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Hansische Beiträge zur deutschen Wirtschaftsgeschichte

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Bibliographic data

fullscreen: Hansische Beiträge zur deutschen Wirtschaftsgeschichte

Monograph

Identifikator:
1782566376
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-169787
Document type:
Monograph
Author:
Rörig, Fritz http://d-nb.info/gnd/116593113
Title:
Hansische Beiträge zur deutschen Wirtschaftsgeschichte
Place of publication:
Breslau
Publisher:
Hirt
Year of publication:
1928
Scope:
284 S.
Kt.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Lübecker Familien und Persönlichkeiten aus der Frühzeit der Stadt
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Hansische Beiträge zur deutschen Wirtschaftsgeschichte
  • Title page
  • Contents
  • I. Lübeck und der Ursprung der Ratsverfassung
  • II. Der Markt von Lübeck. Topographisch-statistische Untersuchungen zur deutschen Sozial- und Wirtschaftsgeschichte
  • III. Lübecker Familien und Persönlichkeiten aus der Frühzeit der Stadt
  • IV. Aussenpolitische und innerpolitische Wandlungen in der Hanse nach dem Stralsunder Frieden (1370)
  • V. Die Hanse und die nordischen Länder
  • VI. Das älteste erhaltene deutsche Kaufmannsbüchlein
  • VII. Grosshandel und Grosshändler im Lübeck des 14. Jahrhunderts
  • VIII. Die Gründungsunternehmerstädte des 12. Jahrhunderts

Full text

[11. Lübecker Familien und Persönlichkeiten aus der Frühzeit der Stadt 135 
darauf legen, für ihr wertvollstes Handelsgut, das flandrische Tuch, ge- 
legentlich den „Gewandschnitt‘‘, d. h. den Verkauf im kleinen auszuüben, 
richtiger wohl: durch Handelsangestellte nebenher ausüben zu lassen, so 
ändert sich das im 14. Jahrhundert immer mehr: die Morneweg haben nicht 
mehr an Gewandschnitt gedacht, und vollends in den reichlich erhaltenen 
Listen der im Gewandhaus zum Verkauf Berechtigten der 70er und 80er 
Jahre findet man nur ganz vereinzelt Namen der damals im wirtschaftlichen 
Leben der Stadt führenden Männer. Dagegen verraten uns zahlreiche Ein- 
tragungen des Niederstadtbuchs, daß z. B. die Brüder Hermann und Gerhard 
Gallin in den 40er bis 50er Jahren des 14. Jahrhunderts einen Großhandel mit 
Handrischem Tuch getrieben haben; in großen Einzelposten, bis zu 100 Stück 
auf einmal, haben sie es in Lübeck abgesetzt. Lübeck selbst war damals ein 
erster Platz des Großhandels, in dem die Ostwaren (Pelze usw.) und die West- 
waren (Tuche) im großen abgesetzt wurden und ihren Eigentümer wechselten. 
Die Bedeutung des Großhandels läßt sich am besten an der Familie 
Warendorp nachweisen. Drei Familien der Warendorp haben im 14. Jahr- 
hundert im Rat gesessen; eine von ihnen verrät in ihrem Grundbesitz, daß 
sie mit den Gründungsunternehmern im Zusammenhang stand. Aber dieser 
Familie ging es gegen Ende des 13. Jahrhunderts nicht gerade glänzend; 
ihr Grundbesitz war auf ein Minimum zusammengeschmolzen; auf dem 
Marktplatz war noch eine ganze Kerzengießerbude ihr Eigentum. Zu An- 
fang des 14. Jahrhunderts sind aber in allen drei Familien eine ganze Reihe 
tüchtiger Leute hochgekommen, die den Namen Warendorp mit einem Male 
wieder zu außerordentlicher Bedeutung gebracht haben. In der alten 
Gründerfamilie waren es die Brüder Bruno (f 1316) und Hermann minor 
(7 1350); in den beiden andern Familien Gottschalk senior (1346) und 
Hermann senior (F 1333), welche die neue Blüte der Warendorp begründeten. 
Ungemein anschaulich geben die Quellen über ihre Tätigkeit im Handel 
Auskunft; bis in die Einzelheiten sind wir unterrichtet; wir kennen ihre 
Handlungsangestellten, ihre Gesellschafter, sehen, wie etwa dem Bruno 1297 
und 1320 Schiffe im Lande Hadeln und bei Dordrecht in Holland stranden, 
die russisches Gut führen. Von Hermann minor ist sogar das älteste Hand- 
lungsbuch eines deutschen Kaufmanns erhalten?), das für jene Geschäfte 
bestimmt war, in denen er seinen Schwager Johann Clingenberg und dieser 
wieder ihn vertrat, wenn einer von ihnen abwesend war. Hermann wickelt 
hier für seinen Schwager Johann ein größeres Getreidegeschäft ab; dieser 
trifft für Hermann, der in Flandern weilt, Dispositionen im Weitervertrieb 
des flandrischen Tuchs nach Thorn, Holstein und Schonen. Als Einzelreeder 
rüstet er 1337 und 1346 eine Kogge und eine Hulk aus. Ähnliche Züge ließen 
sich für Gottschalk und Hermann senior festhalten. Nur von einem erfährt 
man bei ihnen und ihren Nachfahren nichts mehr: von der Ausübung des 
Gewandschnitts.
	        

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Hansische Beiträge Zur Deutschen Wirtschaftsgeschichte. Hirt, 1928.
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