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Gesellschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Gesellschaftslehre

Monograph

Identifikator:
178263682X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-177433
Document type:
Monograph
Author:
Vierkandt, Alfred http://d-nb.info/gnd/118804472
Title:
Gesellschaftslehre
Edition:
2., völlig umgearb. Aufl
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Enke
Year of publication:
1928
Scope:
XI, 484 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Gesellschaftslehre
  • Title page
  • Contents
  • 1. Kapitel. Die sozialen Anlagen des Menschen und das Wesen der Gesellschaft
  • Zweites Kapitel. Die Abstufungen der Gesellschaft (Gemeinschaft und "Gesellschaft")
  • Drittes Kapitel. Die Gruppe
  • Viertes Kapitel. Die wichtigsten historischen Formen der Gruppe
  • Index

Full text

Individuum und Umwelt. 
143 
Aktualisierung je nach dem jeweiligen Zusammenhang. Wenn einem 
Vater sein Kind von andern getadelt wird, so erstreckt sich sein Ich in 
sein Kind hinein; wenn er es aber selbst tadelt, zieht sich sein Ich aus 
ihm zurück. Der gleiche Unterschied tritt auf/ wenn ein Kind von einem 
fremden Kinde und wenn es von seinen eigenen Geschwistern geprügelt 
wird. Es macht also einen entscheidenden Unterschied aus, ob eine Ein- 
wirkung ausgeht von einer Person, die sich außerhalb des Bereiches des 
erweiterten Ichbewußtseins, oder von einer solchen, die sich innerhalb 
des legteren befindet. Nach außen hin fühlt man sich solidarisch, falls 
ein Glied der vom Ichbewußtsein mitumfaßten Gruppe von außen eine 
feindliche Einwirkung erfährt. ‘Dieses Einheitsbewußtsein schließt aber 
nicht aus, daß im Innern der Gruppe Reibungen und Kämpfe auftreten 
können, bei denen sowohl die streitenden Partner wie auch die zu- 
schauenden Gruppengenossen ihr Ichbewußtsein auf ihre eigene Per- 
son beschlossen halten. Genauer betrachtet handelt es sich hierbei frei- 
lich um einen Gegensag zwischen einer aktualisierten und einer ruhenden 
Gesinnung, einer Disposition und einem in ihr wurzelnden tatsächlichen 
Verhalten. Die Beziehungen der Zugehörigkeit und Verbundenheit, die 
das Ich gewissen Gegenständen gegenüber besigt, sind Dauerbeziehungen. 
Sie sind solche in objektiver Hinsicht und werden auch als solche auf- 
gefaßt. Sie tragen (gleich den Gesinnungen) einen dispositionellen Cha- 
rakter und werden nur gelegentlich als Bewußtsein der Zugehörigkeit 
aktualisiert; während der übrigen Zeit sind sie aber ebenfalls keine 
bloßen Möglichkeiten, sondern je nach den Umständen wirksam in der 
Ausdruckshaltung, im Verhalten und in der Stärkung des Bewußtseins 
($ 16, 3). Bei Differenzen von der angedeuteten Art, bei denen sich das 
aktualisierte Bewußtsein auf den Partner zurückzieht, verbleibt die dis- 
positionelle Verbundenheit in der eben angegebenen Weise doch noch 
mehr oder weniger wirksam. 
Was ferner den dritten Irrtum anlangt, so gibt es verschiedene 
Grade der Zugehörigkeit zum Ich. So sind alle passiven Erlebnisse eines 
Menschen viel weniger mit seinem Ich verwachsen als sein Cha- 
rakter; so gibt es kränkende Worte, die die Seele nur am Rande streifen, 
und andere, die sie im Kern treffen. Das eigene Erleben also grenzt sich 
gegen das Fremderleben nicht mit einer scharfen Linie, sondern in Ge- 
stalt einer verwachsenen Übergangszone ab. Im ganzen gilt: die ver- 
schiedenen Inhalte des Ichbewußtseins lagern sich in konzentrischen 
Kreisen um einen engsten Kern herum. Das Ichbewußtsein umfaßt mehr 
oder weniger von diesen Inhalten, je nachdem zwischen den inneren und 
äußeren Teilen Übereinstimmung oder aber Verschiedenheit, Gegensatz 
und Zwist herrscht. Es umfaßt jedesmal den gesamten Inhalt, der dem 
Fremden entzegengesett wird oder sich von ihm unterscheidet.
	        

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Gesellschaftslehre. Enke, 1928.
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