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Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

Multivolume work

Identifikator:
1780159447
Document type:
Multivolume work
Author:
Marx, Karl http://d-nb.info/gnd/118578537
Title:
Das Kapital
Place of publication:
Berlin
Publisher:
J. H. W. Dietz Nachf., G. m. b. H.
Year of publication:
1926-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1780159595
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-188277
Document type:
Volume
Author:
Marx, Karl http://d-nb.info/gnd/118578537
Title:
Der Produktionsprozeß des Kapitals
Volume count:
1.1928
Place of publication:
Berlin
Publisher:
J. H. W. Dietz Nachf., G. m. b. H.
Year of publication:
1928
Scope:
XLVIII, 768 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Abschnitt. Ware und Geld
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Kapital
  • Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Ware und Geld
  • Zweiter Abschnitt. Die Verwandlung von Geld in Kapital
  • Dritter Abschnitt. Die Produktion des absoluten Mehrwertes
  • Vierter Abschnitt. Die Produktion des relativen Mehrwertes
  • Fünfter Abschnitt. Die Produktion des absoluten und relativen Mehrwertes
  • Sechster Abschnitt. Der Arbeitslohn
  • Siebter Abschnitt. Der Akkumulationsprozeß des Kapitals
  • Index

Full text

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Erstes Kapitel. 
11 
kräften. Arbeit ist also nicht die einzige Quelle der von ihr produ- 
zierten Gebrauchswerte, des stofflichen Reichtums. Die Arbeit ist 
sein Vater, wie William Petty sagt, und die Erde seine Mutter. 
Gehen wir nun von der Ware, soweit sie Gebrauchsgegenstand, 
über zum Warenwert. 
Nach unserer Unterstellung hat der Rock den doppelten Wert 
der 10 Ellen Leinwand. Dies ist aber nur ein quantitativer Unter- 
schied, der uns zunächst noch nicht interessiert. Wir erinnern daher, 
daß, wenn der Wert von 1 Rock doppelt so groß als der von 10 Ellen 
Leinwand, 20 Ellen Leinwand dieselbe Wertgröße haben wie 1 Rock. 
Als Werte sind Rock und Leinwand Dinge von gleicher Substanz, 
gleichem Wesen, objektive Ausdrücke gleichartiger Arbeit. Aber 
Schneiderei und Weberei sind qualitativ verschiedene Arbeiten. Es 
gibt jedoch Gesellschaftszustände, worin. derselbe Mensch abwech- 
selnd schneidert und webt, diese beiden verschiedenen Arbeits. 
weisen daher nur Abänderungen der Arbeit desselben Individuums 
und noch nicht besondere feste Funktionen verschiedener Individuen 
sind, ganz wie der Rock, den unser Schneider heute, und die Hosen, 
die er morgen macht, nur Variationen derselben individuellen Arbeit 
voraussetzen. Der Augenschein lehrt ferner, daß in unserer kapita- 
listischen Gesellschaft, je nach der wechselnden Richtung der 
Arbeitsnachfrage, eine gegebene Menge menschlicher Arbeit ab- 
wechselnd in der Form von Schneiderei oder in der Form 
von Weberei zugeführt wird. Dieser Formwechsel der Arbeit 
mag nicht ohne Reibung abgehen, aber er muß gehen. Sieht 
man ab von der Bestimmtheit der produktiven Tätigkeit und 
daher vom nützlichen Charakter der Arbeit, so bleibt das 
an ihr, daß sie eine Verausgabung menschlicher Arbeitskraft 
ist. Schneiderei und Weberei, obgleich qualitativ verschiedene 
produktive Tätigkeiten, sind beide produktive Verausgabung von 
menschlichem Hirn, Muskel, Nerv, Hand usw., und in diesem Sinn 
beide menschliche Arbeit. Es sind nur zwei verschiedene Formen, 
menschliche Arbeitskraft zu verausgaben. Allerdings muß die 
menschliche Arbeitskraft selbst mehr oder minder entwickelt sein, 
um in dieser oder jener Form verausgabt zu werden. Der Wert der 
Ware aber stellt menschliche Arbeit schlechthin dar, Verausgabung 
menschlicher Arbeit überhaupt. Wie nun in der bürgerlichen Ge- 
sellschaft ein General oder Bankier eine große, der Mensch schlecht- 
hin dagegen eine sehr schäbige Rolle spielt,!* so steht es hier auch 
mit der menschlichen Arbeit. Sie ist Verausgabung einfacher Ar- 
beitskraft, die im Durchschnitt jeder gewöhnliche Mensch, ohne 
besondere Entwicklung, in seinem leiblichen Organismus besitzt. 
Die einfache Durchschnittsarbeit selbst wechselt zwar in verschie- 
denen Ländern und Kulturepochen ihren Charakter, ist aber in einer 
vorhandenen Gesellschaft gegeben. Kompliziertere Arbeit gilt nur 
1 Vgl. Hegel: „Philosophie des Rechts. Berlin 1840“, S. 250, 8 190.
	        

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Der Produktionsprozeß Des Kapitals. J. H. W. Dietz Nachf., G. m. b. H., 1928.
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