigen— 
chaften der Metalle und die Verkehrsbedürfnisse, die Sitte des Marktes und der 
staufmannschaft einerseits, die staatlichen Veranstaltungen andererseits immer wieder 
zusammenwirken und ineinander greifen, wobei tastende Versuche und Fehlgriffe aller 
Art, ja Rückschritte nicht fehlen, das egoistische Interesse des einzelnen immer wieder 
die staatlichen und Handelseinrichtungen über den Haufen wirft oder korrigiert, und 
diese doch immer wieder siegreich in verbesserter Form sich behaupten, weil nur sie 
dauernd der großen und schwierigen Aufgabe, ein allgemeines Tausch- und Zahlmitiel 
zu liefern, gerecht werden. 
Die konventionell-staatliche Ordnung des Geldwesens werden wir gleich näher 
ennen lernen. Die technisch-⸗natürliche Grundlage derselben aber liegt in den wirt— 
chaftlichen Eigenschaften der Metalle überhaupt und speciell der edlen. Sie werden 
»ei allen Völkern der Halb- und Ganzkultur eine der begehrtesten, wenn nicht die
	        

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Verkehr, Handel Und Geldwesen. Wert Und Preis. Kapital Und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung. Duncker & Humblot, 1904.
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