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Gesellschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Gesellschaftslehre

Monograph

Identifikator:
178263682X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-177433
Document type:
Monograph
Author:
Vierkandt, Alfred http://d-nb.info/gnd/118804472
Title:
Gesellschaftslehre
Edition:
2., völlig umgearb. Aufl
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Enke
Year of publication:
1928
Scope:
XI, 484 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Gesellschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • 1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
  • Zweites Kapitel. Die Abstufungen der Gesellschaft (Gemeinschaft und "Gesellschaft")
  • Drittes Kapitel. Die Gruppe
  • Viertes Kapitel. Die wichtigsten historischen Formen der Gruppe
  • Index

Full text

130 Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft. 
hier so weit, daß auch gewisse Widerstände überwunden 
werden können: auch Anschauungen, zu denen der Geführte von sich aus 
nicht kommen könnte, die seiner Denkweise und seinen Urteilstendenzen 
widersprechen, finden in gewissen Grenzen in seiner Seele Eingang, wenn 
sie ihm von der autoritativen Person dargeboten werden. Darin zeigt 
sich die besondere Macht der Autorität, daß sie die Persönlichkeit um 
einen gewissen Betrag gleichsam von ihrer Bahn abzulenken, die Stil- 
einheit ihrer Denkweise und Anschauungen zu „trüben“ vermag. Hier- 
in ist der Führer den einfachen Gruppengenossen überlegen. 
Auch diesen gegenüber ist der einzelne entsprechend dem Wesen der Ge- 
meinschaft bereit, ihre Anschauungen ohne Prüfung anzunehmen. Aber 
sie dürfen seiner eigenen Denkweise nicht widersprechen. Im andern 
Fall leistet er hier einen Widerstand, zu dem er der Autorität gegenüber 
nur in viel geringerem Grade fähig ist. Andern Personen gegen- 
über ist die Gläubigkeit in dem Maße entwickelt, in dem das Verhältnis 
zu ihnen der Gemeinschaft nahekommt. Die Anschauungen völlig frem- 
der Personen werden, wie schon erwähnt, nicht blindlings abgelehnt — 
dazu ist direkte Feindseligkeit oder Widerwillen erforderlich —, wohl 
aber im allgemeinen ignoriert oder in einer mehr kritischen Weise be- 
handelt. 
7. Der Grad, um den autoritative Personen die allgemeine Eigen- 
schaft der Gläubigkeit in ihrer Umgebung zu erhöhen vermögen, kann 
von sehr verschiedenem Betrage sein. Für die Versicherung, daß eine 
Kartoffel ein Stück Zucker sei, Glauben zu finden, gelingt nur dem Hyp- 
notiseur: und daß eine Tasse Kaffee mit einigen Tropfen Rizinusöl ge- 
nau wie reiner Kaffee schmeckt, wird eine Mutter nur einem kleinen 
Kinde glaubhaft machen können. Als ebenso auffallend und ungewöhn- 
lich erscheint es, wenn ein Hochstapler, ohne irgendwelche Dokumente 
beizubringen oder glaubwürdige Zeugen anzuführen, mit der Behaup- 
tung Glauben findet, er habe auf eine unverhoffte Erbschaft Anspruch 
und sichere Erwartung; und ebenso fremdartig mutet es uns an, wenn 
ein einfacher Bauer in seiner Umgebung als Sektenführer für die Be- 
hauptung Anerkennung findet, er sei ein neuer Heiland, und der Welt- 
untergang stehe bevor. Auf solche Vorkommnisse pflegt die populäre 
Meinung und leider teilweise auch die Literatur gern den Begriff der 
Suggestion in Verbindung mit einer ganz bestimmten psychologi: 
schen Anschauung anzuwenden: nur die Allmacht der Suggestion mache 
derartige Vorkommnisse überhaupt begreiflich. Hinzugefügt wird dann 
wohl der Sag, daß im Grunde fast alle Urteile und Handlungen eigent- 
lich auf Suggestion beruhen. Und tatsächlich wird dieser Begriff auf 
jedes Urteil, das nicht streng logisch begründet ist, und auf jede Hand-
	        

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Gesellschaftslehre. Enke, 1928.
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